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Babyzimmer einrichten – Was braucht ihr wirklich?

Wenn der erste Nachwuchs ansteht und es nicht mehr lange dauert bis zur Geburt, sollten sich die werdenden Eltern so langsam mit dem Einrichten des Babyzimmers beschäftigen. In der Schwangerschaft spielen die Hormone verrückt und die werdende Mama hat ein starkes Bedürfnis danach, ein kuscheliges und gemütliches Nest fürs Baby zu bauen. Viele Eltern gehen bei der Einrichtung des Babyzimmers jedoch „All-In“ und ärgern sich später über den Kauf vieler Dinge, die sie eigentlich gar nicht brauchen. Wir zeigen euch im Folgenden, was ihr wirklich als Erstausstattung für euer Babyzimmer brauchen könnt und wie ihr es gemütlich und sicher gestaltet.

So wird‘s richtig gemütlich

Bevor die Möbel ins neue Babyzimmer kommen, widmen wir uns zunächst einmal der Raumgestaltung. Am Bodenbelag braucht ihr nichts zu ändern, wenn ihr nicht möchtet. Dafür könnt ihr euch bei den Wänden und der Decke mal so richtig austoben. Die Vorstellung, dass ein Mädchenzimmer rosa und ein Jungszimmer blau sein muss, ist schon lange veraltet. Wählt eine Farbe aus, die euch am besten gefällt. Sucht euch bei der Farbentscheidung den goldenen Mittelweg. Farben können das Baby stimulieren. Da sie Farbimpulse viel stärker wahrnehmen als Erwachsene, sollte die Wandfarbe aber auch nicht zu grell sein.

Wer sich nicht zwischen Tapeten und Farben entscheiden kann, versucht einfach eine Mischung aus beidem. Eine Wand mit gemusterter Tapete und einfarbig gestrichene Restwände ergeben meist eine sehr harmonische Kombination – ideal fürs Kinderzimmer. Auch die Decke darf beim Kinderzimmer gerne mitgestaltet werden. Das Baby wird oft liegen und auch die ein oder andere Minute an die Decke gucken. Wie wäre es mit einem selbstgebastelten Sternenhimmel an der Decke?

Konzentration auf‘s Wesentliche

Was kommt ins Kinderzimmer | © PantherMedia / dolgachov (YAYMicro)

Schlafen, Wickeln und Essen sind in den ersten Monaten im Leben eures Babys das Wichtigste. Es reicht also aus, wenn ihr euch am Anfang auf das Wesentliche konzentriert. Dazu gehören natürlich unter anderem ein Wickelplatz mit jeder Menge Stauraum für Wickelutensilien und Babykleidung. Ein Kleiderschrank ist zu diesem Zeitpunkt noch unnötig, denn euer Baby braucht anfangs noch keine große Garderobe, da es sowieso schnell aus den Sachen herauswachsen wird. Regale zum Verstauen der Spielsachen, ein richtiger Kleiderschrank sowie Tisch und Stühle für Kinder braucht ihr auch noch nicht. Manche Eltern kaufen jedoch lieber alles auf einmal, damit das Zimmer direkt von Anfang an kindgerecht und „fertig“ aussieht. Auch das ist natürlich vollkommen in Ordnung.

In der ersten Zeit wird das Baby vermutlich in einem Beistellbettchen im Zimmer der Eltern schlafen. Da es nachts noch oft aufwacht und gefüttert werden will, müssen die Eltern nicht erst ins Nebenzimmer laufen und haben so auch nachts immer ein Auge auf das Kind. Ein eigenes Babybett gehört aber natürlich trotzdem zur Grundausstattung eines jeden Babyzimmers. Auf Kissen, Decken und Kuscheltiere solltet ihr am Anfang verzichten, da diese eine Erstickungsgefahr für das Kind bedeuten und somit eine Gefahr fürs Baby sind. Am sichersten schläft das Baby in einem Baby-Schlafsack. Der sollte, genauso wie Matratze und Laken auch, schadstoffgeprüft sein.

Im Babyzimmer zudem eine Stillecke einzurichten ist eine gute Idee. So hat die neue Mama immer einen Rückzugsort. In dieser Ruheoase kann sie, auch wenn mal Besuch da ist, ganz in Ruhe und ungestört das Baby stillen.

Sicherheit im Babyzimmer

Sicherheit im Kinderzimmer | © PantherMedia / belchonock

Auch wenn das Neugeborene noch so klein ist, schon bald wird es anfangen zu krabbeln und sich zu einem neugierigen Kleinkind zu entwickeln, das nach allem greift was ihm zwischen die Finger kommt. Das Zimmer sollte also schon vor der Geburt des Kindes babysicher gemacht werden. Alle Möbelstücke die potentiell umkippen könnten, sollten an der Wand befestigt werden. Das gilt vor allem für Wickelkommoden, Schränke und Regale. Die Wickelkommode sollte eine Randsicherung haben, sodass die Wickelauflage nicht verrutschen kann und gefährliche Stürze verhindert werden. Alle Gegenstände und Möbel im Kinderzimmer müssen aus unbedenklichen Materialien bestehen. Eventuelle Stromkabel sollten so gut wie möglich versteckt oder außer Reichweite der Kinder angebracht werden. Steckdosen werden mit einer Kindersicherung versehen, sodass die kleinen Finger nicht in die Steckdose hineinfassen können.

