Schlafen - wie Babys einschlafen

Schlafen – wie Babys besser einschlafen

Schlafen – alle sind müde, nur Baby nicht

[dropcap]D[/dropcap]as Leben mit Baby kann schlafraubend sein, besonders anfangs, wenn es gestillt werden muss. Und dann später, wenn das Baby seine ersten Zähnchen bekommt und auch noch dann, wenn es daran gewöhnt werden soll, erstmals alleine zu schlafen. Bei soviel Liebe, wie Eltern für ihren Nachwuchs empfinden, ist es sicherlich nicht ganz so schlimm. Aber ein dauerhafter Schlafmangel und Schlafentzug, kann unglaublich nervenaufreibend sein. Da heisst es durchhalten.

Jedes Baby hat ein individuelles Schlafverhalten

Jeder Mensch, schon von klein an, hat ein ihm eigenes Schlafverhalten, einen eigenen Rhythmus. Nicht umsonst gibt es die Bezeichnungen „Nachteule“ und „Frühaufsteher“. Dieser Tages- und Nachtrhythmus ist schon bei Babys zu beobachten. Das sollten sich Eltern vor Augen halten, wenn das Baby zum wiederholten Mal abends einfach nicht müde ist. Manche Babys brauchen nur 15 Stunden, andere bis zu 20 Stunden Schlaf pro Tag.

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Natürliche Einschlafhilfen für Ihr Baby

  • Babys müssen das Schlafen erlernen. Das tun sie auch dadurch, dass es feste Schlaf- und Wachzeiten gibt. Wenn Sie morgens noch 20 Minuten länger im Bett liegen bleiben möchte, muss Ihr Baby eben solange noch etwas strampeln.
  • Begleiten Sie Ihr Baby in den Schlaf. Viele Babys schlafen gut ein, wenn eine vertraute Person daneben liegt oder sitzt. Es muss nicht immer gesprochen oder gesungen werden, nehmen Sie sich ein Buch und setzen Sie sich daneben, bis das Kleine eingeschlafen ist.
  • Einschlafhilfen benutzen: Spieluhren, leise Musik, eine Erzählstimme oder Einschlaf-BabyApps helfen dem Baby einzuschlafen. Wichtig sind Rituale für Babys, die ihren Alltag strukturieren. Ein schönes zu-Bett-geh-Ritual wäre beispielsweise die immer gleiche Einschlafmusik aus der Spieluhr.
  • Babymassagen, Geduld und Ruhe.[/box]

Schlafsäfte, Schlummermilch und Kügelchen – besser nicht

Bei sämtlichen olympischen Ringen unter den Augen ist es durchaus verständlich, dass Eltern gerne einmal zu außergewöhnlichen Methoden greifen würden, damit das Baby auch nur eine Nacht ein- und durchschläft.

Im Klartext sprechen wir hier von homöopathischen Kügelchen, Schlafsäften oder Schlummermilch. Zum Wohl des Kindes ist dies nicht, denn wie soll Ihr Kind das Schlafen als eine natürliche Sache sehen, wenn es nie erlernt wurde. Daher, Fingerchen weg von diesen Methoden.

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Wissenswertes zum Thema Schlafen

  • Apnoe im Babybett? Apnoe, damit sind Atemaussetzer gemeint. Diese kommen bei Neugeborenen schon einmal häufiger vor. Solange der Atemaussetzer nicht in einen Atemstillstand übergeht, ist alles halb so dramatisch. Ein Tipp: Schlafen Sie neben Ihrem Baby, dieses registriert Ihr Atemgeräusch und regelt den eigenen Atem wieder von selbst.
  • Was soll Baby nachts tragen? Babys können ihre eigene Körpertemperatur noch nicht sehr gut regeln. Schläft Ihr Kind bei Ihnen im Elternbett, so wird es von Ihrer Körperwärme profitieren. Ziehen Sie es dagegen wärmer an, wenn es alleine im Bettchen schläft.
  • In meinem oder deinem Bett? Im ersten Lebensjahr, sagt man, solle das Baby bei den Eltern im Zimmer schlafen. Allerdings, wenn es für alle zuträglich ist und jeder dadurch besser schläft, kann das Baby ruhig im eigenen Zimmer schlafen.
  • Kuscheltiere im Babybett? Wie gefährlich Teddy und Co. im Babybett sind, hängt damit zusammen, ob sie Babys Atmung beeinträchtigen. Achten Sie besonders darauf, dass die Kuscheltiere nicht unmittelbar am Gesicht Ihres Babys liegen, sondern weiter entfernt.[/box]

Bild: Petr Kratochvil – Pixabay.com (CC0 1.0)

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