Baby trockene Haut

Trockene Haut bei Babys

Wie so Vieles nach der Geburt, ist auch die Hautoberfläche der Säuglinge noch nicht völlig ausgereift. Sie verfügen weder über eine widerstandsfähige Hornhaut, noch über voll funktionsfähige Talgdrüsen. Abgesehen davon ist die Hautoberfläche bei Babys – im Gegensatz zu der eines Erwachsenen – im Verhältnis zu ihrem sehr kleinen Körper enorm groß, sodass auch dieser Punkt zu einer vermehrten Flüssigkeitsabgabe führt. All die genannten Aspekte begünstigen daher einen Verlust an Flüssigkeit aus dem Körper, welchen es wieder auszugleichen gilt.

So vermeiden Sie trockene Haut

[dropcap]G[/dropcap]rundsätzlich sollten Eltern immer darauf achten, dass ihr Baby ausreichend trinkt. Dies kann entweder durch das empfohlene Stillen oder durch entsprechende Flaschennahrung erfolgen (an sehr warmen Tagen sollte eine zusätzliche Flüssigkeitszufuhr mittels Tee oder Wasser gegeben sein).

Zusätzlich sollten auch Situationen wie lange Sonnenbäder oder zu warme Kleidung vermieden werden, um den kleinen Körper nicht unnötig zu belasten. Aber auch bei der Körperpflege können einige Dinge beachtet und eingesetzt werden, damit die Babyhaut zum einen geschont und zum anderen in ihrer noch unreifen Form unterstützt wird. Neben vielen bereits bekannten Tipps der Anwendung gibt es auch einige noch zum Teil sehr unbekannte Hilfsmittel, die einer trockenen Babyhaut entgegenwirken können.

Generelle Pflege und worauf Sie achten sollten

Es muss zunächst angemerkt werden, dass alle nur denkbaren Situationen gemieden oder minimiert werden sollten, die trockene Babyhaut begünstigen. Dazu zählen Sonnenbäder, zu kräftiges Trockenreiben nach dem Baden, aber auch von dem täglichen Baden wird von Fachkräften abgeraten, da es zusätzlich zum Austrocknen der Haut beiträgt und es bei Babys generell nicht zwingend notwendig ist.

Werden von den Eltern trockene Hautareale entdeckt – oder das Kind leidet generell an sehr trockener Haut – so können einige Dinge zur Pflege angewandt werden. Die Babys sollten nach ihrem wöchentlichen Bad mit Babylotion eingerieben werden, die der Haut die notwendige Feuchtigkeit spendet, sie somit widerstandsfähiger und fester macht. Bei den Lotionen muss darauf geachtet werden, dass der Ölanteil höher ist als der Wasseranteil, da sonst auch dieses Einreiben das Austrocknen der Haut vorantreiben würde. Aber auch talghaltige Cremes bieten entsprechende Abhilfe, da sie durch ihre entsprechenden Bestandteile die Talgproduktion anregen und die Widerstandsfähigkeit der Haut fördern.

Baby eincremen ist wichtig

Baby eincremen ist wichtig

Die Lotionen bzw. Cremes sind generell nicht zu dick aufzutragen, da sie sonst die „physiologische Atmung“ der Haut behindern und somit ein Schwitzen der Haut verursachen (was im Anschluss zu Hautoberflächendefekten, wie zum Beispiel dem klassischen „Wund sein“, führen kann). Damit das Kind aber auch direkt beim Baden einen entsprechenden Hautschutz erfährt, eignen sich diverse Zusätze, die direkt in das Badewasser gegeben werden können.

Viele Hebammen empfehlen die eigene Muttermilch als Badezusatz zu nutzen. Bekanntermaßen ist diese sehr fetthaltig und legt sich daher auch beim Baden wie ein Schutzfilm auf die zarte Babyhaut. Genau so gut kann man das eigene Kind im Anschluss mit dieser Milch einreiben. Keine chemische Substanz dürfte eine bessere Wirkung zeigen als die der Muttermilch.

Aber auch ein paar Tropfen Mandelöl (erhältlich in der Apotheke) wirken als Badezusatz beruhigend auf die Haut ein. Auch hier lässt das Öl einen entsprechenden Schutzfilm entstehen, der die Babyhaut vor dem Austrocknen bewahren soll.

Bei der Kleidung können Eltern übrigens ebenfalls einiges beachten. Kinder, die extrem trockene Haut haben, sollten auf rauhe Kleidungsstücke verzichten, da diese zusätzliche Hautdefekte verursachen können. Ebenso müssen Artikel mit hohem Baumwollanteil gewählt werden (atmungsaktiv!), um einen Wärmestau zu vermeiden und weiteren Hautirritationen vorzubeugen. Aber auch beim Spielen im Freien sollten besonders empfindliche Kinder einen Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor erhalten, der zum einen rückfettende Anteile besitzt und zum anderen einem Sonnenbrand vorbeugt. Denn dieser würde die Haut zusätzlich schädigen.

Fazit

Da sich die Haut erst in den ersten 4 Lebensjahren komplett aufbaut, ist es empfehlenswert, dass alle Babys einen regelmäßigen Hautschutz erhalten. Neben alltäglichen Cremes bzw. Lotionen sollten die Eltern daher einige Verhaltensweisen beachten (Spielen im Freien, Trinkverhalten, Pflege, Kleidung, etc.), um die Haut vor unnötigen Defekten zu schützen. Bei Unsicherheiten bzw. Rückfragen kann man sich jederzeit an den zuständigen Kinderarzt und/ oder die Hebamme wenden, die dann entsprechende Tipps geben können. Bei krankhaft trockener Haut reichen jedoch diese Anhaltspunkte oftmals nicht mehr aus, sodass der Arzt nicht selten medizinische Unterstützung (in Form von Arzneien) hinzuzieht oder aber Kuren verordnet.

Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net / Ulrich Münster
Mitte rechts: © panthermedia.net /Hannes Eichinger

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