Zahnarztbesuch – immer mit Angst verbunden?

[dropcap]Nein.[/dropcap]Ganz eindeutig nicht. Und das ist auch gar nicht nötig, vor allem bei Kindern nicht. Kinder gehen an neue Projekte meist recht aufgeschlossen heran, sie sind von Natur aus eher neugierig als ängstlich. Wenn die Eltern keinen Grund zur Sorge geben, ist der erste Zahnarztbesuch also generell nicht mit Angst verbunden.

Wie verhindert man Angst vor dem Zahnarzt?

Entspannen Sie sich. Ein Zahnarzt ist auch nur ein Mensch, und der will Sie in der Regel weder ärgern, noch quälen, sondern sorgt dafür, dass Sie Ihre Zähne möglichst lange behalten können. Zähne sind Verschleißteile und von der Natur auf eine Lebensdauer von etwa 35 Jahren ausgelegt. Der Zahnarzt sieht seine Aufgabe darin, dieses Zahnleben zu verlängern. Helfen Sie ihm dabei! Immerhin sind es Ihre Zähne. Sie müssen sich nicht in Ihren Zahnguru verlieben. Es reicht, wenn Sie ein entspanntes Verhältnis zu ihm haben. Diese Entspannung überträgt sich auf Ihr Kind, das Sie selbstverständlich immer zu den halbjährigen Vorsorgeuntersuchungen mitnehmen sollten. Lassen Sie den kleinen Racker auf dem Zahnarztstuhl sitzen, die Assistentinnen erklären bestimmt gerne die Instrumente. Auf diese Weise entsteht keine Angst vor dem unbekannten Zahnarzt, der die Mama/den Papa immer so nervös macht.

Seien Sie ehrlich! Sie haben es bestimmt von Ihren Eltern erzählt bekommen: Es tut auch gar nicht weh. Nur noch einmal kurz den Mund aufmachen. Ein Indianer kennt keinen Schmerz. Das merkst Du gar nicht.

Alles gelogen! Und diese Lügen tragen nicht gerade zu einem vertrauensvollen Verhältnis bei. Kinder wollen nicht belogen werden. Wollen Sie belogen werden? Seien Sie also bitte ehrlich. Natürlich kann es durchaus unangenehm werden beim Zahnarzt. Und ja, lange Maulsperre tut im Kiefer weh. Natürlich piekst die Spritze, und das Gefühl von einer tauben Zunge ist doof. Mit einmal Mundöffnen ist es außerdem nie getan. Wirklich nie. Kinder können der Wahrheit ins Auge sehen. Sie wollen sich wie Erwachsene auf das, was kommt, vorbereiten. Und sie schaffen das.

Der Kinderzahnarzt

Wenn Ihr eigener Zahnarzt für Sie das Feindbild schlechthin ist (jeder braucht Feindbilder), dann gehen Sie mit Ihrem Kind doch einfach zum nächsten Kinderzahnarzt. Der ist speziell für die Kinderheilkunde ausgebildet, hat Mobiliar für kleine Patienten und winzige Patientinnen und erklärt alles, was er (oder sie) tut, auf kindgerechte Art und Weise. Im Wartezimmer gibt es Spielzeug und Kinderbücher, über dem Behandlungsstuhl hängt oft ein Bildschirm, auf dem Disney Filme laufen. Das lenkt das Kind ab, entspannt. Und vor allem gibt es bei vielen Kinderzahnärzten absolut traumhafte Methoden, Schmerzen zu besiegen. Manche arbeiten mit Lachgas, andere über Hypnose. Die verwendeten Betäubungsmittel sind auf den kindlichen Organismus abgestimmt und bestehen nicht aus kleineren Mengen Anästhetika für Erwachsene. Wer weiß, vielleicht fühlen Sie selbst sich beim Kinderzahnarzt auch wohl?

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