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Schwere Pubertät: Wie Sie auf Provokationen der Kinder richtig reagieren

Pubertät ist eine Zeit im Leben jedes Kindes, die ziemlich stressig und konfliktreich ist. Davon sind nicht nur die pubertierenden Kinder, sondern auch ihre Eltern unmittelbar betroffen. Teenager lieben es einfach, in dieser Phase ihre Eltern zu provozieren. Die Eltern sollten allerdings lernen, damit richtig umzugehen.

Wie Kinder Sie provozieren können

Ausdruck von Wut

[dropcap]O[/dropcap]ft kommt es vor, dass sich Teenager nicht ernst genommen fühlen, sie schlagen dann gerne verbal um sich. Das ist nur ihre Art, auf sich und ihre Belange aufmerksam zu machen. Eltern sollten in solcher Situation das Bedürfnis ihrer Kinder nach Aufmerksamkeit ernst nehmen und herausfinden, was sie ändern könnten, damit sich ihr Kind ernst genommen fühlt.

Wo könnte man dem Kind beispielsweise mehr Verantwortung übertragen oder es um einen Rat fragen?

Provokation wegen Hilflosigkeit

Kinder in diesem Alter fühlen sich nicht selten überfordert oder hilflos. Wenn sie andere provozieren, erreichen sie, dass auch die anderen sich genauso hilflos fühlen. Das alles geschieht unterbewusst und kann in der Regel nicht gesteuert werden. Sie gehen damit am besten um, wenn Sie sich für einen Augenblick in Ihr Kind hineinversetzen und versuchen zu erraten, wie könnte es ihm gerade gehen.

Spüren Sie, dass sich Ihre Tochter oder Ihr Sohn tatsächlich hilf- oder haltlos fühlt, sprechen Sie Ihr Kind ganz offen darauf an. Die Jugendlichen wissen es manchmal selber nicht, weshalb ihr Verhalten provozierend ist.

Provokation nach Stress in der Familie

Jugendliche sind besonders sensibel. Stressige Situationen und Auseinandersetzungen innerhalb der Familie zwingen sie oft dazu, durch ungerichtete oder diffuse Aggressionen darauf zu reagieren. Prüfen Sie regelmäßig nach, wie gut die allgemeine Stimmung in der Familie so ist, ob es zum Beispiel unterschiedliche Eheprobleme gibt oder ob die Familie in einer schweren finanziellen Lage steckt.

Falls vorhanden, sollten Sie diese Probleme angehen und sie mit Ihrem Kind direkt besprechen.

Wenn Teenager ihre Wünsche durchzusetzen versuchen

Provokatives Verhalten wird von Jugendlichen oft dazu benutzt, um eigene Wünsche oder Interessen durchzusetzen. Eltern dürfen sich von ihren Kindern in der Pubertät nicht erpressen. Alle Entscheidungen sollten gründlich überlegt werden und man sollte dann dazu auch stehen können. Eltern müssen sich auch nicht für jede einzelne Entscheidung rechtfertigen.

Es reicht vollkommen, wenn sie ihr Vorgehen kurz und freundlich erklären. Sonst bewegt man sich auf einem schmalen Grat: Je öfter man sich von diversen provokativen Verunsicherungsversuchen beeindrucken lässt, umso weniger ernst wird man von den Jugendlichen genommen. Selbstverständlich schließt das einzelne Kompromisse nicht aus. Wenn Sie sich jedoch für einen Kompromiss entscheiden, müssen Sie das auch als eine klare Ausnahme darstellen, und dabei soll es auch in der Zukunft bleiben.

Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net / goodluz

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