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Das große Warten – der Schwangerschaftsendspurt

[dropcap]I[/dropcap]ch wache auf, ohne überhaupt richtig geschlafen zu haben. Während der fünf nächtlichen Toilettengänge achtete ich peinlichst genau auf das Treiben in meinem kugeligen Bauch. Fehlanzeige – alles ruhig. Na klar, sonst feiert unser Würmchen jede Nacht eine wilde Party in Mamas Bauch und bringt mich um meinen dringend benötigten Schönheitsschlaf, doch ausgerechnet jetzt ist alles ruhig. Weiterlesen

Namenssuche – Trends, Modemagazine und Verwirrung

[dropcap]E[/dropcap]s kommt mir so vor, als wenn die Feindiagnostik in der 20. Schwangerschaftswoche und die damit verbundene Bekanntgabe des Geschlechts schon ewige Zeiten her sind. Offenbar nicht lang genug, denn wir haben immer noch keinen Namen für unser Würmchen. In Anbetracht meines bald zu platzen drohenden Kugelbauches sollten wir jedoch ganz schnell einen finden – und uns dann auch noch einig werden. Wir können uns zwar über solche essenziell wichtige Dinge wie die Wandfarbe im Kinderzimmer einigen, doch auf einen gemeinsamen Nenner beim Babynamen kommen wir nicht. Wie auch? Weiterlesen

Schwangerschaftsyoga – oder auch „Om.“

[dropcap]I[/dropcap]ch kann mich beim besten Willen nicht mehr daran erinnern, wie ich auf diese Idee gekommen bin. Gegen Ende der Schwangerschaft, als die Kenntnis über das Aussehen meiner Füße nur noch in der Erinnerung existierte, dachte ich mir wohl, dass es ein guter Zeitpunkt ist, um sich sportlich zu betätigen (warum hält mich nie jemand von so einem Unsinn zurück?). Weiterlesen

Nestbaudrang

[dropcap]S[/dropcap]eit jeher pflege ich mein ironisches Naturell, bin mit Gefühlsbekundungen und -ausbrüchen eher zurückhaltend. Mit jedem weiteren Kilo Kampfgewicht (wie soll ich das nur je wieder runterkriegen?) gehen die Hormone, manch einer würde es auch Urinstinkte nennen, mit mir durch. So eine Schwangerschaft ist schon eine komische Sache – zumindest für Außenstehende. Ich weiß noch genau, wie amüsant ich die Bekannte in anderen Umständen und deren Augen rollenden Göttergatten fand, als sie auf der Suche nach der zur Bettwäsche farblich passenden Feuchttücherbox stundenlang das Internet durchforstete. Weiterlesen

Schwangerschaftsklischee

[dropcap]I[/dropcap]ch hätte es kommen sehen müssen. Noch am Anfang meiner Schwangerschaft begegnete ich jeglichen Klischees und Volksweisheiten bestenfalls mit unverhohlener Ignoranz. Ich widmete derartigen Nervereien sogar einen ganzen Artikel. Vielleicht habe ich es deshalb nicht sofort erkannt und mich in Sicherheit gewogen, doch die Anzeichen waren da. Weiterlesen

Pränatale Papa-Liebe

[dropcap]H[/dropcap]ören Sie? Sie sind jetzt dran. Wo bin ich? Ach ja, ich bin beim Gynäkologen. Ich sehe mich um. OH GOTT, ich bin beim Gynäkologen und im Wartezimmer eingeschlafen! (Schnarche ich eigentlich? Das muss ich heut Abend unbedingt in Erfahrung bringen.) Verdattert hieve ich mich aus dem erstaunlich bequemen Stuhl hoch und schleppe mich in das Sprechzimmer meines Arztes (den leicht belustigten Blicken der anderen Patienten begegne ich mit zur Schau gestellter Ignoranz; innerlich würde ich allerdings gern im Erdboden versinken). Weiterlesen

Modisch in allen Lebenslagen

[dropcap]E[/dropcap]rst der rosafarbene Albtraum, der in Würmchens Kleiderschrank versucht, die Vorherrschaft an sich zu reißen und jetzt das! Verloren stehe ich vor meinem Schrank und versuche vergeblich, etwas zum Anziehen zu finden. Als ich mein Lieblingskleid entdecke, kann ich nicht anders und halte es mir vor dem Spiegel ran (Masochismus lässt grüßen). Mit Entsetzen stelle ich fest, dass es nur noch eine Hälfte von mir bedeckt. Nicht nur, dass mein ohnehin unverschämt großer Bauch in den letzten Tagen zu einer ausgewachsenen Rumkugel mutiert ist – nein, jetzt gehe ich auch noch wie ein Hefekloß auseinander. Weiterlesen

Ein rosafarbener Albtraum

[dropcap]I[/dropcap]ch gratuliere, Sie bekommen ein Mädchen!“ Ich kann es noch gar nicht richtig glauben. Mit feuchten Augen und voller Aufregung will ich am liebsten sofort meinem Nestbaudrang nachgehen. Bisher habe ich diesen erfolgreich unterdrückt. Na gut, ein paar weißen Söckchen konnte ich dann doch nicht widerstehen. Ich packe den künftigen Papa an der Hand und schleppe ihn in den Babyladen, der günstigerweise nur ein paar Hausnummern von der Arztpraxis entfernt ist. Dort angekommen wird meine Freude jedoch schnell getrübt. Die Mädchenabteilung ist ein rosafarbener Albtraum! Weiterlesen

Mädchen oder Junge?

[dropcap]E[/dropcap]s beginnt wieder damit, dass ich bei meinem, für Kaffeeabstinenz plädierenden, Gynäkologen bin. Er verteilt das kalte Gel auf meinem unverschämt kugeligen Bauch und schon beginnt die Realityshow. Mit großen und zugegeben leicht feuchten Augen (das mit den feuchten Augen passiert in letzter Zeit öfters) verfolge ich bewundernd das Treiben auf dem Monitor. Aus Pünktchen ist mittlerweile ein Würmchen (zugegeben mit einem ziemlich großen Kopf) geworden oder wie meine Freundin einmal sagen wird: ein Schnitzel mit Armen und Beinen. Weiterlesen

Kaffeefrust

[dropcap]E[/dropcap]s kommt mir vor wie gestern: Noch total aufgewühlt von Pünktchens erstem Ultraschall sitze ich anschließend im Sprechzimmer meines Gynäkologen und bin nach dieser Aufregung wirklich bemüht, ihm meine volle Aufmerksamkeit zu schenken. Immerhin habe ich soeben erfahren, dass ich in absehbarer Zeit Mama werde und Babys erstes Fotoshooting gab es auch noch. Mit einem vielleicht etwas zu breitem Grinsen auf meinen Lippen höre ich ihn aufzählen, was ich von nun an noch darf und was nicht. Hauptsächlich geht es um meinen Speiseplan während der Schwangerschaft. Weiterlesen

Wunder(lampe) Schwangerschaft

„Herzlichen Glückwunsch, Sie sind schwanger!“ Freudestrahlend sitzt mein Gynäkologe vor dem Ultraschallgerät und zeigt auf einen winzigen, kaum erkennbaren Punkt auf dem Monitor. Noch bevor ich reagieren kann, zappt er sich wie während einer Werbepause im Fernsehen durch die verschiedenen Ansichten meines Pünktchens. Es ist noch nicht mal so groß wie ein Apfelkern. Und daraus entsteht tatsächlich ein Mensch, mein Baby? Weiterlesen