Unsere kleinen Chefköche – Kinder in der Küche

Kinder in der Küche | © PantherMedia / AllaSerebrina
Kinder in der Küche | © PantherMedia / AllaSerebrina

Begeben sich erwachsene Menschen in die Küche, um dort Speisen und Getränke zuzubereiten, ist die Küche für die Kinder mehr als nur eine Kochstelle. Dieser geheimnisvolle Raum gilt für sie als einer der spannendsten Plätze in der ganzen Wohnung, denn hier kann eine Vielzahl an Entdeckungen gemacht werden. Wir haben uns das einmal näher angesehen.

Die Küche – Erlebnisort für alle Sinne

Die Küche als Erlebnisort spricht alle Sinne der Kinder an: Es duftet herrlich nach den unterschiedlichsten Gewürzen und viele neue Geräusche sind hörbar, sei es das Rauschen des Dunstabzuges oder der Lärm der Küchenmaschine. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Schubladen und Schränke, deren Inhalt nur darauf wartet, erkundet zu werden. Die Wärme des Kochfeldes und des Ofens trifft auf die Kälte des Kühlschranks, dabei wird auch der Tastsinn angesprochen. So schön dieses Faszinosum “Küche” für die Kinder auch ist, so viele versteckte Gefahren lauern dort, die zu schweren Verletzungen führen können.

Versteckte Gefahren kennen – Gefahrenpotential minimieren

Mit Kindern backen | © PantherMedia / Wolfgang Steiner
Mit Kindern backen | © PantherMedia / Wolfgang Steiner

Um den Kindern diese Erfahrungen in der Küche zu ermöglichen und gleichzeitig aber auch die Sicherheit zu gewährleisten, ist es ratsam, sich – bevor die Küche von den Kindern erkundet werden darf – über potenzielle Gefahrenstellen bewusst zu werden und diese bereits im Voraus unschädlich zu machen. Bei einigen ist dies problemlos möglich, zum Beispiel kann das Gefahrenpotential von Steckdosen mithilfe einer Kindersicherung entschärft werden. Bei anderen Objekten, die zu gefährlichen Situationen führen können, gestaltet sich diese kindgerechte Küchengestaltung jedoch als weitaus schwieriger.

Ein Blick in folgendes E-Book von XXXLutz, erleichtert den Eltern die Umgestaltung der Küche, sodass diese zu einem ungefährlichen Erlebnisort für Kinder werden kann. Darüber hinaus werden Tipps für die Planung und Einrichtung der Küche gegeben, um bereits beim Gestalten der Küche präventiv einige Maßnahmen zu beachten. Dazu zählen beispielsweise die Verwendung von Schubladensicherungen für Schubladen, in denen gefährliche oder selbstverletzende Geräte (Messer, Scheren,…) aufbewahrt werden. Auch abgerundete Griffe und wenig kantige Einrichtungsgegenstände können das Verletzungsrisiko im Bereich der Küche effektiv minimieren.

Warum gilt die Küche als Erlebnisort?

Küche als Erlebnisort | © PantherMedia / alenkasm
Küche als Erlebnisort | © PantherMedia / alenkasm

Es stellt sich allerdings die Frage: Warum sind die Erfahrungen für die Kinder in der Küche besonders prägend und wichtig? Würde es nicht ausreichen, ihnen im Garten oder im kindersicheren Wohnzimmer einen Platz zum Erkunden, Ausprobieren und Experimentieren zu geben? Warum gerade der Ort der Küche? Dieser birgt selbst noch für erwachsene Menschen einige Gefahren, passieren doch viele Haushaltsunfälle in der Küche.

Im Anschluss sollen nun einige Aspekte angeführt werden, die auf die Relevanz des “Erlebnisorts Küche” für die kindliche Entwicklung hinweisen.

Der erste Punkt ist praktischer Natur: Kinder verbringen ihre Zeit am liebsten dort, wo sich ihre Eltern aufhalten und an “spannenden Orten”, wo etwas geschieht. Welches Kind möchte sich gerne alleine beschäftigen, während Mutter oder Vater zeitgleich in der Küche das Essen zubereiten? Werden die Kinder von Beginn an in das Kochgeschehen in der Küche integriert, können Konflikte vermieden werden. Statt zahlreiche Versuche zu unternehmen, die Kinder während des Kochens ruhig zu stellen und zu beschäftigen, stellt es sich als sinnvoller heraus, diese in der Küche aktiv werden zu lassen. Gleichzeitig werden die Kinder auf diese Weise früh damit konfrontiert, dass es nötig ist, im Haushalt mitzuhelfen und sich dem Alter entsprechend zu beteiligen. Diese aktive Schaffensphase in der Küche lässt die Kinder mit stolzen Augen auf ihr Werk zurückblicken.

Man denke selber an die eigene Kindheit zurück, als man die eigenen selbst ausgestochenen Plätzchen im Ofen beim Backen zusehen, den Teig für einen Rührkuchen kneten oder sogar etwas davon naschen durfte. Solche Erfahrungen schaffen prägende Erinnerungen und kräftigen die Eltern-Kind-Beziehung. Ein weiterer wichtiger Aspekt, der die Küche als Lernort charakterisiert, ist der Umgang mit Lebensmitteln. Je früher eine Sensibilisierung für diese Thematik erfolgt, desto mehr profitieren die Kinder später davon. Sie lernen einen bewussten, nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln und entdecken deren Eigenschaften. Wird bereits im Kindesalter viel gemeinsam mit der Familie gekocht, entwickelt sich Spaß am Kochen und am Ausprobieren neuer Rezepte.

Diese Erfahrungen und neuen Erkenntnisse sind für die Entwicklung des Kindes prägend und bleiben all jenen Kindern verwehrt, die lediglich “das Essen vorgesetzt bekommen”. Lassen Sie die Kinder an dessen Zubereitung aktiv mitwirken und sie sich von der Vielfalt der Zutaten und der Reichhaltigkeit der Lebensmittel begeistern.





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