Stubenwagen für Babys – altmodisch oder praktisch?

Baby Stubenwagen | © panthermedia.net / FamVeldman
Baby Stubenwagen | © panthermedia.net / FamVeldman

Vor der Geburt eines Babys fragen sich viele werdende Eltern, was unbedingt angeschafft werden muss und was unnötig ist. Es gibt unzählige Ratgeber, doch wird man von der Fülle der Informationen, bei denen es meist nur um den Verkauf geht, eher erschlagen als aufgeklärt. Was braucht man also wirklich, und was kann man sich ersparen?

Babys sind Superhelden

Ein neuer kleiner Mensch ist unterwegs, und alle Eltern wollen nur das Beste für ihr Kind. Bei den meisten Anschaffungen vor der Geburt wird kaum auf den Preis geachtet, nur das Teuerste ist gut genug. Dabei gilt: Weniger ist mehr. Es ist besser, wenige hochwertige Dinge anzuschaffen als eine Fülle von Gadgets, die später in der Originalverpackung im Keller stehen. Für die Erstausstattung an Babykleidung kann gleich ein Tipp gegeben werden:

So wenig wie möglich kaufen, das aber in Bio-Baumwollqualität. Babys wachsen praktisch in ein bis zwei Lebenswochen aus der Erstlingskleidung (zumeist in Gr. 50) heraus und sprengen in Kürze jede Dimension. Wenn sie an einem Tag noch Größe 55 getragen haben, passen sie zwei Tage später in den Body Größe 62 kaum noch hinein. So schnell geht das, daher ist es unnötig, Tonnen von Erstlingsbekleidung zu kaufen. Was sich werdende Eltern kaum vorstellen können, ist schon kurz nach der Geburt ganz normal. Babys sind wie Superhelden – man kann ihrer rasenden Entwicklung nur mit offenem Mund zusehen.

Babys sind Schlafmützen

Baby schläft | © panthermedia.net / nikkos
Baby schläft | © panthermedia.net / nikkos

Babys schlafen sehr viel, allerdings nie dann, wenn man es gerne hätte. Aber wo sollen Sie schlafen? Da gehen die Fachmeinungen auseinander. Aber wozu widerstreitenden Meinungen in Literatur, Familie und Bekanntenkreis Gehör schenken? Einfach in sich selbst hineinhören bringt die besten Ergebnisse. Es geht dabei einerseits um die Bedürfnisse des Babys, das sehr viel körperliche Nähe der Eltern braucht, andererseits gilt es, auch die eigenen Bedürfnisse nicht ganz zu vergessen.

Auch Mama und Papa brauchen gelegentlich ihre Ruhe, und wenn es nur für Minuten ist. Ob Babys in der Nacht im Elternbett oder Beistellbett schlafen, ist Geschmackssache und kann der individuellen Situation angepasst werden. Manchmal ist es angenehmer, das Kind auch mal in sein eigenes Bettchen zu legen – vor allem, wenn es mobiler wird und aus dem Elternbett fallen könnte.

Wo schläft das Baby tagsüber?

Wo das Baby tagsüber liegen bzw. schlafen soll, ist eine andere Frage, die sich viele Eltern stellen. Da gab es doch noch so etwas aus Kindertagen, wie hieß es noch: Den Stubenwagen! Ist das nicht nur so ein Ding aus alten Märchen, oder ist das sogar praktisch? Der Stubenwagen, im Gegensatz zur Wiege, ist mobil. Er kann nicht nur geschaukelt, sondern auch gerollt werden, und das ist ganz eindeutig sehr, sehr praktisch.

Speziell in größeren Wohnungen haben Eltern durch einen solchen tollen Stubenwagen den Vorteil, das Kind immer in der Nähe zu haben. Ansonsten läuft man nämlich ständig von einem Zimmer ins andere, um nach dem Kind zu sehen. Wenn Mama sich endlich einmal gemütlich zu einem Kaffee oder Essen setzen möchte und das Baby im anderen Zimmer zu schreien beginnt, dann ist die Zeit für einen Stubenwagen gekommen. Den rollt man nämlich einfach neben den Esstisch, und schon kann man in relativer Ruhe sein Frühstück genießen, ohne ständig aufstehen zu müssen.

Was muss ein Stubenwagen können?

Stubenwagen gibt es in unzähligen Modellen, mit und ohne Baldachin, aus Holz und aus Korb, lackiert und naturbelassen. Idealerweise ist ein Stubenwagen vor allem eines: stabil. Wenn Babys etwas größer werden, entwickeln sie enorme Kräfte. Sie strampeln und boxen, was das Zeug hält – das muss ein guter Stubenwagen alles aushalten, ohne umzukippen. Für Babys, die sich schon umdrehen und möglicherweise sogar in die Bankstellung gehen können, ist ein Stubenwagen daher nicht mehr geeignet. Er ist wirklich nur für Säuglinge gedacht, hier aber ein unschätzbarer Helfer im Alltag.

Vorsichtige Eltern werden natürlich darauf achten, dass alles an dem Stubenwagen kindersicher und vor allem schadstofffrei ist. In Deutschland verkaufte Stubenwagen erfüllen im Grunde alle diese Anforderungen. Vorsicht ist nur bei Billig-Angeboten aus dem Internet geboten, da durch den internationalen Versand auch Produkte nach Deutschland gelangen, die heimische Ansprüche (z. B. TÜV, Öko-Zertifizierung) nicht erfüllen. Dazu kann man auch auf Testportalen wie Stiftung Warentest immer etwas neues lesen.

Alles muss waschbar sein

Auch auf die textile Ausstattung des Wagens sollte geachtet werden. Ideal ist ein Bezug, der über die Innenseiten hinaufreicht und zusätzlich gepolstert ist, damit das Baby rundum geschützt ist. Außerdem lässt sich ein solcher Bezug abnehmen und waschen, was sehr wichtig ist – viele Babys erbrechen oder spucken häufig, also muss alles in Babys Nähe gut waschbar sein.

Ein Baldachin ist übrigens nicht unbedingt erforderlich, kann aber sehr praktisch sein, um allzu helles Licht vom schlafenden Engel abzuhalten. Die Stange des Baldachins kann auch dazu dienen, ein Mobile oder Spielzeug daran aufzuhängen. Babys lieben es, danach zu greifen, und können sich eine ganze Weile damit beschäftigen. Fein für Mami – dann geht sich vielleicht zwischendurch eine ganz kurze Dusche aus!

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