Schwangerschaftstest

Schwangerschaftstest – welche Möglichkeiten gibt es?

[dropcap]V[/dropcap]iele Frauen möchten gerne ein Kind bekommen und versuchen es mit ihrem Partner immer wieder. Wenn dann tatsächlich Anzeichen einer Schwangerschaft auftauchen, ist die Aufregung meist groß. Ein Schwangerschaftstest kann Gewissheit bringen, allerdings kann er bei falscher oder auch zu zeitiger Durchführung ein negatives Ergebnis liefern, obwohl eigentlich eine Schwangerschaft vorliegt.

Wie funktioniert ein Schwangerschaftstest und wie wird er richtig durchgeführt?

Auch wenn es viele verschiedene Hersteller gibt, die Vorgehensweise der Schwangerschaftstests ist in aller Regel sehr ähnlich. Ein solcher Test besteht aus saugfähigem Material. Dieses ist von einer Plastikhülle umgeben. Der Schwangerschaftstest kann nun mithilfe von bestimmten Enzymen, die auf dem Teststreifen vorhanden sind, den HCG-Wert des Urins messen.

Hinter HCG (Humane Choriongonadotropin) verbirgt sich ein Hormon, das bei gesunden Frauen in dieser hohen und messbaren Konzentration nur in der Schwangerschaft vorkommt.

Bei einer Tumorbildung oder der Einnahme von bestimmten Medikamenten kann es allerdings in seltenen Fällen auch zu einem positiven Testergebnis kommen, obwohl keine Schwangerschaft vorliegt. Nicht nur die Vorgehensweise der Schwangerschaftstests selber, sondern auch die Durchführung ist in den meisten Fällen ähnlich.

Die Testspitze muss mit Urin besetzt werden. Am besten wird der erste Urin vom Morgen genommen, dieser ist noch sehr unverdünnt. Viel Flüssigkeit kann beispielsweise, besonders bei einem Schwangerschaftsfrühtest, dazu führen, dass die HCG Konzentration zu niedrig ist und so das Ergebnis „Nicht schwanger“ lautet. Nach wenigen Sekunden oder spätestens drei Minuten wird das Testergebnis angezeigt. Durch ein Kreuz, einen Strich in einem bestimmten Kontrollfenster oder auch in Worten.

Schwangerschaftsfrühtest

Der Frühtest ist ab der 3. SSW möglich und wird mittlerweile von vielen Herstellern angeboten. Ein solcher Schwangerschaftsfrühtest funktioniert dabei genauso wie ein „normaler“ Schwangerschaftstest, nur kann der Schwangerschaftsfrühtest eben schon einige Tage vor Ausbleiben der Periode angewendet werden. Denn die Konzentration des Schwangerschaftshormons HCG wird schon wenige Tage nach der Befruchtung höher. Allerdings steigt der Wert in den ersten Wochen immer weiter an. So kann es sein, dass ein Schwangerschaftsfrühtest noch negativ ist, weil die Konzentration des Hormons noch nicht hoch genug war, aber trotzdem eine Schwangerschaft vorliegt. Dann sollte der Schwangerschaftsfrühtest noch einmal einen oder zwei Tage später wiederholt werden. Ein Schwangerschaftsfrühtest ist etwas sensibler und reagiert schon auf kleinere Mengen des HCG.

Die größte Gewissheit bringt ein Bluttest beim Arzt

Besonders bei einem Schwangerschaftsfrühtest ist das Ergebnis nicht als absolut sicher zu bezeichnen. Einen Schwangerschaftstest, der erst am ersten Tag nach Ausbleiben der Periode gemacht wird, gibt das richtige Ergebnis mit einer Wahrscheinlichkeit von 99 Prozent an. Die absolute Gewissheit kann aber nur ein Bluttest beim Frauenarzt bringen. Im Rahmen eines Schwangerschaftstests beim Frauenarzt gibt es zwei unterschiedliche Methoden. Bei dem einfachen Bluttest wird nur nach dem Schwangerschaftshormon HCG gesucht. Ist es vorhanden, liegt eine Schwangerschaft vor.

Es gibt aber auch die Möglichkeit, die Höhe der HCG Konzentration zu bestimmen und so Rückschlüsse auf das Empfängnisdatum zuzulassen. Um die Fruchthöhle zu sehen, wird beim Frauenarzt in den ersten Wochen eine Vaginal-Sonographie gemacht. Bei dieser Ultraschalluntersuchung wird durch die Scheide die Gebärmutter gezeigt. Wer mit einem Schwangerschaftsfrühtest getestet hat und dieser positiv war, sollte auf jeden Fall einen Frauenarzt aufsuchen, denn Vorsorge in der Schwangerschaft ist sehr wichtig.

Bildquelle: Johannes Jander – Flickr.com (CC BY-ND 2.0)

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