Trennung in der Schwangerschaft: Wie geht es weiter?

Wenn sich das Wunschkind ankündigt, dann sind die werdenden Eltern vor lauter Freude aus dem Häuschen. Aber nicht jedes Baby ist ein Wunschkind – und manchmal ist die ungeplante Schwangerschaft auch ein Trennungsgrund. Aber auch wenn die Schwangerschaft für die werdenden Eltern gar kein Problem darstellt, kann die Beziehung in diesen Monaten scheitern. Denn es ist trotz der Vorfreude eine nicht immer leichte Zeit.

Schwangerschaft als Trennungsgrund: Was nun?

  • Nach den Ursachen und Gründen suchen: War die Beziehung schon vorm Bekanntwerden der Schwangerschaft kaputt? Oder fühlt sich einer der werdenden Elternteile gerade einfach von der veränderten Situation überrumpelt? Bevor böse Worte fallen und ein Streit eskaliert, sollte man sich zunächst einmal genau Zeit nehmen, um zu analysieren. Mit Freunden oder Angehörigen, die in dieser Situation eher außenstehend und somit neutraler sind, sprechen. Für werdende Väter, die über eine Trennung nachdenken, wird spezielle fachliche Lektüre angeboten – und auch im Internet finden sich Hilfestellungen und Anregungen, unter anderem auch von Menschen, die schon in einer ähnlichen Situation gesteckt und diese gemeistert haben. Bei Beraterteam.info gibt es zum Beispiel ein Forum rund um Beziehungstipps.
  • Auch Beratungsstellen helfen weiter – den werdenden Vätern ebenso wie den werdenden Müttern. Hier geht man auf die Sorgen der werdenden Eltern ein. Und vielleicht können einige Ängste genommen werden, sodass eine neue Basis geschaffen wird. Eine gute Anlaufstelle bietet beispielsweise das Deutsche rote Kreuz unter drk.de.
  • Oftmals spielt das Alter gerade bei werdenden Vätern eine große Rolle, wenn sie sich nicht wirklich auf den Nachwuchs freuen können. Auch hier sollten Familie und Freunde sowie fachliche Berater mit eingespannt werden.
  • Ein Schwangerschaftsabbruch sollte auf jeden Fall sehr gut überdacht werden. Das ist aber keine Entscheidung, die man spontan aus dem Bauch raus fällen sollte, weil die Beziehung aufgrund der Schwangerschaft gerade vor dem Aus steht oder frisch beendet wurde und man in diesem Moment sehr verletzt ist.
  • Paare sollten sich gegenseitig ein wenig Zeit geben, um mit der Situation zurecht zu kommen. Gegenseitiges Verständnis ist wichtig, egal, ob die Beziehung gerade kriselt oder ob sie schon beendet ist. Wenn die Luft dick ist, dann sollten sich die werdenden Eltern besser an neutralen Orten treffen als in einer Wohnung. In der Öffentlichkeit ist es schwerer, einen Streit eskalieren zu lassen und sich im Eifer des Gefechts mit bösen Worten anzuschreien.
  • Zukunftsängste und Existenzsorgen sind durchaus berechtigt – das gilt für die werdenden Mütter ebenso wie für die werdenden Väter. Die werdenden Eltern müssen sich über ihre Ängste und Sorgen austauschen.
  • Wenn es wirklich zum Aus der Beziehung kommt, ist es wichtig, eine gemeinsame Linie zu finden: Eine Trennung schützt Väter nicht davor, für ihr Kind zu zahlen, denn dem Nachwuchs steht der Kindesunterhalt zu. Auch alleinerziehenden Müttern mit Kindern, die jünger als drei Jahre alt sind, steht ein Betreuungsunterhalt zu – das aber oftmals nur theoretisch. Aber dennoch: Erkundigen Sie sich, lassen Sie sich beraten, klären Sie rechtliche Fragen.
  • Wenn Väter nicht genug verdienen, um ihren Unterhalt für das Kind bezahlen zu können, gibt es einen Unterhaltsvorschuss vom Staat. Auch weitere Unterstützung können sich Alleinerziehende holen: So gibt es unter anderem die Bundesstiftung „Mutter und Kind“ (www.bundesstiftung-mutter-und-kind.de).
  • Ein gutes Netzwerk bilden – und das am besten schon während der Schwangerschaft: Frauen, die von dem Vater ihres noch ungeborenen Kindes getrennt sind, sollten in ihrer Stadt oder über das Internet nach anderen Frauen in ähnlicher Situation suchen, um sich austauschen zu können. Familie, Freunde oder auch gute externe Babysitter sollten rechtzeitig kontaktiert und nach Zeiten gefragt werden, in denen sie fürs Aufpassen zur Verfügung stehen.
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