Schimpfwörter aus dem Kindermund

[dropcap]I[/dropcap]rgendwann ist es leider so weit: Das geliebte Baby wird zu einem kleinen Menschen und macht seine ersten Schritte in der großen Welt. Das Kleinkind gerät erstmalig mit anderen Menschen außer mit Mama und Papa und dem engsten Kreis der Familie in Kontakt. Es kann durchaus sein, dass das kleine Kind von hier außer nützlichen Erfahrungen auch Schimpfwörter mit nach Hause bringt. Wie soll man reagieren?

Schimpfen kann nützlich sein

Der Mensch ist ein zwar soziales, aber auch aggressives Wesen. Das Schimpfen gehört also zu unserer Natur und sollte nicht sofort unterdrückt werden: Hier baut das Kind auch Aggressionen ab, die im Kontakt mit „Artgenossen“ eben entstehen. Sofern es sich um halbwegs ertragbare Schimpfwörter handelt, müssen die Eltern dies als einen unabdingbaren Teil des Reifungsprozesses des Kindes hinnehmen.

Wenn Schimpfen unangenehm wird

Spätestens im Kindergarten kommen Kinder mit anderen Kindern, vielleicht auch mit Erwachsenen in Kontakt, welche den Kindern auch unanständige Wörter beibringen. In der Regel plappert das Kind diese Worte zu Hause nach und ist auch noch stolz darauf, dies gelernt zu haben. Auch dies ist kaum zu steuern: In einem Kindergarten gibt es Kinder mit älteren Geschwistern, welche bereits über einen Wortschatz verfügen, den man dem eigenen Kind lieber noch erspart hätte. Hier muss nun Einhalt geboten werden: Gewisse Worte, die hier nicht ausgeschrieben werden sollen, sind natürlich tabu, obschon sich der Umgangston auf den Spielplätzen und in den Kindergärten und Grundschulen deutlich geändert hat. Besonders Mädchen sind heute Beleidigungen ausgesetzt, die früher mindestens zu einem Elternabend, wenn nicht gar zum Ausschluss einiger Kinder aus der Schule geführt hätten. Grund hierfür ist sicher die mangelnde Sprachkenntnis und die andere Erziehung vieler Mitschüler vor allem in Großstädten wie Berlin. Diese in der Regel männlichen Mitschüler vernünftig zu erziehen scheint Sache der Politik zu sein, denn es gibt leider viele Elternhäuser, denen das Aussprechen schlimmer Worte durch ihren Sohn eine große Ehre zu sein scheint.
Trotzdem sollte ein vernünftiges Elternhaus das Kind nicht dem Slang der Straße überlassen oder gar erklären, dass die Zeiten nun einmal so sind. Ein solcher Erziehungsansatz kann zu nichts Gutem führen.

Wenn das Schimpfen gefährlich werden kann

Kinder verbringen heute bereits viel Zeit in der virtuellen Welt. Da viele Eltern oder alleinerziehende Mütter berufstätig sind, hat man kaum eine Möglichkeit, zu kontrollieren, was das Kind dort zu sehen und zu hören bekommt. Hier ist es von großer Wichtigkeit, darauf zu achten, was das Kind sagt und was für Worte es dabei verwendet. Kinder sind generell unschuldig, aber sie geben ihre Erfahrungen wieder und teilen ihr neues Wissen gerne mit der Mama oder dem Papa. Da das Internet und all die anderen neuen Medien bei allen Vorzügen auch ein Hort der Niedertracht, der Pornografie und der Beleidigungen sind, muss man hier hellhörig sein. Die Erziehung des Kindes zu einem vernünftigen Menschen droht sonst schnell aus dem Ruder zu laufen.
In einem solchen Fall sollte man dem Kind womöglich Fernsehverbot und dergleichen erteilen und den Computer so einrichten, dass entsprechende Inhalte gesperrt sind.

0 Kommentare

Hinterlasse ein Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert