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Finanzplanung im Babyglück – Wie viel kostet eigentlich ein Baby?

Wenn zwei Menschen die Entscheidung treffen gemeinsam ein neues Leben zu erschaffen, ist das ein extrem großer Schritt für sie. Nach einer aufregenden Vorbereitungszeit von rund neuen Monaten ist es dann soweit: Aus einem Paar werden Eltern mit Kind. Das Baby ist da und nun folgen noch viele weitere Ereignisse, neue Erlebnisse und Aufgaben. Doch das Bild, welches Mamas und Papas oft von diesen kleinen, niedlichen Menschlein haben, die einem das Leben rund um die Uhr versüßen, kommt auch immer einher mit dem Gedanken an das liebe Geld. Das Budget für ein Baby ist für viele kaum einschätzbar und deshalb auch eine so schwer zu messende Zahl. Weiterlesen

Baby- und Kinderkleidung verkaufen: Wie man die Haushaltskasse aufbessern kann

[dropcap]R[/dropcap]ein in die Klamotten – raus aus den Klamotten. Babys und Kinder wachsen in einem enormen Tempo – und deshalb hat man auch nicht wirklich lange etwas von der der süßen Babymode oder schicken Kinderkleidung. Denn schnell werden die Sachen zu kurz, zu eng, zu klein. Wenn dann nicht sofort das nächste kleine Geschwisterkind heranwächst, das die Sachen weiter tragen kann, dann wird die Kleidung oftmals einfach in Kartons verstaut und fristet ein langweiliges Dasein im Keller oder auch dem Dachboden.

Bei Kinderschuhen, die in guter Qualität oftmals auch viel Geld kosten, sieht das ähnlich aus. Es muss aber nicht sein, dass Kleidung und Schuhe einfach vergessen werden, denn schließlich kann man die Sachen nach dem Rauswachsen der Kinder einfach verkaufen und dadurch bares Geld machen und die Haushaltskasse aufbessern.

Wie und wo kann ich Kinderkleidung verkaufen?

  • Der klassische, traditionelle Weg ist sicherlich ein Flohmarkt oder ein Kinderklamottenmarkt. Viele dieser Märkte werden von Kindergärten oder Schulen oder anderen Einrichtungen angeboten. Diese organisieren den Markt, sorgen in der Regel mit einer Cafeteria für die Verpflegung der Besucher und auch der privaten Händler. Oftmals organisieren sie auch ein Rahmenprogramm, damit die Kinder beschäftigt sind, während Mama und Papa Kinderklamotten und auch Spielzeug zu barem Geld machen.
     
    Bei solchen Märkten muss eine Standgebühr gezahlt werden, damit die Organisatoren ebenfalls etwas von dem Markt haben und ihre Kasse auffüllen. Kinderklamottenmärkte und Flohmärkte sind sicherlich eine gute Möglichkeit, zu klein gewordene Baby- und Kinderkleidung zu verkaufen und dabei auch noch nette Leute zu treffen. Der Nachteil ist jedoch, dass man morgens erst einmal Kisten schleppen und den Stand aufbauen muss – und nach Ende des Marktes in der Regel noch auf einigen Klamotten sitzen bleibt, die man wieder verstauen und tragen muss.
  • Seit das Internet etwas Alltägliches geworden ist, ist es auch normal geworden, Kleidung per Ebay oder anderen ähnlichen Plattformen anzubieten und zu verkaufen. Die Sachen werden fotografiert und beschrieben und dann ins Netz gestellt. Interessenten können die Klamotten dann ersteigern.
     
    In der Regel gibt man als Verkäufer ein niedriges Angebot vor, damit nur eine geringe Gebühr gezahlt werden muss. Nachteile sind jedoch, dass man nicht unbedingt immer den gewünschten Preis erzielt und dass man, wenn man viele Sachen zu verkaufen hat, auch viele Pakete packen und per Post verschicken muss. Das kostet oftmals sehr viel Zeit. Günstiger ist es also, eine große Kiste mit Kinderkleidung zusammenzustellen und diese komplett zu verkaufen.
  • Auch für so eine Art von einem Groß-Verkauf gibt es heutzutage natürlich verschiedene Plattformen. Auf der Seite Kleiderfuchs.de kann man zum Beispiel sehr gut Kinderkleidung verkaufen. Hier werden feste Preise gezahlt.
     
    Die gebrauchte Kleidung wird nach bestimmten Vorgaben eingetragen und bei einer bestimmten Menge durch DHL abgeholt oder portofrei verschickt. Schon nach sieben Tagen bekommt man das Geld für die Kleidung. Man muss – im Vergleich zu anderen „Flohmärkten“ im Internet – bei Preisfuchs.de oder anderen vergleichbaren Portalen keine Auktion selbst betreuen und auch nicht mit Kunden handeln. Und mit einem Rutsch ist man seine gebrauchte Ware los und hat noch ganz schnell und unkompliziert ein paar Euro verdient.

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Was sollte ich während der Schwangerschaft vermeiden und was tut mir gut?

Übelkeit am Morgen ist nur eine von vielen Begleiterscheinungen in der Schwangerschaft. Die Brüste spannen, Sie haben Sodbrennen, leiden vielleicht unter Wasserablagerungen, haben Schwangerschaftsbluthochdruck, alles verändert sich. So schön die [dropcap]V[/dropcap]orfreude auf das Baby auch ist – Frauen müssen in den 40 Wochen der Schwangerschaft auch einiges einstecken. Der Körper verändert sich sehr. Zu den möglichen körperlichen Beschwerden gesellen sich in dieser Zeit aber nicht selten aber auch Ängste. Wir wollen Ihnen hier einige Tipps geben, damit Sie Ihre Schwangerschaft trotz Beeinträchtigungen, Sorgen und Beschwerden genießen und als eine spannende und aufregende Zeit erleben können.

Wie komme ich gesund und gut durch die Schwangerschaft?

  • Informieren Sie sich gut, damit Ihnen – auch wenn Sie es theoretisch natürlich schon wissen – wirklich bewusst wird, dass die Schwangerschaft keine Krankheit ist, auch wenn Sie sich vielleicht manchmal so fühlen. Sie befinden sich eben nur in „anderen Umständen“. Bei Ihrem Frauenarzt bekommen Sie ausreichend Material und auch Hilfestellungen, welche Beschwerden normal und keineswegs Besorgnis erregend sind und wie man mit möglichen Beschwerden umgehen kann.
  • Kaufen Sie sich Lektüre zum Thema Schwangerschaft, tauschen Sie sich in Internet-Foren mit anderen werdenden Müttern aus, reden Sie mit Verwandten oder Freundinnen über mögliche Ängste.
  • Ernähren Sie sich ausgewogen und gesund. Achten Sie darauf, dass Sie täglich Gemüse und Obst und Kohlenhydrate (bevorzugt Vollkorn), Proteine (zum Beispiel Fisch, Nüsse oder Hülsenfrüchte) sowie Milch und Milchprodukte zu sich nehmen.
  • Durch regelmäßige Bewegung (aber dabei kein Sport mit Verletzungsrisiken) stärken Sie Ihre Kraft und Ausdauer, die Sie brauchen werden, um das zusätzliche Gewicht zu tragen und den Stress während der Geburt besser bewältigen zu können. Außerdem können Sie so nach der Geburt schneller wieder Ihre alte Figur zurückbekommen. Bewegung steigert zudem die gute Laune. Viel frische Luft und das Ausnutzen von sonnigen Tagen helfen, den Schwangerschaftsblues fern zu halten.
  • Machen Sie Beckenbodengymnastik. Die Beckenbodenmuskeln stützen die Harnblase, Scheide und den Darm.
  • Machen Sie häufiger Mal eine Pause und lassen sich von anderen Menschen helfen, wenn Sie sich erschöpft fühlen und Dinge des Alltags nicht mehr so erledigen können, wie Sie es gewohnt sind.
  • Nehmen Sie sich Zeit für Ihre Partnerschaft und genießen Sie freie Momente.

