Baby mit Schnuller | © panthermedia.net /Zsolt Nyulaszi

Tipps zum Thema Babyschnuller – Empfehlenswert oder unnötig?

Es ist kein Geheimnis, dass jedes Baby mit einem Saugreflex geboren wurde. Bereits im Mutterleib nuckelt das Ungeborene schon an seinen Daumen. Kein Wunder, dass dieses Verhalten auch noch nach der Geburt auftreten kann und in den meisten Fällen auch wird. An dieser Stelle setzt der Babyschnuller ein. Dieser ersetzt für viele Babys später den Daumen und ist die deutlich hygienischere Alternative. Doch sind Schnuller wirklich empfehlenswert oder doch eher unnötig?

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Das erste Mal für den Babyschnuller

[dropcap]W[/dropcap]enn man dem Kind das erste Mal den Babyschnuller anbietet, ist etwas Fingerspitzengefühl gefragt. Wird der Schnuller nämlich zu früh eingesetzt so kann es negative Folgen beim Stillen haben. Das Saugen trägt zwar zur Beruhigung bei, mindert aber auch das Hungergefühl. Besonders Neugeborene haben noch Probleme dieses Gefühl richtig einzuordnen. Somit sollte man mit dem Einsatz des Schnullers immer ein wenig warten.

Dennoch kann der Sauger ohne Probleme auch schon bei Neugeborenen angewendet werden, aber nicht gleich nach der Geburt. Es sollten bereits einige Wochen vergangen sein. Das Baby konnte sich in diesem Fall dann bereits an das Stillen mit der Brust gewöhnen und wird sich an das Saugen zurückerinnern. Nach ein paar Wochen, ungefähr wenn das Kind beginnt aus der Flasche zu trinken, ist die richtige Zeit für den Babyschnuller gekommen.

Ab wann ist der Schnuller ein Tabu?

Schluss mit Schnuller | © panthermedia.net /akulamatiau

Schluss mit Schnuller | © panthermedia.net /akulamatiau

Wie lange man dem Baby den Schnuller gibt, ist in keinem Buch vorgeschrieben. Bis zu einem gewissen Maße entscheidet auch hier der Einzelfall. In der Regel sollte die Entwöhnung vom Schnuller nach der Vollendung des dritten Lebensjahres erfolgen. Aller spätesten sollte das Kind bis zur Einführung in die Schule vom Schnuller entwöhnt worden sein. Am besten erreicht man dies, indem man den Nuckel ab dem zweiten Lebensjahr nur noch sporadisch anbietet. Der Babyschnuller dient zwar zur Beruhigung und ist eine durchaus bewährte bewährte Möglichkeit, dennoch sollte er auf keinen Fall zum Dauerbegleiter werden.

Auch wenn das Kind schreit und weint, sollte der Babyschnuller nur im absoluten Notfall eingesetzt werden. Die Schnuller schränken die Bewegungen des Gesichts ein und können somit zu nachhaltigen Folgen führen. Je sporadischer man ihn einsetzt, umso besser und leichter wird auch die Entwöhnung. Ebenso gilt es auf die Signale des Kindes zu achten. Ballt dieses beispielsweise die Faust, wenn man den Babyschnuller reichen möchte oder spuckt diesen aus, so kann dies ein klares Zeichen dafür sein, dass er nicht länger benötigt wird.

Mögliche Folgen für die Gesundheit

Welcher ist der Richtige? | © panthermedia.net /TONO BALAGUER

Welcher ist der Richtige? | © panthermedia.net /TONO BALAGUER

Zu langes Nuckeln kann die Gesundheit des Babys nachhaltig beeinträchtigen. Dadurch, dass das Gesicht und Gesichtszüge durch den Nuckel nicht vollkommen entfaltet werden können, kann das Kind nicht richtig Lachen und sich auch nicht artikulieren. Dies führt auf Dauer dazu, dass sich Sprachprobleme oder auch ein ständiges Sabbern entwickeln kann.

Je länger der Babyschnuller eingesetzt wird, desto höher ist auch die Gefahr von Zahnfehlstellungen. Ebenfalls ist das Zusammenspiel zwischen den Lippen und dem Kiefer oft gestört, wehalb wir deshalb und auch aufgrund der anderen möglichen Nebenwirkungen ab einem gewissen Moment auf Babyschnuller verzichten sollten.

Drei empfehlenswerte Schnuller-Modelle

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Ein günstiges und trotzdem gutes Modell ist der Night Silikon von MAM. Dabei handelt es sich um einen Silikonschnuller, welcher im Doppelpack bereits für 5,49 Euro erhältlich ist. Dieses Produkt weist eine symmetrische Form auf die den Vorteil hat, dass das Baby beim Saugen keine Fehler machen kann. Der Schnuller liegt dadurch hervorragend im Mund. Das Silikon ist weich und lässt sich gut formen, wodurch ihm ein hoher Tragekomfort ermöglicht wird. Durch kleine Löcher am Rande des Schnullers wird der Mund gut belüftet und die Atmung kann nicht beeinträchtigt werden.

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Das zweite empfehlenswerter Modell ist der Avent SCF180/23 von Phillips. Dieser weist ebenfalls eine symmetrische Form auf und passt sich somit dem Baby sehr gut an. Das Silikon ist geschmacks- und geruchsneutral und lässt sich gut reinigen. Für die zusätzliche Hygiene sorgt eine Abdeckkappe, welche den Silikonteil schützt. Die einfache Form ist sehr kindgerecht und kann somit durch hohen Tragekomfort überzeugen. Für 5,90 Euro ist dieser Babyschnuller im Handel erhältlich.

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Drittes Modell in unserer Reihe ist der Miss Denti von NIP. Auch dieser Schnuller besteht aus Silikon und ist sehr anpassungsfähig. Er hat eine auffällige Flügelform, mit welcher Zahnfehlstellungen vorgebeugt werden soll. Durch einen kurzen Steg zwischen Saugelement und Rückenkappe wird ein unnötiger Abstand verhindert, wodurch die Zähne des Kindes den Silikonsauger vollkommen umfassen können. Die breiten Flüge verteilen den Druck optimal und für circa 4,90 Euro pro Schnuller ist er auch preislich absolut im Rahmen.

Fazit zum Thema Babyschnuller

Glücklich schlummern | © panthermedia.net /Manuel Tennert

Glücklich schlummern | © panthermedia.net /Manuel Tennert

Wenn es um Babyschnuller geht gibt es natürlich viele allgemeinbekannte Erfahrungswerte und Tipps, aber letztendlich ist es die Entscheidung der Eltern und des Babys selbst ob ein Schnuller in Gebrauch kommt oder nicht. Natürlich sollte die Verwendungsdauer nicht allzu lange sein, da Zahnfehlstellungen und Co. die Folge davon sein können. Doch schon seit langer Zeit gibt es sowohl Kinder, die Schnuller bevorzugen als auch Kinder, die lieber an ihrem Daumen oder Zeigefinder nuckeln. Meist ist das keine Sache von Gewohnheit sondern von Bevorzugung und diese trifft man ganz individuell.