Vorschulkinder

Was muss ein Vorschulkind wirklich können?

Hüpfen, Springen, Balancieren, einfache Reime bilden und vervollständigen, mithilfe der Finger zählen oder eine Geschichte erfinden – diese Fähigkeiten lernen unsere Kinder spielerisch. Anregungen dafür finden wir in unserem täglichen Leben. Doch was sollten unsere Kleinen wirklich vor dem ersten Schultag alles beherrschen? Gibt es einen bestimmten Aufgabenkatalog, der zu erfüllen ist? Was passiert, wenn ich Defizite bei meinem Kind feststelle?

Was kann der Kindergarten leisten?

[dropcap]I[/dropcap]m Zuge der PISA Studie stand vor allem die Förderung im Kindergarten auf den Prüfstand. In diesem Zusammenhang hat man herausgefunden, dass ein Kind vor allem dann lernt, wenn die persönliche Entdeckerfreude geweckt wurde. Gerade das spielerische Erproben von Werten und Normen stellt einen der entscheidenden Lernschritte im Leben eines Kindes dar. Die gesamte Verantwortung an die Kindertagesstätte abzugeben, wäre weder fair, noch korrekt. Einzig und allein über ein ausgewogenes und ausgeglichenes Verhältnis zwischen der Kindertagesstätte und den Eltern lässt sich eine optimale Vorbereitung auf die Schule formen.

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Kinder erweitern spielend ihren Horizont

Maresi Lassek – Vorsitzende des Grundschulverbands – verweist auf ein harmonisches Zusammenspiel zwischen den Eltern, der Kita und der Schule. Gemeinsam gestalten wir die bevorstehende Einschulung. Gerade im Vorschulalter lernen unsere Kleinen durch das Experimentieren, Nachahmen und Ausprobieren. Über pädagogisches Spielzeug lassen sich das logische Denken, die Konzentrationsfähigkeit sowie die Kreativität fördern. Was wir als Eltern als Spiel bezeichnen, stellt eine Vorbereitung vor dem Schuleintritt dar.

[box type=infobox]Kindgerecht Lernen im Kindergarten und in der Familie

Vor dem Eintritt in die Schule stehen unseren Kindern zwei Bezugspunkte zur Verfügung: die Familie und der Kindergarten. In der Gruppe machen die Kleinen erste soziale Erfahrungen und lernen, sich an Regeln zu halten und auf andere Kinder einzugehen. In der Gruppe stärken Kinder ihre Persönlichkeit und bewältigen gemeinsam grundlegende Lernprozesse. In diesem Zusammenhang kommen wir auf die soziale sowie emotionale Kompetenz, auf motorische Fertigkeiten und das Interesse sowie die Wahrnehmungsfähigkeit zu sprechen.

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[box type=success]Gezielte, sprachliche Förderung der Kinder

Viele Eltern treffen mit einer guten Beziehung zu Ihrem Kind eine der grundlegenden Vorkehrungen für den Schulstart. Das Wissen und der Wissenserwerb sind nicht losgelöst vom Umfeld zu sehen. Wir sollten anfangen, Kinder in ihrer gesamten Persönlichkeit zu stärken. Eine zwingende Voraussetzung für den Schuleintritt, ist die sprachliche Basis. Wörter lassen sich gliedern, zusammensetzen und in Reimen beliebig kombinieren. Überdies bildet der Spiel mit den Lauten und Klängen der menschlichen Sprache eine grundlegende Voraussetzung für das Lesen und Schreiben.

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Förderung und Lernen im Alltag

Lassen Sie die Kleinen zum Beispiel mit Bausteinen und unterschiedlichen Mengen hantieren, um diese im Nachgang einzuschätzen. Ihr Kind wird erkennen, dass man mehr Bausteinen auch einen höheren Turm bauen kann. Gerade das logisch mathematische Denken fördern Sie mit Bausteinen oder Legosteinen.

Ihr Kind sollte dazu in der Lage sein, auf die Anforderungen der Umwelt zu reagieren und Informationen aufzunehmen. Im Nachgang werden diese Informationen verarbeitet und in angemessenes, kindgerechtes Verhalten umgesetzt. Für viele Kinder bildet die Einschulung eine erhöhte Stresssituation. Gerade über die Auswahl der Kindertagesstätte können Sie Ihre Kinder optimal auf den Schulstart vorbereiten.

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Fazit

  • Im Diskurs zur Vorbereitung der Kleinen auf die Schule fallen zwei extreme auf. Da sind zum einen die so genannten bildungsfernen Eltern.
  • Zum anderen konfrontieren einige Eltern ihre Kleinsten bereits im Kindergartenalter mit stetig neuem Wissen, Input oder einer zweiten Fremdsprache.
  • Die Voraussetzungen, mit denen Kinder in der ersten Klasse aufeinandertreffen, sind denkbar unterschiedlich.
  • Es ist an den Kindern, diese Unterschiedlichkeit zu akzeptieren und die Herausforderung der Schule anzunehmen. Fördern Sie natürlich im Alltag, ohne Ihr Kind dabei zu überfordern.
  • Gerade das logische Denken, die motorischen Fähigkeiten sowie die Sprache und die Wahrnehmung lassen sich spielerisch erlernen.
  • Eines steht fest: Die Zeiten, in denen im Zusammenhang mit dem Schulstart von dem eigentlichen „Ernst des Lebens“ gesprochen wird, sollten ein für alle Mal vorbei sein.
  • Schule soll bewegen, Teil des Lebens sein und die Wünsche, Voraussetzungen und Bedürfnisse der Kinder in eine kindgerechte und zugleich zukunftsweisende Richtung lenken.
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Links zur weiterführenden Information

http://www.bildungsxperten.net/bildungschannels/schule/so-bereiten-sie-ihr-kind-richtig-auf-die-schule-vor/
http://www.familie.de/kind/das-sollte-ihr-kind-zur-einschulung-koennen-531523.html

Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net /Andres Rodriguez