Was sollten Schwangere besser nicht tun?

  • Sie sollten während der Schwangerschaft nicht mehr bedenkenlos alle Nahrungsmittel zu sich nehmen. Seien Sie sorgfältig bei dem, was Sie essen. Verzichten Sie in der Schwangerschaft sicherheitshalber auf einige Dinge, denn vermeintlich harmlose Lebensmittel können ein Gesundheitsrisiko für Ihr Kind bedeuten. Vorsichtig sollten Sie zum Beispiel bei Käse sein. Denn einige Weichkäsesorten wie Camembert oder Brie sowie Gorgonzola oder Blauschimmelkäse können Listerien enthalten. Diese Bakterien können zu Erkrankungen des Babys führen. Essen Sie auch kein rohes oder halbgares Fleisch.
  • Gemüse und Salat sollten immer sehr gründlich gewaschen werden, damit Schmutz und Erde komplett entfernt werden.
  • Trinken Sie keinen Alkohol und stellen Sie das Rauchen ein.
  • Trinken Sie auch weniger Koffein. Versuchen Sie, auf entkoffeinierten Kaffee umzusteigen und viel Wasser zu trinken. Wichtig ist es, dass Sie sich in der Schwangerschaft keinen zusätzlichen Stress aufhalsen, damit Sie entspannt durch diese besondere Zeit gehen können. Im ersten Drittel der Schwangerschaft werden Sie möglicherweise unter Übelkeit leiden, aber Sie sind körperlich noch nicht so eingeschränkt. Versuchen Sie, in dieser Zeit einige Sachen zu managen und zu klären. Dann wird es Ihnen noch leichter als zu einem späteren Zeitpunkt fallen.

Endlich schwanger: Was sollte erledigt werden?

  • Erledigen Sie unvermeidbaren Schriftkram gleich. Sie werden sich besser fühlen, wenn Sie nicht dagegen anschauen müssen, die Papiere für spätere Anträge auf Kindergeld etc. noch ordnen und sortieren zu müssen.
  • Informieren Sie Ihren Arbeitgeber über die Schwangerschaft und den errechneten Geburtstermin. Machen Sie sich rechtzeitig Gedanken darüber, wie lange Sie zuhause bleiben wollen. Wenn Sie vorhaben, schon nach einigen Monaten wieder in den Berufsalltag zurückzukehren, informieren Sie sich frühzeitig über Betreuungsangebote.
  • Holen Sie sich rechtzeitig Ihre Vorsorgetermine beim Arzt und suchen Sie sich auch beizeiten eine Hebamme.
  • Melden Sie sich zu einem Geburtsvorbereitungskurs an. Sinnvoll ist der Kursstart ungefähr ab dem sechsten Monat.
  • Suchen Sie sich eine Klinik oder ein Geburtshaus aus oder sprechen Sie mit Ihrer Hebamme über eine Hausgeburt, wenn das für Sie in Frage kommt.
  • Wenn Sie es bislang noch nicht getan haben, dann erkundigen Sie sich, ob Ihnen Mutterschaftsgeld zusteht und wo Sie es beantragen müssen. Besorgen Sie sich Anträge auf Elterngeld, Kindergeld und füllen Sie diese so weit wie möglich aus.

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Verstopfung bei Babys: Welche Anzeichen gibt es und wie kann ich meinem Kind helfen?

[dropcap]B[/dropcap]abys, die Säuglingsnahrung bekommen, neigen eher zu Verstopfungen, weil die Pre- oder Folgemilch schwerer verdaulich ist als Muttermilch. Der Stuhlgang von Stillbabys ist hingegen eher weich und flüssig. Wenn Ihr Baby sich anstrengen muss, um in die Windel zu machen, dann ist das noch nicht automatisch eine Verstopfung.

Sie werden die Geräusche und Gesichtsausdrücke Ihres Kindes, wenn es gerade in die Windel drückt, schnell kennen lernen und wissen, was bei Ihrem Kind ein normaler Windelinhalt ist und was nicht. Ältere Babys sind übrigens zunächst häufiger mal verstopft, weil sie sich erst an Brei und Beikost gewöhnen müssen. Der kleine Körper muss erst lernen, mit der neuen Nahrung zurechtzukommen. Zu wenig Ballaststoffe und zu wenig Flüssigkeit können ebenfalls zu Verstopfung führen.

Woran merke ich, dass mein Baby Verstopfung hat?

  • Bei Stillbabys kann die Bandbreite des Stuhlgangs sehr variieren. Es ist nichts außergewöhnliches, wenn mal einige Tage nichts Großes in der Windel ist. Bei weniger als drei vollen Windeln pro Woche sollten Sie jedoch reagieren.
  • Sie werden es vermutlich am Verhalten Ihres Babys merken, wenn tatsächlich eine echte Verstopfung vorliegt. Anzeichen für eine Verstopfung können offensichtliche Schmerzen, Weinen oder Gereiztheit sein.
  • Ein trockener, harter, kugelförmiger Stuhl, der nur schwer herauskommt, ist ebenfalls ein Anzeichen für eine Verstopfung wie übel riechende Blähungen. Fühlen Sie vorsichtig den Bauch Ihres Babys. Verstopfungen zeigen sich unter anderem auch durch einen harten Bauch.

Verstopfung beim Baby: Was kann man dagegen tun?

