Ballaststoffe

Wie wichtig sind Ballaststoffe in unserer Ernährung

Bei Ballaststoffen handelt es sich um Fasern pflanzlicher Lebensmittel, die der Körper nicht imstande ist zu verdauen. Diese Fasern haben eine durchaus positive Wirkung auf unsere Gesundheit, wie die Forscher durch neue Entdeckungen immer wieder beweisen. Das Wort „Ballaststoffe“ passt eigentlich gar nicht zu den gesundheitsfördernden Naturfasern. Deswegen plädieren Forscher dafür, dem Namen den „Ballast“ zu nehmen. Im Fachjargon benutzt man schon längst die Bezeichnung „Nahrungsfasern“ statt „Ballaststoffe“.

Wichtig für allgemeine Gesundheit

[dropcap]E[/dropcap]s steht außer Frage, dass Ballaststoffe für unseren Stoffwechsel und unsere Gesundheit sehr wichtig sind. Die positive Wirkung der Ballaststoffe auf unseren Organismus erkennt man nicht nur durch bessere Verdauung, sondern sie haben auch andere, weitreichende Folgen.

Laut aktuellen Studien, die mit Mäusen durchgeführt wurden, hemmt eine Ernährung mit vielen Ballaststoffen aus Obst und Gemüse allergische Entzündungsreaktionen in der Lunge. Es wurde auch festgestellt, dass sie möglicherweise Asthma entgegenwirken. Sie werden auch „Cholesterinkiller“ genannt, weil sie die Konzentration des unerwünschten LDL-Cholesterins im Blut reduzieren können.

Ballaststoffe als Hilfe beim Abnehmen

Man unterscheidet grundsätzlich zwischen wasserunlöslichen Ballaststoffen aus Getreide und wasserlöslichen aus Obst, Gemüse und Salat. Bei den wasserlöslichen Ballaststoffen hat man soeben herausgefunden, dass sie als natürliche Appetitzügler wirken. Das wird damit erklärt, dass Bakterien einen Teil der Ballaststoffe im Darm zersetzen.

Ein dauerhafter Ballaststoffmangel kann durchaus zu Übergewicht und Fettleibigkeit führen. Die unlöslichen Ballaststoffe weisen ein hohes Quellvermögen auf und können dadurch ihr Volumen vergrößern. Sie binden Flüssigkeit und füllen den Darm, was wiederum eine bessere Sättigung bewirkt. Auf eine natürliche Weise können sie die Darmtätigkeit und somit die Verdauung anregen. Bei Verdauung dienen sie als Quell- und Füllstoffe. Dadurch sorgen sie für eine natürliche Darmbewegung des Speisebreis.

Kommt es zu Ballaststoffmangel, kann das zu einer chronischen Verstopfung führen. Die Gefahr, dass sich giftige Abbauprodukte ansammeln und nicht schnell genug entfernt werden, wird dadurch auch größer. Das alles kann die Entstehung von Dickdarmkrebs begünstigen. Die Rolle der löslichen Ballaststoffe besteht darin, die Gallensäuren (bestehen zu 80 % aus Cholesterin) sowie andere Stoffwechselprodukte zu binden. So werden diese ausgeschieden, was den Cholesterinspiegel senkt.

Ballaststoffe als wertvolle Helfer

Dank einer ballaststoffreichen Ernährung lassen sich Ernährungsfehler ausgleichen. Mit einer Tagesmenge von 30 Gramm Ballaststoffe tragen Sie Einiges zu Ihrer Gesundheit bei. Man sollte jedoch bedenken, dass bei ballaststoffreicher Kost viel getrunken werden soll, weil die Ballaststoffe viel Flüssigkeit zum Quellen brauchen. Hier finden Sie die größten Mengen an Ballaststoffen (Menge an unverdaulichen Kohlenhydraten – Ballaststoffen – in g/100 g Nahrungsmittel):

  • Weizenkleie 45,4 g
  • Leinsamen 38,6 g
  • Hülsenfrüchte i.D. 18,9 g
  • Weizenkeime 17,7 g
  • Mandeln 15,2 g
  • Knäckebrot  14,0 g
  • Roggenvollkornmehl  13,9 g
  • Erdnüsse 10,9 g
  • Artischocken  10,8 g

Gesundheit und gesunde Ernährung durch Ballaststoffe – KARL-ESS.COM

Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net / Ishay Botbol

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