Versicherungen fuer Familien

Versicherungen für Familien

Spätestens nach der Geburt des ersten Kindes stellt sich für viele Eltern die Frage, wie die Familie optimal abgesichert werden kann. Häufig werden die Verbraucher von Unternehmen kontaktiert, die ihnen einige Versicherungen anbieten und diese als unerlässlich bezeichnen. Doch ist das tatsächlich so? Welche Absicherungen benötigen junge Familien.

Kein Spiel mit der Gesundheit – die gesetzlichen Versicherungen

[dropcap]I[/dropcap]n Deutschland besteht die Krankenversicherungspflicht. Die Eltern sind entweder gesetzlich oder privat krankenversichert. Bei der Versicherung der Mutter ist bereits die Schwangerschaft gemeldet worden und die Kosten der Vorsorge und Geburt sind übernommen worden.

Nachdem das Baby auf die Welt gekommen ist, kann das Kind bei dem Vater oder bei der Mutter kostenfrei in der gesetzlichen Krankenversicherung mitversichert werden. Dies nennt sich Familienversicherung und ist in ganz Deutschland einheitlich.

Bei der privaten Krankenversicherung sind dagegen Beiträge für den Versicherungsschutz des Neugeborenen zu entrichten. Allerdings greift hier in der Regel ein Familientarif, der günstiger ausfallen kann.

Soziale Versicherungen – auch für die Familie?

Die Sozialversicherungen setzen sich aus folgenden Versicherungsarten zusammen.

  • Krankenversicherung
  • Pflegeversicherung
  • Rentenversicherung
  • Arbeitslosenversicherung
  • Unfallversicherung

Die Eltern haben bei diesen Absicherungsmodellen bereits Ansprüche erworben oder sich damit auseinandergesetzt. Die Kinder werden nach der Geburt kranken- und pflegeversichert. Ansprüche für die Renten- und Arbeitslosenversicherung erwerben sie zunächst aber nicht. Die Unfallversicherung greift in öffentlichen Einrichtungen, wie Kindergarten und Schule, sowie auf dem Weg dorthin.

Das Hab und Gut solide abgesichert – die Hausratversicherung

Wichtig für Familien ist die Hausratversicherung. Im Wesentlichen dient sie der Absicherung der Einrichtung und der Wertgegenstände. Kommt es zu einem Schicksalsschlag wie einem Hausbrand, wird der Zeitwert der Wohnungseinrichtung ersetzt und die Familie steht in der Notsituation nicht ohne finanzielle Mittel für einen Ersatz dar. Einige Verbraucher schließen übrigens zusätzlich eine Glasbruchversicherung ab. Hierzu zählen unter anderem Tür- und Fensterglas.

Wenn es zu einem Schaden kommt – die private Haftpflichtversicherung

Schaden Haftpflichtversicherung

Schaden Haftpflichtversicherung

Eine Vielzahl von Eltern schließt eine private Haftpflichtversicherung ab. Für die Erwachsenen ist diese sinnvoll. Verursachen Sie aus Versehen einen Schaden bei anderen Personen oder deren Sachgegenständen, so kommt der Anbieter finanziell unter bestimmten Voraussetzungen dafür auf.

Auch für Kinder ist eine solche Absicherung grundsätzlich sinnvoll. Nicht jeden Schaden, den der Nachwuchs bei Anderen verursachen könnte, ist für die Eltern wirtschaftlich zu tragen.

Für Kinder von null bis sieben Jahren gilt eine Einschränkung. Kommen die Erwachsenen ihrer Aufsichtspflicht nach, sind die Kleinen und die Erziehungsberechtigten grundsätzlich nicht haftbar zu machen. Der Geschädigte würde auf den Kosten für eine Reparatur oder einen Ersatz sitzen bleiben, was nicht im Interesse aller Beteiligten ist.

Viele Familien entscheiden sich aber dazu auch für ihr Kleinkind eine Haftpflichtversicherung abzuschließen, um Ärger mit den Nachbarn und Bekannten im Schadensfall vorzubeugen.

Wenn den Eltern etwas passiert – die Risikolebensversicherung

Viele Elternpaare sichern ihre Angehörigen bzw. ihr Leben ab. Dazu nutzen Sie eine Risikolebensversicherung. Die Beiträge sind immerhin relativ gering und auch mit knappen Haushaltsbudget zu bestreiten. Sollte ein Elternteil vorzeitig ableben, erhält der Andere die Versicherungssumme. Der Anteil ist übrigens davon abhängig, ob es sich um einen gemeinsamen Versicherungsvertrag oder zwei separate handelt. Im Todesfall von beiden Erziehungsberechtigten wird das Kind mit einer kompletten Summe oder zwei einzelnen bedacht.

Viele Familien entscheiden sich für das Modell der Risikolebensversicherung, wenn sie ein Haus bauen oder eine Immobilie erwerben. Die zumeist mit einem Kredit finanzierten Objekte stellen für rund drei Jahrzehnte eine hohe wirtschaftliche Belastung dar. Mit den Versicherungssummen im Todesfall sollen die Raten für einige Zeit beglichen werden können oder eine Kreditablösung möglich sein. Außerdem wollen die meisten Versicherungsnehmer auch die Kosten für die Bestattung als abgesichert ansehen.

Arbeit sichert den Lebensstandard – die Berufsunfähigkeitsversicherung

Besonders dann, wenn es einen Hauptverdiener in der Familie gibt, ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung wichtig. Kommt es durch eine Erkrankung oder einen Unfall dazu, dass der Versicherungsnehmer nicht mehr in seinem Beruf oder sogar überhaupt nicht mehr arbeiten kann, greift der Schutz der Berufsunfähigkeitsversicherung.

Auch wenn bei einem Arbeitsunfall die Unfallversicherung durch den Arbeitgeber leistet, reicht die finanzielle Leistung in der Regel kaum für ein bescheidenes Leben aus. Selbst bei der Berufsunfähigkeitsrente durch den Träger der gesetzlichen Rentenversicherung verhält es sich ähnlich. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die Erziehungsberechtigten, die Einkommen erzielen, sich entsprechend privat absichern.

Einbruch: Wenn die Versicherung nicht zahlen will

Niemand wird jünger – die private Altersvorsorge

In den Medien wird immer wieder hitzig über die gesetzliche Rentenversicherung, die Höhe der Renten und die Altersarmut diskutiert. Familien sind heute dazu aufgefordert, sich frühzeitig Gedanken über die Absicherung im Alter zu machen. Mit den Leistungen aus den gesetzlichen Versicherungen wird ein wirtschaftliches Überleben immer weniger möglich sein. Einige Kritiker gehen sogar davon aus, dass es in nicht allzu ferner Zukunft keine Rentenauszahlungen mehr geben wird, weil sich das System aufgrund der demografischen Entwicklung als nicht tragfähig erwiesen haben soll.

Eine Vielzahl von Familien entscheidet sich zudem für Bausparverträge, eine private Rente und diverse Riester-Modelle. Letztere sind besonders für Hausfrauen interessant. Immer weniger Verbraucher entscheiden sich dagegen für eine kapitalgebundene Lebensversicherung. Klarheit bringen hierbei ein Vergleich der Produkte auf dem Finanzmarkt und eine eingehende Beratung durch einen Anbieter des Vertrauens. Auch hierbei lohnt es sich, die Angebote verschiedener Banken und Institute miteinander zu vergleichen.

Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net / Thomas Ix
Mitte: © panthermedia.net / scol22

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