  • Bevor Sie selbst irgendwelche Maßnahmen ergreifen, sollten Sie mit dem Kinderarzt sprechen. Er wird Ihr Baby und vermutlich auch eine Stuhlprobe untersuchen. Möglicherweise verschreibt der Arzt Glycerin-Zäpfchen aus der Apotheke.
  • Hilfreich für die Verdauung des Babys ist aber, wenn Sie mit den Beinen Ihres Kindes Fahrrad fahren. Dadurch kann sich der Stuhl nämlich besser durch den Darm bewegen.
  • Wenn Ihr Kind Säuglingsnahrung bekommt, dann geben Sie ihm zwischen den einzelnen Mahlzeiten Wasser. Keinesfalls sollte aber die Milch verdünnt werden. Halten Sie sich immer an die vorgegebene Dosis.
  • Wechseln Sie möglicherweise die Marke der Babynahrung.
  • Bei älteren Babys, die schon Brei bekommen, sollten Sie auch immer auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr achten. Wenn Ihr Baby nicht genug Flüssigkeit bekommt, kann das zu einem harten und trockenen Stuhl führen, der sich nur schwer herausdrücken lässt.
  • Reis und Bananen stopfen. Reduzieren Sie solche Lebensmittel.

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Sorgerecht – welche Regelungen gibt es bei unverheirateten Eltern

[dropcap]D[/dropcap]ie korrekte Bezeichnung lautet „elterliche Sorge“ und gemeint sind damit das Recht und die Pflicht, für ein minderjähriges Kind zu sorgen. Das beginnt bei der Pflege und Erziehung und geht weiter bis zur Verwaltung der Vermögenswerte. Bei verheirateten Eltern wird diese Sorge automatisch gemeinsam ausgeführt, anders sieht es jedoch bei unverheirateten Eltern aus.

Hier hat nämlich zunächst die Mutter allein das Sorgerecht. Das können Vater und Mutter jedoch durch die Abgabe von Sorgeerklärungen ändern – und das bereits vor der Geburt des Kindes oder auch zu einem späteren Zeitpunkt. Ist die Mutter nicht einverstanden, können unverheiratete Väter inzwischen sogar auch das gemeinsame Sorgerecht beim Familiengericht beantragen – dazu aber später mehr.

Was ist besser: gemeinsames oder alleiniges Sorgerecht?

  • Wenn Eltern sich nicht sicher sind, ob sie eine gemeinsame Sorgeerklärung abgeben sollen, dann sollten sie sich fachkundig beraten lassen. Ansprechpartner gibt es zum Beispiel bei den Jugendämtern.
  • Bei unverheirateten Paaren, die zusammenleben und das Kind auch gemeinsam erziehen möchten, wird das gemeinsame Sorgerecht auf jeden Fall empfohlen. Denn es bringt für die Väter die Sicherheit, dass sie zum Beispiel bei der Gesundheitsvorsorge mitentscheiden dürfen.
  • Auch bei möglichen Trennungen bleibt das gemeinsame Sorgerecht bestehen – für unverheiratete Väter also eine weitere Sicherheit.
  • Ein gemeinsames Sorgerecht kann getrennt lebende Paare zwar durchaus auf eine harte Probe stellen, weil sie schließlich allen Zwistigkeiten zum Trotz zum Wohle des gemeinsamen Kindes miteinander kommunizieren müssen. Fachleute sehen in der gemeinsamen elterlichen Sorge nach Trennung oder Scheidung jedoch einen hohen psychologischen und auch symbolischen Wert. Ein gemeinsames Sorgerecht entspricht in aller Regel dem Wohle der Kinder, sofern nicht schwerwiegende Gründe, wie häusliche Gewalt, dagegen sprechen.
  • Die gemeinsame Sorgeerklärung kann nicht widerrufen werden. Das gemeinsame Sorgerecht kann nur durch ein Familiengericht beendet werden.
  • Wenn ein Elternteil sterben sollte, braucht es keine gerichtliche Entscheidung. Der andere Elternteil übt dann die Sorge alleine aus.
  • Eine gemeinsame Sorge bedeutet nicht, dass getrennte Eltern über alle Kleinigkeiten miteinander verhandeln müssen. Der Elternteil, bei dem das Kind lebt, hat ein in Angelegenheiten des alltäglichen Lebens, nämlich ein so genanntes Alleinentscheidungsrecht.
  • Eine gemeinsame Sorgeerklärung kann schon vor der Geburt des Babys abgegeben werden – aber auch noch lange danach und zwar bis zur Volljährigkeit des Kindes. Die Erklärung muss persönlich abgegeben und beurkundet werden, zum Beispiel vom Jugendamt.

Was bringt das noch recht neue Sorgerecht für unverheiratete Väter?

Seit der Reform des Kindschaftsrechts im Jahr 1998 ist es zwar bereits schon möglich, dass unverheiratete Eltern für ihre Kinder ein gemeinsames Sorgerecht haben können – aber erst seit Mai 2013 können Väter auch dann die Mitsorge beim Familiengericht beantragen, wenn die Mutter nicht zustimmt. Früher war das anders, musste die Mutter der gemeinsamen Sorgeerklärung zustimmen. Andernfalls hatten Väter keine Chance, an den wichtigen Entscheidungen über die Zukunft ihrer Kinder mit beteiligt zu werden. Heute können sie das gemeinsame Sorgerecht erzwingen. Allerdings darf dem Kindeswohl dabei nichts entgegenstehen. Über den Antrag entscheidet das Familiengericht.

Bild: ©BrittaKokemor / iStock / thinkstockphotos.de

Was ist das Wichtigste zur Nabelpflege bei Neugeborenen?

[dropcap]W[/dropcap]ährend der Schwangerschaft war das Loch in der unteren Bauchmitte des noch ungeborenen Kinds der Nabel zur Welt. Der Fötus war über die Nabelschnur mit der Plazenta und damit mit dem Blutkreislauf der Mutter verbunden und wurde dadurch mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Nach der Geburt beginnt das eigenständige Leben, die Nabelschnur wird durchtrennt. Der Rest der Nabelschnur fällt meistens erst zwischen dem fünften und zehnten Lebenstag ab. In den meisten Fällen verheilt der Nabel bei Neugeborenen ohne Probleme. Damit es jedoch nicht zu Entzündungen kommt, sollte einiges beachtet werden.

Was ist wichtig bei der Nabelpflege?

