Wickeln - praktische Anleitung

Wickeln – praktische Anleitung mit Video

[dropcap]E[/dropcap]s ist einfach ein Experte im Wickeln von Windeln zu werden. Waschen Sie Ihre Hände, legen Sie folgende Hilfsmittel bereit und stellen Sie sicher, dass alles außerhalb der Reichweite Ihres Babys liegt, hier kommt eine praktische Anleitung zum Windeln wechseln.

Und das benötigen Sie:
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  1. Eine frische Windel,
  2. Reinigungsmittel – z.B. Babytücher, wenn das Baby jünger als einen Monat ist, oder unter Windelausschlag leidet, einige Wattebäusche und warmes Wasser, sowie ein kleines Handtuch,
  3. Wundsalbe – ebenfalls im Falle von Windelausschlag,
  4. Babypuder – wenn nötig, sollte es erst auf der Hand aufgetragen werden, damit das Puder nicht in die Lunge des Kindes gelangt.

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Wenn Sie einen Wickeltisch zum Wickeln verwenden, achten Sie darauf, dass Ihr Baby nicht herunterfallen kann und lassen Sie Ihr Kind niemals aus den Augen oder außerhalb Ihrer Reichweite!

Wenn Ihr Kind beim Wickeln unruhig ist, sprechen Sie mit ihm oder singen Sie ihm etwas vor, damit wird es für Sie und Ihr Kind einfacher und angenehmer.

Schritt 1: Die erste Reinigung

Öffnen Sie die getragene Windel und benutzten Sie diese um direkt schon einmal den Großteil des Stuhlgangs abzuwischen. Beim Saubermachen immer auf die Wischrichtung achten, von vorne nach hinten, weg von den Genitalien, denn sonst kann es unter Umständen zu Infektionen kommen. Darauf folgt die gründlichere Reinigung mit einem nassen Wattebausch oder mit Babytüchern. Sollten Sie einen Wattebausch verwendet haben, tupfen Sie Ihr Baby anschließend trocken.

Schritt 2: Babypuder, Wundsalbe & Co.

Babys haben sehr sensible Haut, daher ist es wichtig, dass Sie nicht zu lange volle Windeln tragen. Es kann aber immer einmal vorkommen, dass die Haut Ihres Babys durch den Urin oder den Stuhlgang wund ist. Dann helfen handelsübliche Wundsalben und Babypuder oder auch natürliche Hausmittel zur Babypflege. Bei der Anwendung von Puder ist darauf zu achten, dass Sie es zunächst in Ihrer Hand verreiben und erst danach auf Babys Haut verteilen.

Schritt 3: Eine neue Windel anziehen

Nun geht es ans tatsächliche Wickeln. Ziehen Sie dem Kind jetzt eine saubere Windel an, indem Sie den Po von der Unterlage abheben (dabei heben Sie beide Beinchen an) und die Windel unter das Baby ziehen – bis sie auf Höhe der Hüfte des Kindes liegt. Jetzt sollte die Vorderseite der Windel vorne zwischen den Beinen hochgezogen werden. Beim Wickeln ist es wichtig, dass die Windel gut sitzt, daher achten Sie beim Wickeln auf die wachsende Größe Ihres Kindes und falten Sie die Windel gegebenenfalls an den Seiten.

Während Sie die Vorderseite hochgefaltet festhalten, kleben Sie sie an beiden Seiten mit der Unterseite zusammen. Ziehen Sie die Klebelaschen ab und kleben Sie sie fest zusammen. Achten Sie beim Wickeln darauf, nicht die Babyhaut zu bekleben. Zuneigung und Aufmerksamkeit während des Windeln wechselns sind sehr bedeutend – widmen Sie sich während der Babypflege also ganz Ihrem Kind.

Wickel-Anleitung im Video von NestleBabyservice

Wichtiges zum Wickeln und zur Gesundheit Ihres Kindes

In der Anfangszeit haben gestillte Kinder mindestens fünf mal Stuhlgang pro Tag und mindestens sechs mal Harngang. Flaschenkinder werden etwa einen Stuhlgang je Mahlzeit haben. Die Farbe des Stuhls kann dabei von mal zu mal unterschiedlich sein, besonders wenn das Kind beginnt feste Nahrung zu sich nehmen.

Nach drei bis vier Tagen sollte bei gestillten Kindern beim Wickeln ein gelber etwas loser Stuhlgang zu sehen sein, flaschengenährte Kinder werden einen weichen aber etwas mehr geformten Stuhlgang haben. Wichtig ist es, sich an eine ärztliche Beratung zu wenden, sollten beim Wickeln zu große Unterschiede im Stuhl beobachtet werden. So sind Blut, Eiter und Schleim starke Alarmzeichen. Aber auch weniger als drei eingemachte Windeln nach dem fünften Tag, sollten einem Arzt mitgeteilt werden.

Bild: jchongstudio – Flickr.com (CC BY-ND 2.0)

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