Yoga

Was bewirkt Yoga in der Schwangerschaft?

Die Schwangerschaft ist kein Hindernis, um sich zumindest etwas zu bewegen. Bewegung entspannt die Schwangeren psychisch wie auch physisch. Schwangerschaft ist für den Körper eine enorme Belastung: Das Herz leistet sozusagen eine Doppelarbeit, die Muskulatur und das Knochengerüst werden in dieser Zeit stärkeren Belastungen ausgesetzt. Das betrifft vor allem die Wirbelsäule, die sich dann im Bereich LWS stärker krümmt, sowie die Beine, die mehr Gewicht als sonst tragen müssen. Einen guten Ausgleich dafür bieten Yoga-Übungen.

Bessere Körperwahrnehmung und tiefe Entspannung durch Yoga

[dropcap]A[/dropcap]temübungen und Dehnen, die bei einem Yoga-Work-out vorkommen, sind für schwangere Frauen besonders zu empfehlen. Sie helfen, die Geburt möglichst ohne Komplikationen zu überstehen und ein gesundes Kind zu gebären. Mit Asanas (Yoga-Übungen) löst man gezielt Körperverspannungen und trägt zu allgemeiner Kräftigung des Körpers bei. Yoga-Training korrigiert etwaige Fehlhaltungen und lässt die Energie wieder ungestört fließen.

Seinen Körper näher kennenlernen

Beim Yoga-Training lernt man außer den neuen, fremd wirkenden Bewegungen, auch seinen Körper besser kennen. Nach einer gewissen Zeit und je nach Fitnesslevel ist man in der Lage, bestimmte Muskelpartien gezielt anzuspannen und dann wieder zu entspannen. Wenn man mit der Zeit seinen Körper besser kennt, dann weiß man ja auch besser, was ihm gut tut und was für ihn nicht besonders gut ist.

Diese Erfahrung macht sich dann während der Geburt bezahlt. Allerdings sollte man sich auch in Geduld üben, weil nicht alles auf Anhieb klappt. Manche Stellungen und Übungen bei Yoga brauchen mehr Zeit und Training, um perfekt beherrscht zu werden. Und nur eine gute Beherrschung einer Übung kann dann die gewünschten Erfolge liefern.

Was Sie beachten sollten

Wie bei jedem anderen körperlichen Training sollte man nicht gleich nach einer Mahlzeit mit vollem Magen das Training beginnen, sondern erst 2-3 Stunden danach. Das eigentliche Training startet man mit einer tiefen Entspannung. In dieser Phase sollte man sich von der Hektik des Alltags und von allen seinen Problemen lösen und sich voll und ganz auf die Trainingsstunde konzentrieren.

Nach dem Work-out sollte man die Zeit nutzen, um sich gut zu erholen und zu entspannen. In dieser Zeit kann man lesen, fernsehen oder ein kurzes Nickerchen machen. Trinken Sie keinen Kaffee gleich nach dem Training, weil das den Trainingseffekt zunichtemachen kann. Yoga wirkt mit einer Zeitverzögerung. Nach den Übungen sollte man zuerst seine Emotionen und Gedanken bewusst wahrnehmen und versuchen, das Körpergefühl zu spüren.

Lockere Kleidung bevorzugen

Für die Yoga-Stunde ziehen Sie am besten bequeme und lockere Kleidungsstücke an, die die Bewegungen des Körpers nicht stören. Man übt barfuß, aber zum Schluss kann man für die Entspannung warme Socken bereithalten. Darüber hinaus braucht man noch eine rutschfeste Matte, die man auf dem Boden ausbreitet. Leise Entspannungsmusik im Hintergrund rundet die Sache ab.

Yoga für Schwangere: 20 Minuten Programm

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Artikelbild:  © panthermedia.net / Nils Julia Weymann Pfeifer