  • Hebammen gehen unterschiedlich mit der Pflege des Nabels um. Einige nutzen Puder, andere antiseptische Flüssigkeiten. Die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation lautet, dass die Nabelpflege nur mit Wasser und eventuell zusätzlich mit Seife erfolgen soll.
  • Je weniger der Nabel berührt wird, umso besser ist es für die Heilung.
  • Auch wenn man Nabel möglichst nicht mit den Fingern berühren sollte, sollte man die Augen offen halten. Denn der Nabel kann sich entzünden.
  • Der Nabel soll unbedingt trocken gehalten werden und von der Windel unbedeckt bleiben.
  • Um sicherzustellen, dass der Nabel trocken gehalten wird, gibt es verschiedene Varianten. Bei der so genannten geschlossenen Variante legt man eine sterile, aber luftdurchlässige Nabelkompresse an. Mit dieser schafft man auch einen Abstand zwischen Haut und der Klemme, die somit nicht scheuern kann.
  • Die Nabelkompresse muss, falls sie feucht wird, sofort ausgewechselt werden. Zuvor muss der Nabel dann vorsichtig trocken getupft werden.
  • Bleibt die Kompresse trocken, dann reicht ein täglicher Wechsel bei der Pflege des Babys.
  • Möglich ist auch die offene Nabelpflege. Bei dieser Variante wird möglichst viel frische Luft an den Nabel gelassen. Die Windel muss dementsprechend umgeschlagen werden, damit Wunde und Klemme nicht bedeckt sind.
  • Wer nach einer alten Methode Puder verwenden möchte, muss die Reste unbedingt einmal täglich entfernen. Dazu sollten aber keine alkoholhaltigen Lösungen benutzt werden.
  • Vor der Nabelpflege sollten unbedingt die eigenen Hände gründlich gewaschen werden. Danach die Wunde mit einem Wattestäbchen und lauwarmen Wasser, das vorher abgekocht wurde, reinigen und anschließend vorsichtig und sanft trocken tupfen.
  • Die Nabelpflege schmerzt übrigens nicht, weil der Nabelschnurrest keine Nerven enthält. Wenn Babys dennoch bei der Pflege weinen, kann es sein, dass sie die Berührung an dieser Stelle als unangenehm empfinden.
  • Wenn der Nabel sich rötet, riecht oder gar blutet, sollte man dieses sofort der Hebamme zeigen oder einen Arzt aufsuchen. Aber dazu kommt es bei Neugeborenen nur selten. Frühgeborene sind allerdings häufiger von Entzündungen betroffen.
  • Wenn der Nabelschnurrest schließlich abgefallen ist, kann es unter Umständen sein, dass noch etwas Wundsekret aus dem Nabel ausgeschieden ist. Meistens ist das ganz harmlos. Bei stärkerem oder länger anhaltendem Austritt von Wundsekret sollte jedoch ein Arzt aufgesucht oder der Nabel der Hebamme gezeigt werden.
  • Der Nabel sollte auch nach dem Wegfall des Nabelschnurrestes noch weiter im Auge behalten werden – und das auch in den folgenden Monaten. Denn beim Nabel handelt es sich um eine recht empfindliche Stelle des kleinen Babykörpers, an der sich leicht Keime ansiedeln können. Deshalb sollte nach jedem Baden genau darauf geachtet werden, dass der Nabel immer trocken ist.

Bildnachweis: ©Dmitriy Shironosov / iStock / thinkstockphotos.de



 

Wie verabreicht man Kindern Medikamente richtig?

[dropcap]I[/dropcap]st der Nachwuchs krank, dann möchte man als Eltern gerne schnell helfen. Nicht immer geht das ohne Medikamente. Aber Antibiotika-Säfte schmecken nicht, von Augentropfen oder Ohrentropfen ist der Nachwuchs ebenfalls wenig begeistert und beim Zäpfchen setzt das große Weinen ein. Weiterlesen

Einschulung: Was sollten Kinder können?

[dropcap]D[/dropcap]er Trend geht immer mehr in die Richtung, dass die Einschulung von Kindern früher erfolgt. Das kann dann auch durchaus sinnvoll sein, wenn ein Kind für sein Alter schon weit entwickelt ist, es unbedingt in die Schule möchte oder sich im Kindergarten nur noch langweilt. Geistige und körperliche Fähigkeiten sollten jedoch nicht isoliert betrachtet werden, denn zur Schulreife gehört noch mehr.

Sprechen Sie deshalb mit der Erzieherin Ihres Kindes, die anhand ihrer Beobachtungen und Erfahrungen sicherlich an- oder abraten kann. Wenn Ihr Kind von der Einschulung zurückgestellt wird, dann nutzen Sie die Zeit bis zum Schulstart, um es in bestimmten Bereichen weiter zu fördern.

Welche geistigen, körperlichen, emotionalen und sozialen Fähigkeiten sollten Kinder vorm Schulstart haben?

  • Achten Sie auf die körperlichen Fähigkeiten: Ist Ihr Kind stabil und gesund, kann es gut sehen und hören. Ist es zum Beispiel in der Lage zu erkennen, woher ein Geräusch kommt?
  • Checken Sie auch die motorischen Fähigkeiten: Kann Ihr Kind ein paar Meter auf einem Strich oder auch auf der Bordsteinkante oder einen Mauer balancieren? Fängt es einen Ball, wenn Sie ihm diesen zuwerfen? Ist es in der Lage, eine Treppe sicher auf- und abzusteigen? Kann es auf einem Bein stehen? Fährt es Fahrrad?
  • Auch die Selbstständigkeit spielt bei der Entwicklung eine große Rolle: Zieht sich Ihr Kind alleine an und aus oder braucht es Hilfe? Kann es Schleifen und Knoten binden? Putzt es sich selbstständig die Zähne?
  • Wenn es um die geistigen Fähigkeiten geht, dann können Sie zum Beispiel darauf achten, ob es kurze Geschichten versteht und den Inhalt auch richtig wiedergibt? Das Interesse an Zahlen, Wörtern und Buchstaben ist ebenfalls ein Anhaltspunkt. Hat Ihr Kind ein gutes Vorstellungsvermögen und auch Fantasie? Ist es in der Lage, logische Schlussfolgerungen zu ziehen. Kennt es die Würfel-Zahlen?
  • Wichtig für einen erfolgreichen Schulstart sind natürlich auch die emotionalen und sozialen Fähigkeiten: Spielt Ihr Kind gerne mit anderen Kindern? Kann es sich über mehrere Stunden von Ihnen als Eltern trennen? Kann es seine Bedürfnisse mitteilen, aber diese auch eine gewisse Zeit zurückstellen? Wirkt Ihr Kind ausgeglichen und zufrieden? Und ist es in der Lage, sich eine bestimmte Zeit auf etwas zu konzentrieren und Arbeiten auch zu Ende zu bringen?

Was sollte mein Kind können, bevor es in die Schule kommt?

Es gibt sicherlich keine Vorgaben, welche Dinge ein Kind bis zur Einschulung können müsste. Vielleicht ist Ihr Kind im emotionalen und sozialen Bereich absolut schulreif und weit entwickelt und hat auch die geistigen Fähigkeiten, um erfolgreich die Schullaufbahn zu beginnen, aber es hinkt im körperlichen Bereich zurück.

Nur weil es mit Balancieren und Ball fangen nicht so klappen will, ist das schließlich kein Grund, das Kind von der Einschulung zurückzustellen. Es geht eben nicht um eine isolierte Betrachtung der Fähigkeiten, sondern um das Ganze. Und jedes Kind ist nun einmal anders. Im Zweifel sollten mit der Erzieherin, der künftigen Schule und mit dem Kinderarzt Gespräche geführt werden.

Bild: ©MachineHeadz / iStock

Wie kann ich das Selbstvertrauen meines Kindes stärken?

[dropcap]E[/dropcap]in positives Selbstwertgefühl und ein gesundes Selbstvertrauen sind die Basis für ein zufriedenes Leben, in dem Herausforderungen gemeistert werden. Und sie sind auch Grundlage für Lernerfolge in der Schule. Weiterlesen

Pflegekinder aufnehmen – was man alles wissen muss?

