Mücken

Mückenschutz: Das sollten Sie bei Kleinkindern beachten

Der Sommer ist da und mit ihm kommen neben dem schönen Wetter auch die kleinen Plagegeister – die Mücken. Diese Insekten sind nicht nur lästig, ihre Stiche können bei Kleinkindern sogar Hautreizungen oder Allergien auslösen. Deswegen sollten Eltern für optimalen Schutz vor Mücken sorgen. Kinderhaut ist viel zarter als es der Fall bei den Erwachsenen ist, die Anforderungen an Mückenschutzmittel sind hier deswegen ein wenig anders. Viele Mückenmittel sind für Kleinkinder kaum geeignet, weil sie die Haut schädigen können.

Nur wenige Produkte darf man verwenden

[dropcap]B[/dropcap]ei Kindern haben sich bereits Mückenschutzmitteln wie Doctan® Kinder mit dem Wirkstoff Saltidin bestens bewährt, dieser Mittel kann schon bei Kleinkindern ab dem sechsten Lebensmonat angewendet werden. Das Mittel wird auf die Haut des Kindes aufgetragen und schützt es bis zu zwölf Stunden vor den Mückenstichen und Zeckenbissen.

 

Obwohl das Thema „Mückenschutz für Kinder“ in unseren Breitengraden nicht so hochbrisant ist wie in den tropischen Ländern, sollte man dennoch die Kleinen vor den Insektenstichen schützen.

Das Thema wird spätestens dann aktuell, wenn man mit ganzer Familie in ein tropisches Land in den Urlaub fliegt. Damit der Aufenthalt dort sicher verläuft, sollten Eltern die Reiseapotheke unter anderem mit Insektenschutzmitteln füllen.

Bei der Zusammensetzung aufpassen

Bei Insektenschutzmitteln handelt es sich immer um chemische Stoffmischungen, die manchmal sogar für Erwachsenen gesundheitsbelastend sein können, geschweige denn für Kinder. Das betrifft auch Schwangere und Stillende. Bei Kindern ab zwei Jahren darf man Insektenschutzmitteln wie beispielsweise das Icaridin (Bayrepel®) verwenden, das sehr gute Ergebnisse liefert und für Kinder weniger belastend ist als zum Beispiel das DEET (Diethyltoluamid).

Bei noch jüngeren Kindern (unter zwei Jahren) ist die Auswahl an Mückenschutzmitteln begrenzter, dennoch steht man da auch nicht mit leeren Händen.

Kinder ab zwölf Monaten

Der Stoff Ethyl-Butylacetylaminopropionate (EBAPP, IR 3535) wirkt genauso gut wie DEET, die Wirkungszeit ist aber kürzer. Dafür aber ist der Stoff weniger giftig und wirkt neben Mücken und Zecken auch gegen Wespen und Bienen. Man hatte bisher keine Nebenwirkungen von EBAPP feststellen können und daher ist es auch für Kinder ab einem Jahr geeignet.

Dieser Wirkstoff ist der Hauptbestandteil bei Mückenschutzmitteln wie Flystop Stichfrei, ExoPic Kids Spray oder Ballistol Stichfrei Kids.

Alternative Mittel nicht immer gut genug

Auf dem Markt gibt es einige alternative Mückenschutzmittel, die auf Naturbasis aus ätherischen Ölen hergestellt werden. Da muss man jedoch vorsichtig sein, weil eben diese Öle zu negativen Hautreaktionen oder sogar zu Allergien führen können. Diese Mittel wirken nur kurz (wenn überhaupt) und sind eher unzuverlässig. Das betrifft auch die sogenannten Mückenpiepser.

Sicher im Gebrauch sind dagegen mechanische Mückenschutzmittel, wie Mosquitonetze, die man an Fenstern, Betten, Türen und Kinderwagen anbringen kann.

Der Kinderarzt vom Bodensee: Insektenstiche

Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net / Wolgang Schleicher

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