Was sollte ich während der Schwangerschaft vermeiden und was tut mir gut?

Übelkeit am Morgen ist nur eine von vielen Begleiterscheinungen in der Schwangerschaft. Die Brüste spannen, Sie haben Sodbrennen, leiden vielleicht unter Wasserablagerungen, haben Schwangerschaftsbluthochdruck, alles verändert sich. So schön die [dropcap]V[/dropcap]orfreude auf das Baby auch ist – Frauen müssen in den 40 Wochen der Schwangerschaft auch einiges einstecken. Der Körper verändert sich sehr. Zu den möglichen körperlichen Beschwerden gesellen sich in dieser Zeit aber nicht selten aber auch Ängste. Wir wollen Ihnen hier einige Tipps geben, damit Sie Ihre Schwangerschaft trotz Beeinträchtigungen, Sorgen und Beschwerden genießen und als eine spannende und aufregende Zeit erleben können.

Wie komme ich gesund und gut durch die Schwangerschaft?

  • Informieren Sie sich gut, damit Ihnen – auch wenn Sie es theoretisch natürlich schon wissen – wirklich bewusst wird, dass die Schwangerschaft keine Krankheit ist, auch wenn Sie sich vielleicht manchmal so fühlen. Sie befinden sich eben nur in „anderen Umständen“. Bei Ihrem Frauenarzt bekommen Sie ausreichend Material und auch Hilfestellungen, welche Beschwerden normal und keineswegs Besorgnis erregend sind und wie man mit möglichen Beschwerden umgehen kann.
  • Kaufen Sie sich Lektüre zum Thema Schwangerschaft, tauschen Sie sich in Internet-Foren mit anderen werdenden Müttern aus, reden Sie mit Verwandten oder Freundinnen über mögliche Ängste.
  • Ernähren Sie sich ausgewogen und gesund. Achten Sie darauf, dass Sie täglich Gemüse und Obst und Kohlenhydrate (bevorzugt Vollkorn), Proteine (zum Beispiel Fisch, Nüsse oder Hülsenfrüchte) sowie Milch und Milchprodukte zu sich nehmen.
  • Durch regelmäßige Bewegung (aber dabei kein Sport mit Verletzungsrisiken) stärken Sie Ihre Kraft und Ausdauer, die Sie brauchen werden, um das zusätzliche Gewicht zu tragen und den Stress während der Geburt besser bewältigen zu können. Außerdem können Sie so nach der Geburt schneller wieder Ihre alte Figur zurückbekommen. Bewegung steigert zudem die gute Laune. Viel frische Luft und das Ausnutzen von sonnigen Tagen helfen, den Schwangerschaftsblues fern zu halten.
  • Machen Sie Beckenbodengymnastik. Die Beckenbodenmuskeln stützen die Harnblase, Scheide und den Darm.
  • Machen Sie häufiger Mal eine Pause und lassen sich von anderen Menschen helfen, wenn Sie sich erschöpft fühlen und Dinge des Alltags nicht mehr so erledigen können, wie Sie es gewohnt sind.
  • Nehmen Sie sich Zeit für Ihre Partnerschaft und genießen Sie freie Momente.

Was sollten Schwangere besser nicht tun?

  • Sie sollten während der Schwangerschaft nicht mehr bedenkenlos alle Nahrungsmittel zu sich nehmen. Seien Sie sorgfältig bei dem, was Sie essen. Verzichten Sie in der Schwangerschaft sicherheitshalber auf einige Dinge, denn vermeintlich harmlose Lebensmittel können ein Gesundheitsrisiko für Ihr Kind bedeuten. Vorsichtig sollten Sie zum Beispiel bei Käse sein. Denn einige Weichkäsesorten wie Camembert oder Brie sowie Gorgonzola oder Blauschimmelkäse können Listerien enthalten. Diese Bakterien können zu Erkrankungen des Babys führen. Essen Sie auch kein rohes oder halbgares Fleisch.
  • Gemüse und Salat sollten immer sehr gründlich gewaschen werden, damit Schmutz und Erde komplett entfernt werden.
  • Trinken Sie keinen Alkohol und stellen Sie das Rauchen ein.
  • Trinken Sie auch weniger Koffein. Versuchen Sie, auf entkoffeinierten Kaffee umzusteigen und viel Wasser zu trinken. Wichtig ist es, dass Sie sich in der Schwangerschaft keinen zusätzlichen Stress aufhalsen, damit Sie entspannt durch diese besondere Zeit gehen können. Im ersten Drittel der Schwangerschaft werden Sie möglicherweise unter Übelkeit leiden, aber Sie sind körperlich noch nicht so eingeschränkt. Versuchen Sie, in dieser Zeit einige Sachen zu managen und zu klären. Dann wird es Ihnen noch leichter als zu einem späteren Zeitpunkt fallen.

Endlich schwanger: Was sollte erledigt werden?

  • Erledigen Sie unvermeidbaren Schriftkram gleich. Sie werden sich besser fühlen, wenn Sie nicht dagegen anschauen müssen, die Papiere für spätere Anträge auf Kindergeld etc. noch ordnen und sortieren zu müssen.
  • Informieren Sie Ihren Arbeitgeber über die Schwangerschaft und den errechneten Geburtstermin. Machen Sie sich rechtzeitig Gedanken darüber, wie lange Sie zuhause bleiben wollen. Wenn Sie vorhaben, schon nach einigen Monaten wieder in den Berufsalltag zurückzukehren, informieren Sie sich frühzeitig über Betreuungsangebote.
  • Holen Sie sich rechtzeitig Ihre Vorsorgetermine beim Arzt und suchen Sie sich auch beizeiten eine Hebamme.
  • Melden Sie sich zu einem Geburtsvorbereitungskurs an. Sinnvoll ist der Kursstart ungefähr ab dem sechsten Monat.
  • Suchen Sie sich eine Klinik oder ein Geburtshaus aus oder sprechen Sie mit Ihrer Hebamme über eine Hausgeburt, wenn das für Sie in Frage kommt.
  • Wenn Sie es bislang noch nicht getan haben, dann erkundigen Sie sich, ob Ihnen Mutterschaftsgeld zusteht und wo Sie es beantragen müssen. Besorgen Sie sich Anträge auf Elterngeld, Kindergeld und füllen Sie diese so weit wie möglich aus.

Bildquelle: ©sborisov / iStock / thinkstockphotos.de

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