Verstopfung bei Babys: Welche Anzeichen gibt es und wie kann ich meinem Kind helfen?

[dropcap]B[/dropcap]abys, die Säuglingsnahrung bekommen, neigen eher zu Verstopfungen, weil die Pre- oder Folgemilch schwerer verdaulich ist als Muttermilch. Der Stuhlgang von Stillbabys ist hingegen eher weich und flüssig. Wenn Ihr Baby sich anstrengen muss, um in die Windel zu machen, dann ist das noch nicht automatisch eine Verstopfung.

Sie werden die Geräusche und Gesichtsausdrücke Ihres Kindes, wenn es gerade in die Windel drückt, schnell kennen lernen und wissen, was bei Ihrem Kind ein normaler Windelinhalt ist und was nicht. Ältere Babys sind übrigens zunächst häufiger mal verstopft, weil sie sich erst an Brei und Beikost gewöhnen müssen. Der kleine Körper muss erst lernen, mit der neuen Nahrung zurechtzukommen. Zu wenig Ballaststoffe und zu wenig Flüssigkeit können ebenfalls zu Verstopfung führen.

Woran merke ich, dass mein Baby Verstopfung hat?

  • Bei Stillbabys kann die Bandbreite des Stuhlgangs sehr variieren. Es ist nichts außergewöhnliches, wenn mal einige Tage nichts Großes in der Windel ist. Bei weniger als drei vollen Windeln pro Woche sollten Sie jedoch reagieren.
  • Sie werden es vermutlich am Verhalten Ihres Babys merken, wenn tatsächlich eine echte Verstopfung vorliegt. Anzeichen für eine Verstopfung können offensichtliche Schmerzen, Weinen oder Gereiztheit sein.
  • Ein trockener, harter, kugelförmiger Stuhl, der nur schwer herauskommt, ist ebenfalls ein Anzeichen für eine Verstopfung wie übel riechende Blähungen. Fühlen Sie vorsichtig den Bauch Ihres Babys. Verstopfungen zeigen sich unter anderem auch durch einen harten Bauch.

Verstopfung beim Baby: Was kann man dagegen tun?

  • Bevor Sie selbst irgendwelche Maßnahmen ergreifen, sollten Sie mit dem Kinderarzt sprechen. Er wird Ihr Baby und vermutlich auch eine Stuhlprobe untersuchen. Möglicherweise verschreibt der Arzt Glycerin-Zäpfchen aus der Apotheke.
  • Hilfreich für die Verdauung des Babys ist aber, wenn Sie mit den Beinen Ihres Kindes Fahrrad fahren. Dadurch kann sich der Stuhl nämlich besser durch den Darm bewegen.
  • Wenn Ihr Kind Säuglingsnahrung bekommt, dann geben Sie ihm zwischen den einzelnen Mahlzeiten Wasser. Keinesfalls sollte aber die Milch verdünnt werden. Halten Sie sich immer an die vorgegebene Dosis.
  • Wechseln Sie möglicherweise die Marke der Babynahrung.
  • Bei älteren Babys, die schon Brei bekommen, sollten Sie auch immer auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr achten. Wenn Ihr Baby nicht genug Flüssigkeit bekommt, kann das zu einem harten und trockenen Stuhl führen, der sich nur schwer herausdrücken lässt.
  • Reis und Bananen stopfen. Reduzieren Sie solche Lebensmittel.

Bildquelle: ©Dziurek / iStock / thinkstockphotos.de

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