Windelausschlag | © PantherMedia / LenaMiloslavskaya

Windelausschlag – Wir wirklich hilft!

Wenn Babys weinen, kann das vieles bedeuten. Alle jungen Eltern sind natürlich immer sofort äußerst besorgt und verunsichert zugleich. Man fragt sich sogleich, warum weint der kleine Schatz, was hat das Kind nur? Vielleicht hat das Baby Hunger oder Durst, es könnte natürlich auch sein, dass sich das Baby nur einsam fühlt; und zu guter Letzt wäre da noch die Windel. Schließlich hassen Babys volle Windeln.

Wenn alle wichtigen Faktoren berücksichtigt sind und hier Abhilfe geschaffen wurde, was kann es dann noch sein? Vermutlich ist dann ein wunder Po bzw. ein Windelausschlag der Übeltäter.

Was tun bei Windelausschlag?

Nicht immer zeigt sich ein Windelausschlag sofort und eindeutig. Nicht selten beginnt dieser beinahe versteckt in den Hautfalten von Babys Popo oder in den Falten an den Beinchen. Häufig sieht man hier lediglich kleine rote Stippen, die eher an Hitzepickelchen erinnern.

Doch es kann auch sehr viel schlimmer sein. Wenn zum Beispiel plötzlich ein knallroter Po zum Vorschein kommt und im schlimmsten Fall sogar nässende oder blutende Stellen zu erkennen sind. Im Zweifel sollte immer ein Arzt aufgesucht werden; Windelausschlag darf man wirklich nicht auf die leichte Schulter nehmen, wenn schon Entzündungen erkennbar sind. Wird dies nicht angemessen behandelt, kann das unter Umständen zu langwierigen und hartnäckigen Entzündungen führen.

Wie entsteht ein Windelausschlag?

Reizwindeldermatitis | © PantherMedia / ocskaymark

Reizwindeldermatitis | © PantherMedia / ocskaymark

Ursache für einen Windelausschlag ist das Ammoniak. Hierbei handelt es sich um Gas, das sich aus den im Urin enthaltenen Harnstoffen abspaltet. Das Ammoniak reizt die Haut, weil der natürliche Säureschutzmantel verletzt wird. In der Kombination mit Pilzen und Bakterien herrscht nun das beste Klima für eine schlimme Infektion. Die Folge ist dann eine rote und geschwollene Haut, die Bläschen, Pusteln und Schuppen ausbildet. Die so geschädigt Baby-Haut kann nur sehr schlecht von allein abheilen.

Doch es wird vermutet, dass auch dünner Stuhl, eine Kostumstellung, ebenso wie das Trinken von Orangensaft sowie das Zahnen unter Umständen Auslöser für den Windelausschlag sein können. Fakt ist aber, dass besonders luftdicht abgeschlossene Windeln ursächlich für den Windelausschlag sind. Das gilt ganz besonders dann, wenn diese zu selten gewechselt werden.

Daraus sollte aber nicht der irrtümliche Schluss gezogen werden, dass Stoffwindeln hier ein Allheilmittel wären. Zwar verfügen Einwegwindeln über den Auslaufschutz, doch hier wird gleichzeitig die Feuchtigkeit in den Zwischenschichten absorbiert und somit von dem empfindlichen Babypopo ferngehalten. Das können Stoffwindeln natürlich nicht leisten, denn hier verbleibt die Nässe auf der Haut. Häufiges und regelmäßiges Windelwechseln ist das A und O bei der Babypflege.

💡 Sofort reagieren

Natürlich ist nicht bei jedem auftretenden Windelausschlag sofort ein Arztbesuch fällig. Wichtig ist, sofort und umgehend bei den allerersten Anzeichen zu reagieren, denn aus einem leicht roten Po kann sich binnen kürzester Zeit eine Windeldermatitis entwickeln. Es ist besonders hilfreich, den Raum, in dem sich das Baby befindet, aufzuwärmen und dann das Baby eine Weile ohne Windel liegen zu lassen.

Das sollte man so oft und lange wie möglich wiederholen. Das Baby sollte dabei auf einer wasserdichten Unterlage ruhen, denn es wird sich kaum vermeiden lassen, dass es dann doch mal zu der ein oder anderen kleinen Pfütze kommt. Sauerstoff und frische Luft nimmt den Bakterien und Pilzen den Lebensraum und Babys lieben es ohne Windel zu strampeln. Die andere Alternative ist ein sehr häufiger Windelwechsel.

⚠️ Bitte nicht übertreiben

Um den Baby Popo nun gut zu pflegen und bei der Heilung zu unterstützen, sollte man nun aber keinesfalls übertreiben. Eine milde Pflege ist hier vollkommen ausreichend. Beispielsweise darf es ruhig eine Creme sein die Zink enthält.* Es ist auch sinnvoll, ein bisschen Puder an den Stellen zu verwenden, an denen das Baby schwitzt. Das sorgt dafür, dass die Feuchtigkeit aufgenommen wird.

Die Creme, und hier ist wirklich von ein wenig Creme die Rede, sorgt dafür, dass die Haut vor Reibung geschützt wird. Bei fortgeschrittenen Entzündungen gibt es spezielle Salben mit Wirkstoffen gegen Pilze und Bakterien, diese sollten aber ausschließlich vom Arzt nach der Begutachtung des Babypopos aufgeschrieben und verwendet werden.

🧴 Die gründliche Reinigung ist das A und O

Bei einem Windelausschlag ist die gründliche Reinigung am allerwichtigsten. Hier muss man allerdings extrem behutsam vorgehen, denn die entzündeten Stellen können für das Baby äußerst schmerzhaft sein. Bei Verklebungen am Baby Po auf keinen Fall reiben, hier hilft es nur, das Baby unter fließendem warmem Wasser behutsam zu waschen. Dabei dürfen weder Seife noch Waschzusätze verwendet werden.

Diese Zusätze können nämlich ein schlimmes Brennen verursachen und verschlimmern die Situation zusätzlich. Den sauberen Popo dann behutsam trockentupfen. Hier gilt es nun, besonders darauf zu achten, dass die Hautfalten schön trocken getupft werden. Im schlimmsten Fall nimmt man einfach einen Fön zu Hilfe, damit man die entzündeten Stellen nicht berühren muss.