PDA

Vor und Nachteile einer Geburt mit PDA

PDA steht für „Periduralanästhesie“ – auch „Epiduralanästhesie“ und erlaubt eine örtliche Schmerzausschaltung während der Geburt. Rund 25 Prozent aller schwangeren Frauen setzen das bei der Geburt an. Bei dem Gebrauch von PDA sind jedoch einige Sachen zu berücksichtigen und Erkenntnisse, die dafür und dagegen sprechen. Wie PDA funktioniert und welche Risiken sie für die Schwangeren birgt, erfahren Sie hier.

So funktioniert die Periduralanästhesie (PDA)

Vor der Geburt bekommt die Schwangere von dem Anästhesiearzt ein lokal betäubendes Medikament (Lokalanästhetikum) gespritzt. Das Medikament wird exakt im Epi- bzw. Periduralraum platziert, also in dem Raum zwischen den äußeren Schutzhüllen des im Wirbelkanal verlaufenden Rückenmarks. Um es genau zu sagen: Der Einstich betrifft die Stelle zwischen dem dritten und vierten Lendenwirbel. Dadurch wird das Rückenmark nicht verletzt, weil das Mittel oberhalb der Einstichstelle landet. Nervenfasern, die unterhalb des Rückenmarks im Rückenmarkskanal verlaufen und für Beine und Unterbauch verantwortlich sind, werden vom Lokalanästhetikum erreicht und betäubt.

Der vom Unterbauch kommende Schmerz wird an dieser Stelle ausgeschaltet und kann so nicht mehr ans Gehirn weitergeleitet werden. Nach erfolgtem Einstich zieht man die Nadel zurück und ersetzt sie durch ein feines Katheder, durch den das Mittel bei Bedarf nachgegeben werden kann. Das ermöglicht im Nachhinein eine individuell angepasste Dosierung des Lokalanästhetikums. Nur von einer exakten Dosierung hängt es ab, ob später irgendwelche Komplikationen eintreten können.

Vorteile der PDA

Zu den unumstrittenen Vorteilen der PDA gehört unter anderem:

    • bei genauer Dosierung hat die Schwangere weiterhin die Möglichkeit zum Pressen.
    • bei Komplikationen –  Entbindung mit der Zange oder Saugglocke – kann man es ohne Zeitverlust durchführen, weil die werdende Mutter bereits örtlich betäubt ist.
    • der Druck im Kopf und im Oberbauchbereich wird durch PDA vermieden.
    • Belastung des Babys während der Geburt ist dadurch geringer.
    • die Geburt selbst kann bewusster erlebt werden, was das spätere Stillen begünstigt.

PDA und die Nachteile

Neben den zahlreichen Vorteilen der PDA gibt es allerdings auch Minuspunkte, die hier näher erläutert werden:

    • es muss ständig ein Arzt verfügbar sein.
    • infolge der PDA kann es zu einer Erweiterung der Blutgefäße kommen, was zu einem Blutdruckabfall bei der werdenden Mutter führen kann und das wiederum in Schwindelanfällen enden kann.
    • wenn die Gebärmuttermuskulatur zu stark entspannt wird, könnten die folgenden Wehen zu schwach ausfallen. Mit der Gabe von wehenfördernden Mitteln (Wehen- oder Oxytocin-Tropf) können diese vom Arzt unterstützt werden.
    • bei zu starker Dosierung der PDA kann eine völlige Unempfindlichkeit aufkommen – das Gefühl für die Wehen und das Mitpressen geht dadurch verloren. Danach bleibt nur noch eine Entbindung mittels Zange oder Saugglocke.

DB 103 PDA – PAL 16:9 / DB 103 PDA peridural anesthesia – PAL 16:9

Bildquellen
Artikelbild:© panthermedia.net / Anna Omelchenko

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