Nabel

Nabelbruch bei Babys: Wann ist eine OP nötig

Nabelbruch ist für Babys im Mutterleib wie eine Überlebensader – ohne Nabelschnur könnten sich die Ungeborenen überhaupt nicht entwickeln. Bei der Geburt wird das Baby von der Mutter getrennt, Reste der Nabelschnur trocknen dann und fallen anschließend ab. Zurück bleibt eine kleine Vertiefung, die sich bei Kindern nach außen stülpen und eine Wölbung bilden kann, was man in der Fachsprache als Nabelbruch bezeichnet. Nabelbrüche sind jedoch in meisten Fällen harmlos.

Leisten- oder Nabelbruch?

[dropcap]M[/dropcap]an muss klar zwischen einem Leistenbruch, der operiert werden muss, und einem Nabelbruch, unterscheiden können. Bei Nabelbrüchen geht nichts kaputt, lediglich durchbricht dabei der Bauchinhalt die Bauchdecke exakt an dieser Stelle. Bei Säuglingen ist das nichts Kompliziertes oder Gefährliches. Dort, wo sich der Nabel befindet, führte bei Ungeborenen die Nabelschnur weiter in den Körper hinein, so entstand die Lücke in der Bauchdecke.

Mit der Zeit schließt sie sich jedoch von alleine. Je nach dem kann sie bei Frühgeborenen noch deutlich vorhanden sein, bei anderen Kindern wiederum nicht. In der Phase, wo Kinder versuchen sich aufzusetzen, werden Bauchmuskeln trainiert, was in den meisten Fällen zum vollständigen Verschluss der Lücke führt.

Anzeichen für einen Nabelbruch

Wenn das Kind bei der Berührung der Bauchwölbung keine Reaktionen zeigt oder Schmerzen verspürt, kann man versuchen, den hervorgewölbten Bruchsack vorsichtig und nur mit leichtem Druck in den Bauch zu schieben. Der Rand der Lücke lässt sich problemlos ertasten. Bei größeren Lücken ist die Gefahr sogar kleiner, weil es kaum zu Einklemmen kommen kann. Wenn das Kind etwa nach dem Toben und Spielen Bauchschmerzen bekommt, kann das ein Anzeichen für Nabelbruch sein.

Wann eine Operation unumgänglich ist

Das Bauchfell und der darunter liegende Darm können im Fall eines Nabelbruchs eingeklemmt werden. Wenn das Kind nur ein leichtes Zwicken verspürt, kann man eine OP ruhig einplanen. Sind die Schmerzen jedoch stark und der Bruchsack gar bläulich geworden ist, muss in der Regel sofort operiert werden, weil z.B. durch Einklemmen der Darmschlinge die Durchblutung des lebenswichtigen Organs unterbrochen werden könnte.

Ein Absterben dieser Bereiche wäre dann nicht auszuschließen. Nabelbruch-Operation ist nur mit geringem Risiko (beispielsweise eine Infektion) verbunden. Eine OP wird auch dann durchgeführt, wenn der Nabelbruch hartnäckig ist und im Vorschulalter nicht erkennbar bleibt, ob er sich bald verschließt oder nicht.

So etwas kommt bei zehn Prozent der Nabelbrüche vor. Selten kommt es zu so großen Nabelbrüchen, dass sie sich nicht von alleine verschließen können. In solchen Fällen ist es ratsam, einen Facharzt hinzuziehen, der unter Umständen einen Eingriff vorschlagen wird.

Nabelbruch Operation (Nabelhernie)

Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net / subbotina

0 Kommentare

Hinterlasse ein Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert