Hormone

Was Hormone und Schwangerschaft Gemeinsames haben

Während der Schwangerschaft spielt der Hormonhaushalt einer Frau oft verrückt. Das sieht man zum Beispiel, wenn eine Schwangere beim Anblick eines Hundewelpen in Tränen ausbricht, ihr ganz schnell im Magen flau wird, wenn sie nur einen Gedanken an die Lieblingsspeise verliert oder wenn sie nachts lauter schnarcht als ihr Ehemann.

Seelchen-Hormon: Woran erkennt man es?

Wenn einer Frau in der Schwangerschaft nach jammern und heulen ist, soll man den Übeltäter nicht nur bei einem einzigen, sondern bei allen Hormonen suchen. Das passiert so, weil um Schwangerschaft über neun Monate erfolgreich fortzuführen, muss der Körper seinen kompletten Hormonhaushalt umkrempeln. Die befruchtete Eizelle braucht exakt abgestimmte Bedingungen, um sich gut einzunisten.

Körper muss sich auch auf veränderte Bedürfnisse der Schwangeren vorbereiten und anzupassen. Die Folge dieser Veränderungen sind dann plötzlich auftretende Stimmungsschwankungen, weil die Hormone auch auf unsere Gefühle und Denken einen Einfluss haben.

Östrogene und Schnarchen

Insgesamt existieren über 30 Hormone, die in der Gruppe Östrogene vorkommen. Sie übernehmen viele Aufgaben während der Schwangerschaft. Sie schaffen beispielsweise perfekte Bedingungen für die Einnistung und sind dafür verantwortlich, dass die Gebärmutter wächst und optimal durchblutet ist. Wenn die Brust wächst, waren auch Östrogene am Werk.

Sie haben aber auch einige Nebenwirkungen: Diese Hormongruppe sorgt nicht nur für eine gute Durchblutung der Gebärmutter, sondern des ganzen Körpers. Das betrifft auch die Nasenschleimhäute. Das Ergebnis: Sie schwellen an und verstopfen die Nase, was wiederum das nächtliche Schnarchen rechtfertigt.

Progesteron als Gähn-Hormon

In der Schwangerschaft gähnt eine Frau verhältnismäßig mehr als sonst. Dafür ist das Hormon Progesteron verantwortlich, das während der Schwangerschaft um das Zehnfache des normalen Wertes ansteigt. Auf die Muskulatur hat das eine entspannende Wirkung, vor allem die Gebärmuttermuskulatur profitiert davon. Das wirkt entspannend – vor allem auf die Muskeln. Sinnvoll ist das insbesondere für die Gebärmuttermuskulatur: Je entspannter Gebärmuttermuskulatur ist, desto unwahrscheinlicher wird, dass die Wehen vorzeitig ausgelöst werden. Kurz vor der Geburt fällt der Progesteron-Spiegel wieder ab und die Entbindung kann beginnen.

Die Schattenseite des erhöhten Progesteron-Wertes ist die Müdigkeit, die vor allem in den ersten Schwangerschaftsmonaten zu schaffen macht. Das Ergebnis ist Dauermüdigkeit, weil das Hormon nicht nur die Muskeln, aber auch die Seele entspannt.

Relaxin verhindert intensiven Sport

Das Hormon Relaxin lockert den Muttermund, es sorgt aber auch für flexible Gelenke und Bänder, besonders im unteren Rücken und im Beckenbereich, was besonders bei der Geburt eine Erleichterung verspricht. Der Nachteil dabei: Das wirkt sich auch auf alle anderen Bänder und Gelenke im Körper aus.

Man fühlt sich zwar besonders beweglich, was angenehm sein kann, dafür aber sind nun Gelenke und Bänder anfälliger für Verletzungen. Vorsicht bei Sportarten, die heftige und abrupte Bewegungen verlangen, ist dringend geboten.

Hormon Progesteron: Unerlässlich zur Erhaltung der Schwangerschaft

Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net / Anthony Maragou

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