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Mit ADHS -Kindern richtig umgehen

Bei ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) handelt es sich um eine neurologisch bedingte Erkrankung, die bei Kindern zu Auffälligkeiten führt. ADHS wirkt sich auf alle Lebensbereiche aus und betrifft eigentlich die ganze Familie, Schule und das gesamte soziale Umfeld. Zu den häufigsten Symptomen von ADHS gehören unter anderem Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität. Die Auffälligkeiten können von Kind zu Kind unterschiedlicher Natur sein. Für Eltern ist es nicht leicht, mit ADHS erkrankten Kindern richtig umzugehen. Wie das am besten gelingt, erfahren Sie anhand der einigen hier vorgestellten Tipps.

Leben im Chaos

ADHS-Kindern gelingt es nur sehr schwer, Ordnung in ihr Leben zu bringen. Deswegen sollten Eltern ihren kranken Kindern zeigen, wie man Struktur in die Handlungen bringt, große Aufgaben auf mehrere kleine verteilt und dadurch nicht so schnell den Überblick verliert. Wichtig dabei sind vor allem klare Zeit- und Aufgabenpläne, leicht verständliche Regeln und Hinweise zum Tagesablauf des Kindes.

An ADHS erkrankte Kinder müssen die Situationen, in denen sie sich bewegen, klar einschätzen können, damit gelingt auch ihr eigenes Zeitmanagement. Regelmäßiger Schlaf, Essen, Trinken sowie Ruhezeiten und Pausen sind dabei auch zu berücksichtigen. ADHS-Kinder mögen keine Überraschungen, die sollten ihnen möglichst erspart bleiben.

Belohnung ist wichtig

Eine Belohnung kann unter Umständen eine bessere Wirkung erzielen, als wenn man mit dem Kind schimpfen oder es bestrafen würde. Am besten man führt ein konkretes Belohnungssystem ein, mit dem sich das Kind bestimmte Vergünstigungen und Boni erarbeiten kann. Eltern sollten sich durch den Kopf gehen lassen, welche Verhaltensmuster sie bei dem Kind gerne sehen würden.

Diese Handlungen sollten dann entsprechend belohnt werden. Als Belohnung denkt man sich etwas aus, was dem Kind Spaß machen würde, zum Beispiel ein Kinobesuch oder ein gemeinsamer Ausflug. Der Bonusplan muss vorsehen, wie viele Punkte wofür zu vergeben sind und wie viele davon das Kind eintauschen darf.

Freiräume ermöglichen

Ein ADHS-Kind darf nicht eingeschränkt sein. Im Gegenteil – man sollte ihm viele soziale Kontakte zu Gleichaltrigen ermöglichen, wie beispielsweise in außerschulischen Aktivitäten, Sportvereinen, Musikschulen oder Kirchengemeinden. Dadurch sammelt es Lernerfahrungen und integriert sich Schritt für Schritt in ein stabiles soziales Netz.

Wenn man dem Kind ermöglicht, eine Kampfsportart auszuüben (Judo, Karate etc.) wird es sich gleichzeitig austoben können und seine Konzentration und soziale Fähigkeiten werden dadurch stärker. Der Neurotransmitter-Haushalt im Gehirn wird auch mit Sportarten wie Jogging, Schwimmen und Radfahren stabiler.

Motivation und Ermutigung

Eltern sollten ihr krankes Kind immer wieder dazu ermutigen, etwas durchzuziehen, was sie angefangen haben. Mit vorgeschlagenen Zwischenstopps wird das Kind es leichter haben, sein Vorhaben zu Ende zu bringen.

Der Grund dafür liegt an der Krankheit selbst: ADHS-Kinder verlieren ihr Ziel zu leicht aus den Augen. Man sollte ihm stets zur Seite stehen und ihm Mut machen, weil es sehr schnell seine eigenen Erfolgserlebnisse vergisst.

ADS/ADHS bei Kindern – Einführung und Therapie

Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net / Gelpi José Manuel

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