Was hilft gegen Kopfschmerzen bei Kindern?

Kopfschmerzen bei Kindern sind in der Regel meistens harmlos. Oft sind sie einfach nur Begleiterscheinungen eines grippalen Infekts, nicht selten sind aber auch Verspannungen Ursache für die Kopfschmerzen. Gerade bei Kindern sollte man allerdings nicht unbedingt sofort auf Medikamente zurückgreifen, sondern erst auf anderem Wege probieren, die Schmerzen zu lindern.

Was tun, wenn Kinder Kopfschmerzen haben?

  • Am besten ist erst einmal Schlaf. Optimal ist es, wenn sich das Kind bei spontan auftretenden Kopfschmerzen auch tagsüber hinlegen und schlafen kann. Häufig haben sich die Kopfschmerzen nach ein bis zwei Stunden Schlaf schon erledigt.
  • Ruhe kann ebenfalls Wunder bewirken. Der Fernseher und die Musikanlage sollten auf jeden Fall ausgeschaltet bleiben. Wenn der Nachbar aber gerade Rasen mäht oder Verkehrslärm die Stille stört, dann sollte eine CD mit Meeresrauschen oder anderen Naturgeräuschen aufgelegt und über Kopfhörer auf einer leisen Stufe gehört werden. Diese Geräusche wirken beruhigend und entspannend – und das tut auch dem Kopf gut.
  • Entspannung durch Kinder-Yoga oder durch autogenes Training: Schmerztherapeuten bauen heutzutage viele Yoga-Übungen mit in die Therapie ein. Zum Yoga gehören unter anderem auch Dehnübungen, die dabei helfen, verspannte Körperpartien wieder zu entspannen. Weil Kopfschmerzen ihre Ursache häufig in Verspannungen im Nacken- oder Schulterbereich haben, helfen solche Yoga-Übungen auch bei Kindern. Allerdings gibt es für den Nachwuchs spezielle Übungen. ihrer Patienten mit eingebaut. Die in Yoga enthaltenen Dehnübungen können zudem verspannte Körperpartien entspannen. Hilfreich ist auch autogenes Training, das ebenfalls die Entspannung fördert. Auch wirken solche Übungen häufig vorbeugend.
  • Die richtige Sitzhaltung trainieren: Langes Sitzen in der Schule oder falsches Liegen in der Nacht können Verspannungen begünstigen und damit Kopfschmerzen hervorrufen. Das Kind sollte daher eine richtige Haltung trainieren, gegebenenfalls sollte man auf spezielle Kissen zurückgreifen, die eine korrekte Haltung begünstigen.
  • Kühlende Wickeln können Schmerzen im Kopf lindern. Coolbags sollten allerdings nur im Kühlschrank und nicht im Gefrierfach aufbewahrt werden. Denn zu eisige Kälte kann ebenfalls Ursache für Kopfschmerzen sein. Alternativ kann man auch Quarkwickeln bei Kopfschmerzen auflegen. Quark kann Kälte recht lange speichern.
  • Bevor man zu chemischen Mitteln greift, sollte man versuchen, Kopfschmerzen bei Kindern zunächst mit homöopathischen Mitteln zu bekämpfen, denn die haben keine oder kaum Nebenwirkungen und schlagen bei Kindern häufig schnell und gut an. Ärzte, Homöopathen und Apotheker können da weiterhelfen, Eigendosierungen sollten nicht erfolgen.
  • Ein beliebtes Mittel bei Kopfschmerzen ist zudem Pfefferminzöl, das es in Apotheken, Reformhäusern und Drogerien gibt. Einfach Stirn und Nacken sowie die Schläfen damit einreiben, nach etwa 15 bis 20 Minuten soll Pfefferminzöl seine Wirkung entfalten und bei Kopfschmerzen lindernd wirken.
  • Wenn Kopfschmerzen bei Kindern übrigens häufiger auftreten, sollte man das unbedingt durch einen Arzt klären lassen und die Ursachen suchen. Unter Umständen könnte das Kind zum Beispiel unter Migräne leiden. Denkbar ist aber auch eine Sehschwäche. Sinnvoll ist es, ein Schmerztagebuch zu führen, um den Ursachen genau auf den Grund gehen und sie dauerhaft bekämpfen zu können. Tabletten sollten Kindern bei Kopfschmerzen nur in Absprache mit einem Arzt verabreicht werden.

Bildquelle: ©luna4 / iStock

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