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Rotaviren-Impfung: Immunisierung für Säuglinge in Berlin jetzt kostenlos

Die sogenannten Rotaviren führen bei Babys und Kleinkindern zu Brechdurchfall und sind besonders hoch ansteckend. Bei Säuglingen sind sie sehr gefährlich und die Ansteckung kann ernsthafte Folgen haben. Deswegen haben sich jetzt Berlins gesetzliche Krankenkassen dazu entschlossen, ab sofort eine Säuglings-Schluckimpfung gegen Rotaviren kostenlos anzubieten.

Rotaviren-Impfung als gesetzliche Standardleistung

[dropcap]D[/dropcap]iese Aktion hat als Ziel, schwerwiegende Infektionen bei Babys und Säuglingen zu verhindern. Wie die Kassenärztliche Vereinigung Berlin mitteilte, wird die Impfung von den Krankenkassen als gesetzliche Standardleistung übernommen. Den Impfstoff gibt es zwar schon seit Jahren, aber erst jetzt wird er als kostenlose Kassenleistung angeboten.

Standardschutz für Säuglinge

Laut Empfehlung der Ständigen Impfkommission sollte die Immunisierung gegen Rotaviren als Serie erfolgen. Im Alter von sechs bis zwölf Wochen fängt die Serie an und dauert dann bis zur 24. Bis 32. Woche. Diese Impfung empfehlen Experten für alle Kinder als sogenannte Standardimpfung. Gesetzlich versicherte Kinder werden in Berlin nun kostenlos geimpft.

Ältere Kinder werden nicht mehr geimpft, die Altersgrenze liegt zwischen 24. bis 32. Woche. Nach Susanne Roßbach, Sprecherin der Kassenärztlichen Vereinigung, ist die Impfung gegen Rotaviren gut verträglich, obwohl in Einzelfällen zu Nebenwirkungen (z.B. ein Durchfall) kommen kann. In extrem seltenen Fällen kann es zur Einstülpung eines Darmabschnittes kommen, was die Darmfunktion negativ beeinträchtigen könne.

WHO schlägt Alarm

Nach Angaben der WHO müssen jährlich weltweit zwei Millionen Kinder im Krankenhaus stationär behandelt werden, weil sie sich von Rotaviren angesteckt und gefährlichen Durchfall haben. Laut Robert-Koch-Institut sind davon in Deutschland jährlich über 20.000 Babys betroffen. Die Kinder müssen ins Krankenhaus, weil der Kreislauf der Babys durch den hohen Flüssigkeitsverlust extrem geschwächt wird.

Bei der sogenannten Schluckimpfung wird den Kleinen der Impfstoff in zwei bis drei Dosen in den Mund geträufelt. Ein Mindestabstand von vier Wochen zwischen den Dosen muss unbedingt eingehalten werden.

Bildnachweis:© panthermedia.net / Thomas Lachemund

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