Was Sie bei einer sanften Erziehung des Babys und Kleinkinds beachten müssen?

„Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“ lautet ein altes Sprichwort. Im Hinblick auf die Erziehung und das Kennenlernen von Grenzen kann man sich fragen, wann „Hänschen“ denn nun Regeln kennen lernen muss, damit er als „Hans“ ein rücksichtsvolles Sozialverhalten an den Tag legt. Erziehung fängt letztlich schon im Baby-Alter an – aber das natürlich nicht mit Strenge und Verboten.


Was gibt es bei einer sanften Erziehung des Babys und Kleinkinds zu beachten?

  • Kinder brauchen Grenzen. Kleine Babys aber verstehen ein „Nein“ nicht sofort. Wenn sie also krabbelnd auf allen vieren ihre Umgebung erforschen und dabei zum Beispiel auch Ziele ansteuern, die für sie gefährlich sind, sollten Eltern sie schnell „einfangen“, ablenken und in eine andere Richtung leiten.
  • Mama und Papa sollten sich in der Erziehung und beim Setzen von Grenzen einig sein. Oftmals sind es ja auch heutzutage noch die Mütter, die mehr Zeit mit dem Kind verbringen und daher in der Regel häufiger Grenzen setzen. Diese sollten aber auch vom anderen Elternteil übernommen werden. Kinder spüren widersprüchliches Verhalten und werden dadurch verunsichert.
  • Jedes Kind braucht eine individuelle Erziehung. Deshalb kann man gar nicht pauschal erziehen. Manche Kinder sind sehr ruhig, schüchtern und zurückhaltend und reagieren schon auf eine erhobene Stimme, während andere selbstbewusst und äußerst lebhaft sind und sich auch von einem strengen Ton nicht von ihrem Ziel oder Vorhaben abhalten lassen.
  • Prioritäten setzen: Die wichtigsten Grenzen sind sicherlich die, wenn Kindern Gefahr droht – sei es durch Steckdosen, Treppen oder den Backofen. Hier keine Nachlässigkeit an den Tag legen.
  • Liebe zeigen: Das Kind muss spüren, dass es geliebt ist und sich der Liebe der Eltern immer sein können – auch wenn es etwas Dummes angestellt hat.
  • Nicht nur Verbote aussprechen, sondern auch Erklärungen liefern: Zwar verstehen Babys die Bedeutung der gesprochenen Worte noch nicht, aber im Kleinkindalter wird dieses Verständnis wachsen. Deshalb sollte man als Eltern immer erklären, warum dieses oder jenes nicht gewünscht ist.
  • Konsequent bleiben: Wer nicht konsequent bei den erteilten Grenzen bleibt, der verliert an Glaubwürdigkeit. Das wird sich später rächen, ältere Kinder werden diese Inkonsequenz später zu ihrem Vorteil ausnutzen.
  • Lob aussprechen: Kinder freuen sich über die Anerkennung. Und selbst wenn sie vielleicht die Worte noch nicht verstehen, hören sie an dem Tonfall, dass sie etwas gut gemacht haben.
  • Keine Scheu vor Konflikten haben: Das klassische Beispiel ist hier wohl der Schreikrampf im Supermarkt an der Kasse, wenn der Nachwuchs unbedingt irgendwas haben will. Nicht aus Angst vor einer Eskalation nachgeben, sondern den Konflikt austragen – auch wenn es schwer fällt, andere Menschen schauen und vielleicht noch den Vorfall kommentieren und man einfach ungewollt im Mittelpunkt steht.

Bildquelle: Alexander Shalamov / iStock

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