[dropcap]P[/dropcap]flegeeltern zu sein, ist eine vielseitige und sicherlich auch schöne Aufgabe. Wer mit dem Gedanken spielt, ein Pflegekind in seine Familie aufzunehmen, sollte sich jedoch selbst im Vorfeld ausgiebig mit dem Thema befassen. Denn man übernimmt mit der Aufnahme eines Pflegekindes schließlich auch große Verantwortung.

Welche Voraussetzungen müssen Pflegeeltern erfüllen?

  • Die Voraussetzungen für qualifizierte Pflegefamilien liegen in erster Linie im persönlichen Bereich. Man muss nämlich nicht in der klassischen Familienform, also als verheiratetes Paar, leben, um als Pflegeeltern in Frage zu kommen. Auch nicht verheiratete Paare, gleichgeschlechtliche Paare oder Einzelpersonen können ein Pflegekind aufnehmen.
  • Um ein Pflegekind aufnehmen zu dürften, muss ein erweitertes, polizeiliches Führungszeugnis vorgelegt werden.
  • Man sollte gesund und mindestens 25 Jahre alt sein.
  • Grundsätzlich sollte man die Motivation haben, ein fremdes Kind oder einen Jugendlichen zu betreuen. Außerdem braucht es ein gewisses Einfühlungsvermögen in die Bedürfnisse eines Pflegekinds, denn jedes Kind bringt seine eigene Geschichte mit.
  • Voraussetzung sollten zudem ausreichende zeitliche und räumliche Möglichkeiten sein. Auch eine stabile Lebensplanung und gesicherte finanzielle Verhältnisse sollten vorliegen.
  • Die Bereitschaft, an Qualifizierungsmaßnahmen, zum Beispiel Vorbereitungsseminaren oder Fortbildungsveranstaltungen teilzunehmen, sowie mit den Fachkräften des Jugendamtes oder Familiennetzwerks sowie anderen sozialen Einrichtungen zusammenzuarbeiten, sollte vorliegen.
  • Wichtig sind auch die Toleranz gegenüber anderen Nationalitäten, Religionen und sozialen Schichten sowie die Bereitschaft, unter bestimmten Voraussetzungen den Kontakt zu den leiblichen Eltern des Kindes zu fördern und gegebenenfalls auch eine Rückführung zu unterstützen.
  • Man braucht keine pädagogische Ausbildung, aber dafür auf jeden Fall die Bereitschaft, mit dem Pflegekind vertrauensvoll umzugehen, auch wenn das Kind möglicherweise Verhaltensweisen zeigt, die in der eigenen Lebenswelt ungewöhnlich sind und die man von möglichen eigenen leiblichen Kindern so nicht kennt.

Wie viel staatliche Unterstützung gibt es bei Aufnahme eines Pflegekindes?

  • Wenn Pflegeeltern ein Pflegekind in Vollzeitpflege aufnehmen, dann haben sie generell Anspruch auf Pflegegeld. Das monatliche Pflegegeld ist aber nicht immer gleich hoch. Das hängt vom Bundesland und auch der Pflegeform ab. Das Pflegegeld setzt sich aber generell aus verschiedenen Posten zusammen, nämlich aus den materiellen Aufwendungen und dem Erziehungsbeitrag. Die materiellen Aufwendungen für den Lebensunterhalt sind altersgemäß gestaffelt.
  • Die zuständigen Ministerien der einzelnen Bundesländer erlassen jährlich eine Verordnung, die das Pflegegeld neu festsetzt. Die Höhe des Pflegegeldes kann dabei von Bundesland zu Bundesland, manchmal sogar auch von Jugendamt zu Jugendamt, unterschiedlich hoch sein. Die Stadt Karlsruhe hat das Pflegegeld ab dem 1.1.2014 wie folgt festgelegt (Kosten für den Sachaufwand und Kosten für Pflege und Erziehung): 771 Euro für Kinder bis 6 Jahre, 851 für Kinder von 6 bis 12, 938 Euro für Kinder von 12 bis 18 Jahre.
  • Neben der Vollzeitpflege gibt es auch noch andere Pflegeformen. Bei der Bereitschaftspflege orientieren sich die materiellen Aufwendungen an den Beträgen, die auch für die Vollzeitpflege gezahlt werden. Für die pädagogische Betreuungs- und Erziehungsarbeit erhalten Bereitschaftspflegeeltern aber zum Beispiel oftmals den 2,5-fachen Beitrag.
  • Ein erhöhtes Pflegefeld gibt es unter anderem auch für entwicklungsbeeinträchtigte Pflegekinder.
  • Für alle genannten Pflegeformen werden auch Beiträge für eine Unfallversicherung und Alterssicherung übernommen.
  • Grundsätzlich kann man auch weitere einmalige Beihilfen, zum Beispiel für Bekleidung oder Mobiliar oder für Klassenfahrten beantragen.
  • Bei einer Dauerpflege besteht zudem Anspruch auf Kindergeld.

Ein Pflegekind aufnehmen – wie geht das?

  • Kontakt zum Jugendamt oder zu freien Trägern der Jugendhilfe beziehungsweise den vermittelnden Diensten aufnehmen und sich vor Ort erkundigen
  • Bewerberbogen ausfüllen
  • Die Eignungsfeststellung des Jugendamtes durchlaufen
  • An Papiern benötigen Sie unter anderem ein aktuelles polizeiliches Führungszeugnis, eine Verdienstbescheinigung, ein ärztliches Attest
  • Persönliche Gespräche führen und Vorbereitungsseminare besuchen

Kann man ein Pflegekind ablehnen?

Da es gerade bei allen langfristig angelegten Pflegeverhältnissen sehr wichtig ist, dass das Kind und die Pflegefamilie gut zusammenpassen, sollten Pflegeeltern sogar ablehnen, wenn sie das Gefühl haben, dass es Probleme geben könnte. Entscheidend für die Auswahl bei der Vermittlung eines Pflegekindes sind die Vorstellungen der Pflegeeltern und die individuelle Bedürfnislage des Pflegekindes. Nur wenn Eltern und Pflegekind zusammenpassen, kann eine langfristige und gute Unterbringung gewährleistet werden.

Wer ein Pflegekind aufnehmen möchte, muss selbst sorgfältig prüfen, ob die Familie den besonderen Bedürfnissen des Kindes gerecht werden kann und auch, ob die Situation des Kindes oder Jugendlichen mit den eigenen Erwartungen zu vereinen ist. Man sollte sich zum Beispiel fragen:

  • Sind wir uns sympathisch?
  • Können wir oder kann ich mit diesem Kind zusammenarbeiten?
  • Passt dieses Kind mit seiner Geschichte und seinen Erfahrungen, mit den Verhaltentsweisen und Wünschen in meine beziehungsweise unsere Familie?
  • Passt das Kind zu unseren eigenen Kindern oder droht eine Konkurrenzsituation?