Fazit

Das Einrichten des Babyzimmers ist ein aufregender Teil der Schwangerschaft. Die Vorfreude auf das neue Familienmitglied steigt und man kann es kaum erwarten, das kleine Wesen endlich kennenzulernen. Manche Eltern möchten direkt am Anfang schon alles auch für die Zeit bereit haben, wenn das Baby zum Kleinkind wird und anfängt zu spielen. Die anderen schaffen erst einmal nur das Nötigste an und besorgen dann nach und nach neue Dinge wenn das Kind älter wird. Über die Grundausstattung hinaus ist das natürlich jedem selber überlassen, doch auch wer anfangs nur das Nötigste kaufen will, der kann seiner Fantasie bei der Gestaltung freien Lauf lassen.

Tapetenauswahl für das Kinderzimmer

[dropcap]D[/dropcap]ie Tapete ist häufig der Ausgangspunkt für eine kreative und moderne Gestaltung von Kinder- und Jugendzimmern. Bei den Tapeten im Kinderzimmer kann man nicht nur zwischen den verschiedenen Materialien und Strukturen wählen, sondern auch zwischen den verschiedenen Farben und Motiven. Bei der Gestaltung der Kinderzimmer verlässt so manche Eltern die Fantasie. Häufig werden die Babyzimmer in Hellrosa, Hellblau oder in einem dezenten Grünton gehalten. Wenn die Kinder älter werden, wünschen sie sich häufig eine andere Gestaltung ihrer Wände. Dabei kann es, wenn es nach den Kindern geht, nicht bunt genug sein.

Kinderzimmer von Vorschul- und Grundschulkindern

Wenn die Kinder alt genug sind, sollten sie aktiv in die Gestaltung von ihrem Kinderzimmer mit einbezogen werden. Kinder haben ihre eigene Vorstellung vom Aussehen ihres Zimmers und der Tapete. Daher sollten sie bei der Auswahl der Tapete für ihr Kinderzimmer mit einbezogen werden.

Während die Eltern darauf achten, dass das Material hochwertig und gut zu verarbeiten ist, wünschen die Kinder sich bunte Motive. Besonders beliebt sind Motivtapeten mit Comicfiguren, Figuren aus Trickfilmen oder Märchen. Bei den Jungs sind Rennwagen, Weltallmotive, Fußballmotive aber auch Flugzeuge sehr beliebt.

Bei den Mädchen sind es Tiere wie Pferde aber auch Feen oder Meerjungfrauen. Wenn die Motive sehr groß sind, kann es sinnvoll sein, die Motivtapeten nur in Teilen vom Kinderzimmer anzubringen. Im Fokus der Gestaltung eines Kinderzimmers liegt eher die Akzentuierung aber auch das Erschaffen eines harmonischen Gesamtbildes, sodass sich die Kinder in dem Raum wohlfühlen.

Motivtapeten sind entweder aus Papier, Vlies oder aus Raufaser. Alle drei Tapetenarten sind leicht zu verarbeiten. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, dass weder in der Tapete noch in dem Kleister Schadstoffe enthalten sind, die in die Luft der Kinderzimmer gelangen.

Kinderzimmer von älteren Kindern gestalten

Wenn die Kinder älter werden, nehmen sie oftmals Abstand von Comicmotiven und Märchentapeten. Während Kinderzimmer häufig noch bunt gestaltet sind, werden die Farben und auch die Motive bei den älteren Kindern und Jugendlichen dezenter. Hier kehren die Mädchen häufig zu zarten Pastelltönen oder rosafarbigen Wänden zurück. Jungen hingegen wünschen sich eher Grautöne oder grüne Tapeten. Auch hier können farbige Akzente gesetzt werden. Hier kann es sinnvoll sein, die Wände im Kinderzimmer mit einer Magnetfarbe zu streichen. So können die Jugendlichen ihre Poster oder Plakate mit Magneten an der Wand befestigen und müssen diese nicht mit Reißzwecken an die Wand bringen. Die Magnetfarben, die auf die Tapeten aufgebracht werden, gibt es in verschiedenen Farben, sodass auch hier mit der Magnetfarbe farbige Akzente gesetzt werden können. Auch bei den älteren Kindern können Motivtapeten im Kinderzimmer angebracht werden.

Kinderzimmer langfristig gestalten

Falls Eltern das Kinderzimmer nicht komplett neu tapezieren möchten, wenn das Kind die Kindertapete nicht mehr mag, sollten Tapeten mit dezenten Farben für die Kinderzimmer gewählt werden. Auf den Papier-, den Vlies- aber auch auf den Raufasertapeten können Sticker oder Bordüren für mehr Abwechslung und Farbenfreude im Kinderzimmer sorgen. Werden die Sticker so angebracht, dass sie leicht wieder gelöst werden können, muss das Kinderzimmer nicht neu tapeziert werden, sondern die Tapeten können einfach überstrichen werden.

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