Ranzen

Schulranzen im Test: Wie sicher sind Schulranzen wirklich

Laut „Öko-Test“ kann man vierzig Prozent aller Schulranzen wegen Sicherheitsmangel abschreiben. Einen guten Schulranzen zu finden ist für Eltern keine leichte Aufgabe. Ein optimaler Schulranzen sollte vor allem gut sitzen, damit er den Rücken des Kindes nicht zu sehr belastet. Darüber hinaus sollte er unbedingt bestimmte Sicherheitsstandards erfüllen, schadstofffrei und praktisch sein und nicht zu guter Letzt sollte er dem Kind auch gefallen. Es ist nicht gerade leicht, einen Schulranzen zu finden, der alle diese Voraussetzungen erfüllen würde.

Sicherheit am wichtigsten

[dropcap]Z[/dropcap]u den wichtigsten Kriterien für einen guten Schulranzen gehört vor allem Sicherheit, Tragekomfort und dass er frei von Schadstoffen ist. Die Sicherheit steht dabei auf der höchsten Stelle. Beim Thema Tragekomfort, Handhabung und Haltbarkeit von Verschlüssen und Riemen schnitten die meisten Modelle bei dem Test gut bis sehr gut ab.

Es ist sehr wichtig, dass immer mehr Schulranzen mit Beckengurten ausgestattet sind. So liegen sie besser an dem Rücken. Bei einigen Schulranzen im Test gab es Bedenken in Bezug auf die Sicherheit. Die Kinder sollten auf dem Schulweg für Autofahrer gut sichtbar sein, dadurch sollten Ranzen spezielle fluoreszierende Flächen für den Tag und reflektierende Flächen für die Dämmerung aufweisen. Das alles wird detailliert in der Schulranzennorm DIN 58124 beschrieben. Bei den mangelhaften Schulranzen fehlten fluoreszierende Flächen und sie hatten nur minimale Reflektorflächen. Damit sind diese Schulranzen so gut wie unbrauchbar für Kinder, weil sie kaum Sicherheit bieten.

Belastung mit Schadstoffen

Nach der eingehenden Schadstoffprüfung hatte man vernichtende Ergebnisse präsentiert –  neun der zehn Testschulranzen bekamen nämlich diesbezüglich eine glatte Sechs. Bei ihnen stellte man erhöhte Phthalat-Weichmacher fest, die verdächtig werden, hormonähnlich zu wirken. Man wies die Hersteller darauf hin, dass einige dieser Weichmacher in Babyprodukten und Kinderspielzeug schon seit einiger Zeit verboten sind.

Zudem konnte man in allen Schulranzen polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und phosphororganische Verbindungen feststellen. Als Empfehlung rät „Öko-Test“ den Eltern, dass sie darauf achten, dass Schulranzen wegen der Schadstoffbelastung im Sommer nicht auf der nackten Haut getragen werden sollen.

Fazit: Lassen sich Schadstoffe in Schulranzen nicht mehr vermeiden, sollten zumindest beim Thema Sicherheit und Tragekomfort keine Kompromisse zugelassen werden. Obwohl manches Design wegen der großen orangeroten Leuchtflächen von Kindern als uncool bezeichnet wird, sollte den Eltern die Sicherheit auf jedem Fall wichtiger sein als cooles Design.

Bildquellen
Artikelbild:© panthermedia.net / Im_Mangfalltal

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