Keinesfalls sollte man zusagen, wenn man noch Bedenken hat.


Bild: ©omgimages / iStock

Wie unterstütze ich mein Kind beim Laufen lernen?

[dropcap]D[/dropcap]as erste Lebensjahr ist aufregend und spannend. Der Nachwuchs wird immer kräftiger und lernt, die eigenen Bewegungen besser zu koordinieren. Ein ganz großer Schritt im Leben eines Babys ist der erste Schritt beziehungsweise sind es die ersten, meistens ja noch sehr unkoordiniert aussehenden, staksigen Tapser. In welchem Alter es dazu kommt, ist oftmals sehr unterschiedlich. Manche Kinder machen lange Zeit keine Anstalten, sich aufrecht fortbewegen zu wollen, sondern krabbeln viel lieber auf allen Vieren.

Wann lernt ein Kind laufen?

  • Es gibt keinen festen Zeitpunkt. Es ist beim Laufen ähnlich wie beim Sprechen lernen. Manche Kinder sind früher dabei, andere später.
  • Vorm Laufen kommt erst einmal das aufrechte Stehen: Im Alter zwischen neun und zehn Monaten starten viele Babys ihre ersten Versuche, sich an Möbeln festzuhalten und hochzuziehen. Mit etwa einem Jahr können einige Kinder bereits alleine stehen und sich auch selbstständig bücken. Die ganz Flotten beginnen dann auch vielleicht schon, an der Hand die ersten Schritte zu laufen.
  • Schätzungen zufolge laufen etwa Dreiviertel der Kinder mit 13 Monaten die ersten Schritte alleine – das aber ganz wackelig. Nach und nach wird die Feinmotorik weiter entwickelt.
  • Durchschnittlich mit 15 Monaten können viele Kinder zwar schon recht gut laufen, aber das richtige Abrollen des Fußes von der Ferse bis zum Zeh kommt erst später, meistens erst im Alter ab 24 Monaten.
  • Falls Ihr Kind mit 15 oder 16 Monaten noch nicht läuft: So ungewöhnlich ist das nicht, einige Mädchen und Jungen fangen eben erst mit 17 oder 18 Monaten das Laufen an. Vielleicht war Ihr Kind beim Krabbeln auch spät dran, hat dafür aber schon früh mit Sprechen angefangen. Wenn Sie jedoch das Gefühl haben, dass Ihr Kind in der Entwicklung zurück ist, dann sollten Sie mit dem Kinderarzt darüber sprechen.

Wie kann ich meinem Kind dabei helfen, das Laufen zu lernen?

  • Stürze gehören nun einmal dazu, wenn der Nachwuchs laufen lernt. Auch schon während Babys das Stehen lernen, kann man ihnen helfen, indem man ihnen zum Beispiel zeigt, wie sie wieder auf dem Popo landen können. Zeigen Sie Ihrem Kind, wie man die Knie beugt und sich hinsetzen kann, ohne einfach vornüber zu fallen.
  • Sorgen Sie für eine sichere – und auch weiche Umgebung – bei den ersten Laufversuchen.
  • Lassen Sie Ihr Kind barfuß oder auf Laufsocken laufen, damit Balance und Koordination gefördert werden. Schuhe brauchen Sie nur draußen oder auf kalten oder sehr rauen Oberflächen.
  • Ermutigen Sie Ihr Baby zum Laufen. Knien Sie sich davor, reichen die Hände und führen es zu sich heran.
  • Spielzeuge, die man hinter sich herziehen oder vor sich herschieben kann, dienen einerseits dazu, dass das Kind das Gefühl hat, sich festzuhalten. Auf der anderen Seite macht es dem Nachwuchs auch Spaß, ein Auto oder Holztier „spazieren zu führen“. Der Nachwuchs wird so motiviert.
  • Laufwagen sind umstritten. Experten meinen, dass sie es dem Kind zu leicht machen. Die Muskulatur würde zudem auch nicht richtig gefördert. Wenn Sie dennoch einen Laufwagen haben, dann lassen Sie das Kind diesen ruhig zwischendurch vollpacken und schieben – aber nicht zu häufig.

Bild: ©IPGGutenbergUKLtd / iStock

Wie beantrage ich Kindergeld?

[dropcap]E[/dropcap]ndlich hat sich der lang ersehnte Nachwuchs angekündigt und die Vorfreude ist riesengroß. Erstlingsausstattung kaufen und Kinderwagen aussuchen, das Kinderzimmer einrichten und alles zuhause vorbereiten – das macht Riesen-Spaß. Weniger unterhaltsam sind hingegen die Formalitäten, die zu klären sind, zum Beispiel der Antrag auf Mutterschutzgeld, die Anmeldung bei der Krankenkasse und der Antrag auf Kindergeld.

Wo, wann und wie beantragt man Kindergeld?

  • Eine Antragstellung auf Kindergeld ist frühestens nach der Geburt möglich, während der Schwangerschaft kann der Antrag noch nicht gestellt werden. Das Kind muss gemeldet sein.
  • Anträge auf Kindergeld werden von der Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit entgegen genommen. Das Kindergeld muss bei der zuständigen Familienkasse beantragt werden. Das ist in der Regel die Familienkasse, in deren Bezirk die Eltern wohnen oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben.
  • Der Antrag auf Kindergeld muss schriftlich gestellt und unterschrieben werden. Ein telefonischer Antrag ist nicht möglich. Der Antrag kann aber auch durch einen Bevollmächtigten gestellt werden – das natürlich unter Vorlage einer schriftlichen Vollmacht der Eltern beziehungsweise Berechtigten.
  • Für die Antragstellung sollen Vordrucke verwendet werden, die es bei der Familienkasse gibt. Bei der erstmaligen Antragstellung muss der Antragsvordruck „Anlage Kind“ verwendet werden. Diese Vordrucke können aber auch auf der Internetseite der Arbeitsagentur (www.arbeitsagentur.de) runtergeladen werden. Der ausgefüllte Antrag kann in der Familienkasse abgegeben, gefaxt oder per Post geschickt werden.

Wie lange wird Kindergeld gezahlt und wie hoch ist das Kindergeld?

  • Grundsätzlich wird Kindergeld ab der Geburt bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres gezahlt. Aber auch darüber hinaus besteht unter Umständen Anspruch auf Kindergeld, zum Beispiel für Kinder in der Berufsausbildung.
  • Das Kindergeld beträgt für das erste und zweite Kind 184 €, für das dritte Kind 190 € und für jedes weitere Kind 215 €. Ein Anspruch auf Kindergeld besteht grundsätzlich für jeden Monat, in dem mindestens an einem Tag die Anspruchsvoraussetzungen vorgelegen haben. Das Kindergeld wird monatlich ausgezahlt.

Welche Pflichten bestehen, wenn ich Kindergeld beantragt habe und beziehe?

