Was ist bei Babytees zu beachten?

Was ist bei Babytees zu beachten?

Anfang des 17. Jahrhunderts kam Blatt-Tee als Genussmittel zum ersten mal aus Asien auf dem Seeweg nach Europa, wurde zur begehrten Handelsware und erfreute sich von da an zunehmender Beliebtheit. Tee ist gesund und schmeckt. Aus unzähligen Varianten der verschiedenen Teesorten findet sich für jeden Geschmack, für jedes Alter und für jede Jahreszeit das passende Getränk. Auch für Babys und Kleinkinder ist Tee, unter Beachtung einiger Besonderheiten, geeignet. Worauf man bei Babytees achten muss sehen Sie im Weiteren.

[dropcap]S[/dropcap]olange ein Baby voll gestillt wird, ist, mit Ausnahme von hohen Sommertemperaturen oder fieberigen Krankheiten des Babys, kein zusätzliches Angebot an Flüssigkeit nötig. Das Baby erhält mit der Muttermilch alles, was es braucht in ausreichender Menge – auch die Flüssigkeit. Sobald Babys Beikost bekommen, sollte dann zusätzliche Flüssigkeit angeboten werden.

Wann können Babytees eingesetzt werden?

Neben Wasser sorgen verschiedene Tees für geschmackliche Abwechslung. Bei Krankheiten des Babys und an heißen Sommertagen ist eine ausreichende Versorgung mit Flüssigkeit besonders wichtig.

Bei gesunden Babys geht man während des ersten Lebensjahres von einem Flüssigkeitsbedarf von etwa 500 Millilitern aus. Ein Tee-Klassiker für Babys ist der Fencheltee.

Der leicht süßliche Geschmack wird gerne angenommen und die Wirkstoffe des Fenchels beugen Bauchweh und Blähungen vor. Auch Kamillentee ist aufgrund seiner guten Bekömmlichkeit sehr für Babys geeignet.

Für alle Teesorten wird eine reichliche Verdünnung mit Wasser empfohlen um die feinen, noch ungeschulten Geschmacksnerven nicht zu überfordern. Idealerweise wird der Tee immer frisch aufgebrüht und dann bis zur, für das Baby angenehmen Trink-Temperatur, abgekühlt.

Zubereitung und Art des Tees

Tee kann aus frisch aufgebrühten Samen, aus Instant-Pulver oder mit Hilfe von Teebeuteln zubereitet. Wichtig ist in jedem Fall, dass die Ausgangs-Zutat zur Teezubereitung frei von Schadstoffen, schädlichen Rückständen und jeder Art von Zucker ist. Beim Kauf von losem Tee oder Teemischungen empfiehlt sich neben dem Kauf im Bioladen oder in der Apotheke, eine vorherige Erkundigung nach Schadstoff-Kontrollen.

Teebeutel kauft man am sichersten von einem Hersteller von Babynahrung, da diese Produkte ständigen Kontrollen unterliegen und nicht nur in Stichproben bewertet werden. Auch die verwendeten Beutel werden geprüft damit sich im heißen Wasser keine Schadstoffe aus dem Material lösen können.

Babytee aus Granulat ist schnell und praktisch in der Anwendung, jedoch sollte auch hier ein kritisches Augenmerk auf Zutaten und Trägerstoff des Granulats, gerichtet sein.

Fertige Tees sind, auch von Babynahrungsherstellern, leider nicht immer so frei von Zucker wie angegeben. Den Getränken wird zwar kein zusätzlicher Zucker zugesetzt, aber durch den enthaltenen Fruchtsaft werden Fruchtzucker, Fruchtsäure und Kohlehydrate aufgenommen, die, vor allem die Zahngesundheit des Babys beeinträchtigen kann, und eine frühe Gewöhnung an süßen Geschmack fördert.

Welche Teesorten eignen Sich am besten?

Tee wird Babys und Kleinkindern nicht nur zur Durst-Löschung angeboten, sondern in Form von Kräutertees, gezielt zur Linderung bei bestimmten Krankheitsbeschwerden eingesetzt.

  • Rooibostee: gewonnen aus den Blättern der roten Teesträucher Afrikas, ist dieser Tee sehr bekömmlich, wirkt krampflösend und stärkt die Immunabwehr.
  • Früchtetee: Basis für Früchtetee ist zumeist Hibiskus und/oder Hagebutten. Dazu kommen, je nach gewünschter Mischung, getrocknete Früchte wie Äpfel oder Preiselbeeren. Früchtetee sorgt im Winter für wohlige Wärme im Körper und dient im Sommer als schmackhafte Erfrischung.
  • Fencheltee: Fencheltee hilft Babys bei Beschwerden, Krämpfen oder Koliken im Magen-Darm-Bereich. Eine leicht abführende Wirkung wird Fenchel ebenfalls zugeschrieben, daher nicht bei schon vorhandenem Durchfall, anzuwenden.
  • Kamillentee: Auch Kamillentee hilft bei Problemen im Magen und Darmbereich des Babys, wie darüber hinaus aber auch bei Erkältungskrankheiten und leichtem Fieber empfohlen.
  • Anis-Tee: Anis-Tee schmeckt süßlich und hilft bei Erkältung und Husten sowie bei Erkrankungen der Atemwege.

Welche Tees sind nicht für Babys geeignet?

Schwarzer, grüner, weißer und gelber Tee ist wegen seines hohen Gehaltes an Teein und verschiedenen Antioxidantien, nicht für Babys und Kleinkinder geeignet. Auch Eibischtee, wegen seines Wirkstoffes Salizylsäure, und Pfefferminztee mi seinen ätherischen Ölen, sind nichts für Babys. Die Tee-Flasche sollte dem Baby regelmäßig angeboten, jedoch in Vorbeugung späterer Zahnprobleme nie zum Dauernuckeln überlassen werden.

Fazit

Geeignete Tees sind für Babys spätestens nach dem Abstillen, idealerweise schon während der Phase der Beikost-Gewöhnung, eine ideale Möglichkeit dem erhöhten Flüssigkeitsbedarf zu entsprechen. Die Tees sind eine schmackhafte Abwechslung zu Wasser, helfen bei vielen kleinen Beschwerden und bekommen dem Baby sehr gut.

Wichtig, bei Babytees zu beachten ist, auf jede Form von Zucker und anderen Süßungsmitteln zu verzichten, eine jeweils nur leichte Variante der empfohlenen Dosis zuzubereiten und auf eine dem Baby angenehm empfundene Temperatur des Getränkes zu achten.

Bildquelle
Bild oben: © panthermedia.net / kevinermens