Schwanger

Was dürfen Schwangere überhaupt und was nicht?

Schwangerschaft ist eine besondere Zeit im Leben jeder Frau. In den neun Monaten, in denen das neue Leben heranwächst, muss die Schwangere auf vieles verzichten und auf die eigene Gesundheit besondere Acht geben. Damit schafft sie optimale Bedingungen für das ungestörte Wachstum ihres Babys und trägt auch Einiges zu ihrer eigenen Gesundheit bei.

Kaffee in der Schwangerschaft

[dropcap]D[/dropcap]as koffeinhaltige Getränk ist in der Schwangerschaft nicht ganz verboten, man muss jedoch die getrunkene Menge reduzieren. Das Tagespensum sollte somit nicht sechs Tassen Kaffee überschreiten, weil das Risiko, ein zu kleines Baby zu bekommen, dadurch erhöht wird. Vier bis maximal fünf Tassen Kaffee pro Tag sind ohne Bedenken zulässig, das macht dann im Endeffekt 320 bis 400 Milligramm Koffein.

Man muss bedenken, dass hier nicht der Kaffee selber der Übeltäter ist, sondern das darin enthaltene Koffein. Deswegen empfiehlt es sich, auch der Konsum von anderen koffeinhaltigen Getränken, wie Cola, schwarzer Tee oder Energydrinks, während der Schwangerschaft einzuschränken.

Ernährung und Diät

Der Körper einer schwangeren Frau benötigt zwar mehr Energie als sonst, sie muss aber nicht gleich „für zwei“ essen. Der Energiebedarf in der Schwangerschaft ist lediglich um etwa 300 Kalorien pro Tag erhöht. Was wichtiger ist, ist die richtige Wahl der verzehrten Lebensmittel. Das ungeborene Kind braucht nämlich viel gesunde Nährstoffe, ausreichende Mengen an Vitaminen und Spurenelementen.

Deshalb ist Schwangerschaft ein ganz ungünstiger Zeitpunkt, um mit einer Diät anzufangen. Klar – schwangere Frauen nehmen in der Regel zu, und zwar bis 12-15 Kilogramm, diese überflüssigen Pfunde gehen jedoch nach der Entbindung in der Regel verloren.

Haare färben in der Schwangerschaft

Bis jetzt gibt es keine wissenschaftliche Beweise dafür, dass Haare Färben in der Schwangerschaft für das Ungeborene gesundheitsschädlich sein könnte. Will man jedoch ganz sicher sein, sollte man darauf in den ersten 16 Schwangerschaftswochen verzichten. Es wurde nämlich festgestellt, dass sich die Haarfarbechemikalien später in der Muttermilch und im Fettgewebe nachweisen ließen. Statt chemische Stoffe zu verwenden, greift man lieber zu Naturfarbe (Henna), weil sie nicht oder kaum in die Kopfhaut eindringt.

Zahnarztbesuche und Betäubungsspritzen

Es wurde nie wissenschaftlich bewiesen, dass Betäubungsspritzen für das ungeborene Baby eine Gefahr darstellen. Allerdings um auf die Nummer sicher zu gehen, sollte man bei einer Zahnbehandlung zuerst keine Spritze anwenden. Wenn der Schmerz unerträglich ist, kann man dann darauf zurückgreifen.

Die Betäubungsmittel gelangen nicht in den Kreislauf der Schwangeren und werden vor Ort vollständig abgebaut. Stehen jedoch größere Zahnbehandlungen bevor, sollten diese besser nach der Entbindung unternommen werden.

Gesunde Schwangerschaft

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Artikelbild: © panthermedia.net / Olaf von Lieres