  • Wer Kindergeld beantragt hat, ist verpflichtet, der Familienkasse unverzüglich alle Änderungen in den eigenen Verhältnissen und denen der Kinder mitzuteilen. Mitteilungen an andere Behörden reichen nicht aus.
  • Die Familienkasse muss insbesondere benachrichtigt werden, wenn eine Beschäftigung im öffentlichen Dienst für voraussichtlich mehr als sechs Monate aufgenommen wird oder der Ehegatte bei seinem öffentlich-rechtlichen Arbeitsgeber Kindergeld beantragt.
  • Mitgeteilt werden muss auch, wenn man selbst oder der Ehepartner eine Beschäftigung im Ausland aufnimmt oder ein Elternteil oder eines der Kinder ins Ausland zieht.
  • Ebenfalls sind Mitteilungen notwendig, wenn die Ehegatten sich trennen oder geschieden werden oder ein Kind den bisherigen Haushalt verlässt und außerdem auch in den besonders schweren Fällen, wenn ein Kind verstirbt oder als vermisst gemeldet werden musste.
  • Anschriften-Änderungen oder Änderungen der Bankverbindungen müssen ebenfalls mitgeteilt werden.

Bildquelle: ©Ma-Ke / iStock

Mutterschaftsgeld: Wie viel steht mir wie lange zu?

[dropcap]W[/dropcap]enn ein Baby unterwegs ist, ist das natürlich erst einmal großer Grund zur Freude. Aber in die Vorfreude mischen sich verständlicherweise auch finanzielle Fragen. Denn der Nachwuchs kostet Geld – und in der beruflichen Pause muss man ebenfalls über die Runden kommen. Es gibt Regelungen für den Mutterschutz und Mutterschaftsurlaub. Nachfolgend haben wir einige der häufigsten Fragen und Antworten zusammengestellt. Weiterlesen

Tipps für den Kinderkarneval

[dropcap]A[/dropcap]ktuelle Trends lassen eines befürchten: Beim diesjährigen Karneval werden unzählige Heinos mit ihrer Hannelore die Straßen unsicher machen. Deshalb sollten sich Eltern umso mehr ins Zeug legen, damit die Sprösslinge für ein buntes Bild in der fünften Jahreszeit sorgen. Welche Karnevalskostüme liegen 2014 bei den Kids im Trend? Wie können Sie Kinder schminken? Worauf sollte bei Kinderkostümen geachtet werden? Hier gibt es ein paar Anregungen und Shopping-Tipps.

Faschingskostüme für Kinder: Gekauft oder gezaubert?

Kreativ und günstig scheint es, eine Verkleidung für Kids selbst zu gestalten. Wenn Eltern mit der Nähmaschine umgehen können, können dabei wahre Kunstwerke entstehen. Ansonsten ist von der Selfmade-Variante eher abzuraten.

Schnell kehrt sich der Sparfaktor in eine Milchmädchenrechnung um, wenn zahlreiche Bastelmaterialien und Accessoires einzeln in den Warenkorb wandern. Zudem möchten die Kids beim Fasching cool aussehen und einen Applaus fürs Kostüm verbuchen. Mit „Will-und-kann-nicht“-Lösungen gelingt diese Mission nicht.

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Wo gibt es gute Karnvealskostüme? Einkaufsreviere für kleine Narren

Wer inmitten einer Karnevalshochburg residiert, hat ohnehin einen Plan für die Kostümierung der ganzen Familie. Also sind Tipps für Jecken fern dieser Metropolen gefragt, wo der Einzelhandel nur ein dürftiges Sortiment parat hat. Glücklicherweise hat das Internet viel zu bieten, darunter auch Eldorados für Kinderkostüme.

Eine beliebte Adresse ist Karneval-Megastore.de. Der Name des Online-Shops verspricht nicht zu viel. Die Auswahl an Kostümen ist gigantisch, was auch auf die Sets für Kinderfasching zutrifft.

Das Sortiment deckt nicht nur alle Genres wie Helden, historische Figuren, Tiere oder Berufe ab. Es setzt generell auf günstige Angebote für Kinderkostüme. Angesichts der Vielfalt ist sogar der Sale bestens bestückt. So wird das tolle Karnevalskostüm dank der Rabatte und etwaiger Gutscheincodes (Karneval Megastore Gutscheine) sogar zum Schnäppchen.

Ähnlich gut sortiert ist der Kids-Spezialist myToys, der zahreiche Faschingskostüme für Jungen und Mädchen auf Lager hat. Auch hier gibt es Sonderaktionen, bei denen es günstige Angebote für ausgewählte Sets gibt. Zudem lässt sich ein Gutschein für den Shop prima für die fünfte Jahreszeit verwenden.

Insbesondere kleine Kinder und Kids im Grundschulalter lassen sich beim Kostümwunsch von ihren TV- und Filmhelden inspirieren. Wenn beispielsweise Charaktere wie Buzz Lightyear, Donald Duck, Merida oder die Eiskönigin gefragt sind, ist Disneystore.de zu empfehlen.

Wer in den modernen Kostümen für Kinder stöbert, ist schnell überzeugt. Mit den Sets lassen sich selbst ausgefallene Ideen wie ein Schneemann, ein Schmetterling oder eine Fledermaus leicht realisieren.

Kinderkarneval – die richtige Kostümwahl

biene-majaSchon steht die nächste Frage im Raum: Welche Kostüme für Kinder gibt es überhaupt? Generell sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Dennoch sollten bei der Wahl ein paar Punkte beachtet werden. Auf jeden Fall sollten die Kids entscheiden. Eltern wissen nicht, was gerade hipp ist. Zudem sagt das Kostüm auch etwas über Hobbys, Lieblingsfilme oder Träume aus.

Bei den Sprösslingen in der Kita sind viele Eltern verblüfft. Trotz der immensen Auswahl wünschen sich die Mädchen und Jungen oft ein sehr klassisches Karnevalskostüm wie:

  • Prinzessin
  • Clown
  • Cowboy
  • Indianer
  • Hexe
  • Katze
  • Biene Maja
  • Funkenmariechen
  • Tinkerbell

Auch Tiere stehen hoch im Kurs. Gerade diese Kostüme eignen sich besonders gut für den Besuch beim Rosenmontagszug oder anderen Veranstaltungen im Freien. Denn hierbei sollte die Witterung bedacht werden, was beispielsweise gegen die luftig bekleidete Meerjungfrau spricht. Da sind plüschige Outfits wie diese weitaus angebrachter:

  • Maus
  • Löwe
  • Kuh
  • Elefant
  • Frosch
  • Eskimo

Bei älteren Grundschülern und Jugendlichen darf es cooler sein. Deshalb sind weltliche Helden wie Polizisten, Astronauten, Feuerwehrmänner oder Rocksänger sehr beliebt.

Alternativ darf es fiktional und effektvoll sein mit Spiderman, Spinnenfrau, Darth Vader, Clonetrooper oder Monster High Twyla. Häufig lassen sich diese Kostüme auch bei Halloween nutzen oder mit wenigen Handgriffen gruselig umgestalten.

