Kindergarten

Wenn Kinder nicht mehr in den Kindergarten wollen

Die Anfangszeit im Kindergarten verläuft einwandfrei, aber wenn das Kind morgens auf ein Mal streikt und nicht mehr hingehen möchte, muss das gute Gründe haben. Zuerst sollte man aber die Gründe kennen, um das Kind entsprechend zu motivieren, damit es wieder in den Kindergarten gehen will.

Wenn der Reiz des Neuen verfliegt

Manchmal kommt solche Krise mit einer Verzögerung. Das liegt daran, dass die ersten Tage in neuer Umgebung viel Abwechslung bringen und das Kind keine Zeit hat, um über seine Situation nachzudenken. Es weiß noch nicht, was ihm passt oder nicht. Nach einigen Wochen verfliegt allerdings der Reiz des Neuen, und wenn das Kind noch immer keinen Platz in der Gruppe gefunden hat, macht sich Unsicherheit und Protest breit.

Eine derartige Krise kann auch durch zu hohe Erwartungen ausgelöst werden, das Kind ist dann enttäuscht – vom Kindergarten und von sich selbst. Erst nach einiger Zeit realisieren die „Neuen“, wie sehr sich ihr bisheriges Leben geändert hat und dass sie jetzt einen festen Plan und Regeln befolgen müssen.

Ursache herausfinden

Es ist gar nicht so einfach herauszufinden, woran das Problem des Kindes liegt. Dazu kommt noch oft die Tatsache, dass jede Frage zum Thema Kindergarten mit einem hartnäckigen Schweigen quittiert wird. Darüber hinaus muss man sich als Vater oder Mutter im Klaren sein, dass die vielen neuen Eindrücke noch nicht richtig verarbeitet wurden oder etwas passiert ist, was schon einem dreijährigen Kind peinlich sein musste.

Dafür gibt es einige Beispiele wie umgeschüttetes Glas Milch, ein falsch ausgesprochenes Wort oder das Weinen zu falschem Moment. Vielleicht sollte man lieber einige Worte mit der Erzieherin wechseln, um mehr zu erfahren.

Tiefere Gründe der Unlust

Die Begeisterung für den Kindergarten kann sich bei einem Kind auch deswegen in Grenzen halten, weil die Eltern zum Beispiel es kaum unterstützen oder dazu ermuntern. Kindergarten-Neulinge brauchen viel Verständnis, sie müssen sich der neuen Umgebung erst anpassen. Kinder wollen zu dieser Zeit vor allem ernst genommen werden, sie brauchen das Gefühl, dass die Eltern sie und ihre Ängste verstehen und dem Kind auch helfen.

Eltern müssen von ihrer Seite auch sicher sein, dass dieser Schritt richtig war. Sie dürfen dem Kind ihre Unsicherheit nicht zeigen, auch wenn  sie sich wirklich unsicher sein sollten. Kinder spüren so etwas sofort und verstärken noch zusätzlich die Unsicherheit der Eltern.

Das können die Eltern tun

Wenn es morgens immer noch „Startprobleme“ gibt, bleiben den Eltern noch einige Möglichkeiten zur Auswahl:

  • die Verabschiedung mit dem Kind im Gruppenraum möglichst kurz halten.
  • auch wenn einem das Weinen und Klammern seines Kindes schwer tut, sollte man sich den Schmerz nicht anmerken lassen.
  • das Kind nicht wegziehen, falls es sich am Bein der Mutter oder des Vaters festklammert, sondern der Erzieherin ruhig übergeben.
  • sich aus dem Raum nicht einfach wegstehlen
  • das Kind nie gleich nach einem Streit verlassen.

Zu Besuch im Kneipp-Kindergarten

Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net / Tyler Olson

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