Tipps zur Erkennung von Asthma bei jungen Kindern

Asthma ist eine der weitverbreitetsten Erkrankungen in Deutschland. In Deutschland sind etwa 8 Millionen Menschen von der Atemwegserkrankung betroffen. Besonders Kinder leiden unter Asthma. Während der Anteil der erwachsenen Asthmakranken bei etwa 5–7 % liegt, ist der Anteil der Kinder, die unter Asthma leiden, mit 10-15 % deutlich höher. Damit ist Asthma bronchiale die häufigste chronische Erkrankung im Kindesalter. Die Erkrankung kann sich im Alter jedoch zurückbilden.

Da die üblichen Symptome von Asthma denen anderer Erkrankungen ähneln, ist es wichtig, Kinder früh bei einem möglichen Asthmaverdacht untersuchen zu lassen. Wird die Atemwegserkrankung früh erkannt, können Kinder mit Asthmadiagnose ein relativ beschwerdefreies Leben führen. Wer vermutet, das eigene Kind könne unter Asthma leiden, sollte besonders auf folgende Symptome achten. Treten diese auf, sollte man einen Arzt für eine genaue körperliche Untersuchung konsultieren.

Husten bei körperlicher Anstrengung

Tritt beim Kind regelmäßig Husten beim Rennen und Toben auf, könnte dieser ein Hinweis auf Asthma sein. Die körperliche Anstrengung belastet die Lunge sehr und führt bei Asthmapatienten häufig zu tiefen und lang anhaltenden Husten. Auch ein deutlich zu Hörendes keuchen kann auf eine Lungenerkrankung hinweisen.

Tiefer Husten

Tiefer Husten ist ein eindeutiger Hinweis auf Asthma. Klagt das Kind über Schmerzen in der Brust und hustet regelmäßig tief aus der Lunge heraus, ist eine Asthmaerkrankung wahrscheinlich. Es gilt, den Husten des Kindes genau zu beobachten. Ist dieser deutlich kratzend und tief, sollte man einen Arzt aufsuchen.

Kind mit Husten | © PantherMedia /ilona75

Nächtlicher Husten

Viele der Kinder, die unter Asthma leiden, wachen nachts auf, da sie ohne große Vorwarnung einen Hustenanfall erleiden. Der lang anhaltende Husten kann mehrere Minuten dauern und eine Qual für die Kleinen sein.

Das Kind kann nicht mit Gleichaltrigen Mithalten

Kann das Kind beim Sport und bei Toben körperlich nicht mit den anderen mithalten und kommt schnell außer Atem, ist dies ein eindeutiger Hinweis auf eine Lungenerkrankung. Durch das Asthma sind die Atemwege gereizt und Betroffene können so weniger Sauerstoff in der Lunge aufnehmen. „Hechelt“ das Kind regelmäßig im Spiel mit Gleichaltrigen hinterher, ist eine Asthmaerkrankung wahrscheinlich.

Gute Behandlungsmöglichkeiten

Asthma bronchiale lässt sich inzwischen sehr gut medikamentös behandeln. Es gibt atemwegserweiternde und entzündungshemmende Medikamente gegen Asthma. Erstere werden besonders bei akuten Problemen eingenommen, Letztere über einen langen Zeitraum. Es gibt unterschiedliche Darreichungsformen, wobei die bekannteste wohl der Inhalator, der bei akuten Beschwerden eingesetzt wird, ist.

Kinder, die an Asthma leiden, können durch die Medikamente meist ein normales Leben führen. Auch die Teilnahme am Sportunterricht ist nach etwas Vorbereitung möglich. Bei etwa 50 Prozent der betroffenen Kinder bildet sich die Krankheit in der Pubertät zurück und es kommt im Erwachsenenalter zu keinen Symptomen mehr.

Frühe Diagnose wichtig

Da Asthmaanfälle mitunter lebensbedrohlich sein können, ist eine frühe Diagnose der Krankheit sehr wichtig. So kann man nicht nur mit Medikamenten die Lebensqualität betroffener Kinder verbessern, sondern hat auch immer Notfallmedizin an der Hand. Zudem kann man durch vorbeugende Maßnahmen verhindern, dass es zu Asthmaanfällen kommt.