Kinderschminken – Tipps fürs kosmetische Finish

pirat-schminkeBei den wenigsten Genres genügt ein Outfit. Damit die Verkleidung ihre Wirkung entfaltet, müssen Eltern die Kinder schminken. Bevor nun eifrig in den Farbtopf gegriffen wird, sollten Erwachsene diesen Punkt bedenken: Flächig aufgetragene Schminke kann unangenehm sein. Gerade bei einer Karnevalsparty mit Kindern geht es heiß her. Beim Toben mischt sich die Maskerade mit Schweißtröpfchen, beginnt zu jucken und verwischt. Dies sollten Kinder und Eltern bei der Wahl des Kostüms besprechen, wenn zum Beispiel Schlumpf und oder Schlumpfine auf der Wunschliste stehen.

Wenn es dennoch eine Figur mit viel Farbe im Gesicht sein soll, ist hochwertige Theaterschminke zu empfehlen, die auch in den virtuellen Karneval-Shops erhältlich ist. Ansonsten ist es sinnvoll einzelne Details herauszuarbeiten, ohne die gesamte Haut abzudecken.

Kinder schminken zum Karneval – Wie geht das?

Wer zum ersten Mal die Kids zum Karneval schminkt, ist verunsichert. Dabei ist die Sache gar nicht mal so schwierig. Wie in vielen Situationen des Lebens gilt die Formel: Weniger ist mehr. Stets werden nur einzelne Details herausgegriffen, die für eine Figur oder ein Tier charakteristisch sind.

Beispielsweise bekommt der Pirat eine Augenklappe, eine Narbe und einen fein geschwungenen Bart. Dem Indianer genügt eine partielle Kriegsbemalung. Wenn es an Ideen mangelt, wie die Optik effektvoll reduziert werden kann, helfen Vorlagen fürs Kinderschminken aus dem Internet weiter.

Ebenso wichtig wie eine tolle Idee oder einen verständliche Anleitung ist das richtige Material. Für Flächen wird Schminkfarbe im gewünschten Ton verwendet und mit einem kleinen Schwamm aufgetragen. Konturen werden mit einem Schminkstift gezeichnet. Damit sich ein realistischer Eindruck ergibt, ist das Verwischen von Farben und Übergängen wichtig. Dies gelingt am besten mit einem Wattestäbchen.

Schon jetzt stellen sich Eltern eine wichtige Frage: Wie wird die Kinderschminke wieder entfernt?

Hierfür empfiehlt sich ein milder Make-up-Entferner aus der femininen Kosmetiklinie. So wird sanft mit Watte die Faschingsschminke sanft entfernt werden. Was verbleibt, lässt sich mit Wasser und Seife beheben.



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Familienzuwachs: Wie kann man das Geschwisterkind auf das neue Baby vorbereiten?

[dropcap]E[/dropcap]in Baby verändert das ganze Leben. Das betrifft aber nicht nur die Eltern, sondern auch die großen Geschwister. Manche Kinder freuen sich sehr über die kleine Schwester oder den kleinen Bruder und sind ganz liebevoll und fürsorglich, andere Kinder jedoch reagieren ablehnend, eifersüchtig und manchmal sogar auch aggressiv auf den Familienzuwachs, der alles durcheinander bringt. Eltern sind gefordert, ihr Kind auf das Geschwisterchen vorzubereiten. Weiterlesen

Frühzeitig Regeln und auch Gefahren im Straßenverkehr kennen lernen

[dropcap]N[/dropcap]atürlich muss der Nachwuchs nicht wissen, wie Parkverbot- und wie Halteverbot-Schilder aussehen, mit welchem Schild auf einen Wildwechsel hingewiesen wird oder was ein Berg auf einem dreieckigen Schild bedeutet. Der Schilderwald auf den deutschen Straßen überfordert ja schon manchen Erwachsenen, da dürfte es für Kindern noch um einiges verwirrender sein. Aber selbstverständlich gibt es Verkehrsregeln und Schilder, die auch sie unbedingt kennen sollten. Schließlich lauern im Straßenverkehr viele Gefahren, vor denen der Nachwuchs sich schützen muss. Das aber muss ihm erst beigebracht werden.

Welche Verkehrsregeln sind für Kinder schon früh wichtig?

  • Ganz wichtig ist zunächst einmal die klare Unterscheidung zwischen Fußweg und der Fahrbahn. Kinder sollte sehr früh klar gemacht werden, dass auf der Straße nicht gespielt werden kann und dass Fahrzeuge für sie eine potentielle Gefahr bedeuten. Auch wenn Kinder in verkehrsberuhigten Bereichen oder einer Spielstraße wohnen und sich somit relativ frei bewegen können, müssen Eltern ihren Kindern die Wichtigkeit der Aufmerksamkeit gegenüber Autos, Motorrädern und auch Fahrrädern vermitteln.
  • Kinder sollten schon früh die Farben der Ampeln kennen. Damit die Regel „Bei Rot stehen und nur bei Grün gehen“ auch wirklich zur Selbstverständlichkeit und nicht missachtet wird, sollten Eltern unbedingt ein Vorbild sein und natürlich ebenfalls nur bei Grün gehen. Mit den Kindern sprechen und sie auf die Lichtzeichenanlage aufmerksam machen.
  • Auch der Zebrastreifen einschließlich des Zeichens für den Fußgängerüberweg sollte dem Nachwuchs schon früh bekannt sein – spätestens, wenn es zu Fuß in den Kindergarten geht.
  • Vorsichtig sein und Rücksicht aufeinander nehmen: Diese Regel, die auf keinem klassischen Verkehrsschild festgehalten ist, sollte für Kinder auch selbstverständlich werden.
  • In Kindergarten und Grundschule lernen die Kinder heutzutage in Zusammenarbeit mit der Polizei weitere wichtige Verkehrsregeln. Das Erlernte sollten Eltern mit dem Nachwuchs durchgehen und noch weiter üben und verfestigen.

Wie bringe ich Kindern spielerisch die Verkehrsregeln bei?

Spielend lernen – das funktioniert bei Kindern natürlich am besten. Es gibt viele Spielzeuge und Spiele sowie auch Musik und Hörspiele, die sich mit dem Thema Verkehrsregeln befassen. Wir haben hier einige zusammengefasst:

  • Memory mit Straßenschildern
  • Verkehrsdomino
  • „Sicher ans Ziel“, ein Spiel, bei dem Verkehrssituationen richtig erkannt werden müssen, oder andere Spiele, zum Beispiel „Aufgepasst im Straßenverkehr“ (bei Amazon kaufen)
  • Mal- und Bilderbücher
  • Verkehrsteppiche fürs Kinderzimmer
  • Verkehrsregel-Set für einen geschützten Bereich, zum Beispiel für den Garten oder den Hof
  • Musik-CDs von Rolf Zuckowski und seinen Freunden, zum Beispiel die neue Schulweg-Hitparade.
  • Hörbücher, zum Beispiel „Sicher ist sicher“ von Volker Rosin

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