Tipps für werdende Väter

Papa werden – Tipps für werdende Väter

In zahlreichen Foren, einschlägiger Literatur und nicht zuletzt im eigenen Freundes- sowie Bekanntenkreis ist immer wieder zu hören, wie sehr ein Kind alles verändert – vor allem für die Mutter. Selbstverständlich sind es ohne jede Frage die Mütter, die bedingt durch Schwangerschaft, Entbindung und Stillen in der ersten Zeit besonders gefordert sind, doch auch künftigen Vätern steht eine große Veränderung bevor.In diesem Artikel lesen werdende Papas, was sie erwartet, wann sie die Nerven behalten müssen und wann Verständnis gefragt ist.

In der Schwangerschaft gelassen und verständnisvoll

Das Zusammenleben mit einer schwangeren Frau ist eine echte Zerreißprobe für Ihre Nerven: Nach dem morgendlichen Erbrechen ist sie übellaunig, eine Stunde später hungrig, danach plötzlich furchtbar müde, später braucht sie dringend Zuwendung und am Abend hat die baldige Mama nicht zu bremsenden Heißhunger auf Schokoeis. Natürlich darf es nicht irgendein Schokoeis sein. Es muss schon die Leckerei aus der zwanzig Minuten entfernten Eisdiele sein. Bei dieser Achterbahn der Gefühle kann es dem künftigen Papa schon mal schwerfallen, Verständnis und Gelassenheit aufzubringen. Männer sind eher rational und Frauen emotional veranlagt. Eine Schwangerschaft und der daraus resultierende Hormoncocktail intensivieren diese Unterschiede zusehends – besonders auf der emotionalen Seite.

Nutzen Sie an dieser Stelle Ihre rationale Denkweise. Halten Sie sich vor Augen, dass derartige Gefühlsausbrüche hormonbedingt und daher nicht böswilliger Natur sind. Und sehen Sie es positiv: Eine Schwangerschaft dauert zum Glück nur neun Monate und trainiert Ihre Nerven vorab schon einmal für anstehende nächtliche Schreiattacken.

Geduld und Einfühlungsvermögen während der Entbindung

Bei der Geburt vollbringen Frau und Kind eine für Außenstehende nur schwer nachvollziehbare Leistung. In der Regel ist die Entbindung des Kindes eine sehr schmerzhafte und oft Stunden andauernde Begebenheit. Während dieser Zeit sollten Sie sehr geduldig sein. Es ist nachvollziehbar, dass sich bei dem passiven Mann nach stundenlangem Sitzen und lediglich gut Zureden ein Gefühl der Überflüssigkeit, eventuell sogar der Langeweile einstellt. Jetzt ist es ganz besonders wichtig, dass Sie geduldig sind, denn für die Mama ist das alles andere als langweilig. Sie zählt auf Sie, auf Ihre beruhigenden Worte und auf Ihre starke Hand, die Sie während der nächsten Wehe drücken kann. Auch wenn es schwerfällt – versuchen Sie sich in Ihre Frau hineinzuversetzen. Stellen Sie sich die Frage, was Sie sich von Ihrem Partner wünschen würden und versuchen Sie dies umzusetzen.

Nach der Geburt die Ruhe bewahren

Nach der Entbindung ist die frischgebackene Mutter körperlich und emotional nicht schlagartig wie vor der Schwangerschaft. Der weibliche Körper hat sich neun Monate dem neuen Leben angepasst und jetzt braucht er mindestens noch einmal genauso lang, um sich zu erholen. Das betrifft nicht nur die hinzugewonnenen Rundungen, sondern auch die Gefühlswelt. Ihre Frau muss sich genauso wie Sie an die neuen Umstände gewöhnen, sich mit dem Schlafmangel arrangieren und sofern sie stillt, ihren Körper weiterhin teilen. Diese Tatsachen und die neuerliche Umstellung des eigenen Körpers können auch nach der Entbindung zu Gefühlsausbrüchen jeglicher Art führen. Bewahren Sie die Ruhe – das geht vorbei!

Fazit: Die Schwangerschaft, die Geburt und das Leben danach fordert nicht nur Mütter, sondern auch Väter. Mit Ruhe, Gelassenheit und Verständnis können Sie als werdender Papa so manchen Gefühlsausbruch Ihrer Frau meistern.

Bildquelle: iStockphoto

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