Wochenbett

Die erste Zeit nach der Geburt – Wochenbett und Wochenfluss

[dropcap]D[/dropcap]er weibliche Körper leistet in der Schwangerschaft und während der Geburt wirklich Großartiges. Er ist in der Lage, einem menschlichen Wesen das Leben zu schenken. Nachvollziehbare Gründe, weshalb Sie sich die ersten Wochen nach der Entbindung schonen sollten. In diesem Artikel erfahren Sie, was Sie in dieser Zeit nach der Geburt erwartet und was Sie brauchen.

Das Wochenbett – Zeit für Ruhe nach der Geburt

Mit „Wochenbett“ sind die ersten Wochen nach der Geburt Ihres Kindes gemeint. Natürlich müssen Sie diese Zeit nicht ausschließlich im Bett verbringen, trotz dessen ist Ruhe das oberste Gebot. Sofern Sie stillen wollen und können, bereitet sich Ihr Körper nun darauf vor.

Die nach der Geburt vorhandene Muttermilch ist noch nicht ausreichend, um Ihr Kind zu sättigen. Drei bis vier Tage braucht Ihr Körper, um sich auf den regulären Milchbedarf Ihres Babys einzustellen.

Geben Sie Ihrem Kind in dieser Zeit so oft wie möglich die Brust, das fördert die Milchbildung. Anschließend erfolgt der sogenannte Milcheinschuss, das heißt, Sie haben nun genügend Muttermilch für Ihr hungriges Kind.

Keine Sorge: Die meisten Babys sind nach der Geburt erschöpft. Oftmals wollen sie lieber schlafen oder mit Mama kuscheln. Zudem sind die Kleinen in Ihrem Bauch bis zum Schluss gut versorgt gewesen. Keiner muss also Hunger leiden. Die Natur hat alles geregelt, vertrauen Sie darauf.

Um Ihrem Baby genügend Platz zu bieten, haben sich Ihre Gebärmutter und Bauchdecke während der Schwangerschaft stark gedehnt. Nach der Entbindung zieht sich die Gebärmutter allmählich wieder zusammen, der Schwangerschaftsbauch erschlafft und strafft sich schließlich. Etwaige Dehnungsstreifen verblassen bei den meisten Müttern im Laufe der Zeit zumindest so, dass sie kaum noch erkennbar sind. Übrigens: Zumeist dauert die Wochenbettphase acht Wochen. Das ist auch die Zeit, die in Deutschland durch den gesetzlichen Mutterschutz abgedeckt ist.

Der Wochenfluss – eine natürliche Wundheilung

Durch die Ablösung der Plazenta, umgangssprachlich auch Nachgeburt, entsteht eine Wunde in der Gebärmutter. Die damit einhergehende Blutung ist der sogenannte Wochenfluss. Wie der Name schon vermuten lässt, hält diese Blutung die ersten Wochen nach der Geburt, also in der Zeit des Wochenbettes, an. Anfänglich ist der Wochenfluss recht stark, schwächt jedoch immer mehr ab und nach vier bis sechs Wochen haben Sie es überstanden.

Ihr Intimbereich ist nach einer natürlichen Entbindung sehr empfindlich, selbst normales Wasserlassen kann einen brennenden Schmerz auslösen. Wichtig ist eine gute Hygiene, um Infektionen vorzubeugen. Im Krankenhaus erhalten Sie für die gründliche und schmerzfreie Reinigung eine Art Intimdusche, die Sie nach jedem Toilettengang äußerlich anwenden können. Zu Hause können Sie alternativ eine saubere (!), am besten abgekochte Flasche oder ein Gefäß für die Spülung verwenden.

Kaufen Sie, am besten schon vor der Geburt, das sanfteste Toilettenpapier das Sie finden können – Sie werden dankbar dafür sein. Weiterhin sollten Sie sich für die Blutung extra dicke Binden besorgen. Umso mehr die Blutung nachlässt, desto dünnere Binden können Sie verwenden. Tampons sind aufgrund der inneren Empfindlichkeit und Infektionsgefahr nicht ratsam. Im Zuge der Hygienemaßnahmen sollten Sie über Baumwollslips nachdenken. Baumwolle ist pflegeleicht und bei hohen Temperaturen waschbar, was wiederum Bakterien wesentlich reduziert.

[box type=infobox]Fazit: Es erwartet Sie nach der Geburt eine erneute körperliche Umstellung: der Milcheinschuss, die Rückbildung der Gebärmutter und der Wochenfluss. Ruhe und eine ordnungsgemäße Intimhygiene (aufgrund einer möglichen Infektionsgefahr) sind hier das A und O.[/box]

Bildquelle: Big D2112 – Flickr.com (CC BY-ND 2.0)

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