Laktoseintoleranz

Laktoseintoleranz – Symptome und Behandlung

Milch ist einer der elementaren Nährstofflieferanten und bildet eine Basis für den Großteil der Säuglingsnahrung. Spurenelemente, wertvolle Vitamine und Mineralstoffe sowie Kalzium sind entscheidend für den Knochenaufbau und die Entwicklung. Doch gibt es einige Kinder und Erwachsene, denen der enthaltene Zucker in der Milch nicht bekommt. In diesem Zusammenhang ist von der Laktoseintoleranz die Rede.

Leiden Sie an Laktoseintoleranz?

[dropcap]E[/dropcap] in Kind, das unter Laktoseintoleranz leidet, kann Milchzucker nicht verdauen. Es klagt nach der Aufnahme von Milchprodukten unter Bauchweh sowie Durchfall. Milchzucker gelangt nach seiner Aufnahme in unvorbereitetem Zustand direkt in den Dickdarm und verursacht dort Bauchschmerzen, Durchfall und starke Blähungen. Die Laktoseintoleranz bei Erwachsenen ist schon lang keine Seltenheit mehr. Gerade in den außereuropäischen Ländern, in denen es keinerlei Milchwirtschaft gibt, gehört die Laktoseintoleranz zum allgemeinen Standard. Für Kinder, Kleinkinder und Babys hingegen ist Milch lebensnotwendig, so kann die Intoleranz und Unverträglichkeit von Milchzucker zu erheblichen Problemen führen. In seltenen Fällen tritt eine angeborene Form der Laktoseintoleranz auf – die Alaktasie – diese kann in schlimmen Fällen zur Austrocknung und Unterernährung führen. Jedoch tritt diese Krankheit äußerst selten auf.

Statistik: Stationäre Diagnosen von Laktoseintoleranz in Deutschland in den Jahren 2000 bis 2013 | Statista
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Ursachen der Milchsäureunverträglichkeit

Die eigentliche Ursache für diese Milchunverträglichkeit lässt sich bis auf unsere Vorfahren zurückführen. So verloren diese im Erwachsenenalter die Fähigkeit, Milch zu verdauen. Mit dem Aufkommen der Milchwirtschaft und den charakteristischen Eigenschaften von Kuhmilch, Ziegenmilch und Schafsmilch entwickelte sich die Fähigkeit, auch nach dem Säuglingsalter Milchzucker zu verdauen.

Herkunft und Ursachenfindung

Im Prinzip ist Laktose für unsere Kinder äußerst wichtig, denn diese liefert die wertvolle Energie sowie Kalzium. Diesen Inhaltsstoff benötigen unsere Kinder in einem höheren Maße als Erwachsene. Die Muttermilch ist auf dieses erste Verhältnis hin ausgerichtet. Neugeborene benötigen Wasser, Mineralstoffe sowie Eiweiß und Laktose.

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[box type=success]Was bedeutet Laktose?

Das Wort Laktose lässt sich auf das Lateinische zurückführen und bildet eine Zusammensetzung aus „lac“ – der Milch – und „ose“ – dem Zucker. So bildet sich auch sprachwissenschaftlich ein Bezug auf den Milchzucker aus, die natürlichen Bestandteile aller Milchprodukten. Dieser Zweifachzucker setzt sich aus Glukose und Galactose zusammen.

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Leidet Ihr Kind unter Laktoseintoleranz?

Bei dem ersten Auftreten von Bauchweh, einer der Kolik oder Blähung direkt auf eine Laktoseintoleranz zu tippen, ist irreführend. Die Gründe liegen meist woanders. Der kindliche Darm ist erst mit 3-4 Monaten vollständig ausgereift, so sind Dreimonatskoliken eine unangenehme Begleiterscheinungen für die meisten Kleinkinder. Darüber hinaus können Kinder unter einer Milch-Eiweißallergie leiden und besonders sensibel und überzogen auf die Aufnahme von Milch reagieren. Die Kuhmilchallergie kommt bei vielen Kleinkinder vor. Sie geht zumeist mit dem Eintritt in die Schule. Die Symptome bei dieser Allergie sind ähnlich der Laktoseintoleranz. So lässt sich aus Laienperspektive nur schwerlich ein Unterschied ausmachen. Sie vermuten, dass Ihr Kind auf Milchprodukte reagiert? Dann sprechen Sie in diesem Fall mit Ihrem Kinderarzt über diese Problematik.

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[box type=alert]Laktoseintoleranz – gefährlich für unsere Kinder?

Ausgenommen von der seltenen Ausprägung der angeborenen Laktoseintoleranz, ist diese Erkrankung für Kinder nicht gefährlich. Die Kleinen leiden unter den heftigen Symptomen und der gestörten Verdauung. Nehmen Ihre Kinder trotz Laktoseintoleranz versehentlich Milchzucker zu sich, kann es vorübergehend zu Durchfall kommen. Im Zuge der letzten Jahre hat die Lebensmittelindustrie zahlreiche Ersatzstoffe entwickelt, die ein Leben mit Laktoseintoleranz leichter machen. Als Ersatz für die Kuhmilch bietet sich zum Beispiel Sojamilch und Mandelmilch. Darüber hinaus finden Sie konkrete Empfehlungen und Ratschläge in Laktoseintoleranz Ratgebern und beim Gespräch mit Ihrem Kinderarzt. Zudem kann das fehlende Enzym Laktase in Pulverform oder Tablettenform eingenommen werden.

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Fazit: Was ist zu tun bei Laktoseintoleranz?

Ihr Kind leidet unter Laktoseintoleranz, so gilt es, fortan auf jegliche Form von Milchprodukte zu verzichten. In diesem Zusammenhang ist der Besuch eines Bio Ladens oder Ökoladens von Vorteil, denn diese bieten zahlreiche Produkte, die vollständig auf tierische Milcherzeugnisse verzichten. Wenden Sie sich bei dem Verdacht der Laktoseintoleranz zuerst an Ihren Arzt, denn dieser ist einzig und alleine der Lage, eine wirkliche Diagnose zu treffen. Oftmals handelt es sich nur um eine Kuhmilchallergie oder eine Unverträglichkeit im Hinblick auf bestimmte Lebensmittel. Fälschlicherweise von einer persönlich diagnostizierten Laktoseintoleranz auszugehen, wäre nicht nur irreführend, sondern vor allen Dingen folgenreich für den Speiseplan Ihres Kindes.
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Links Zur weiterführenden Information

http://www.rund-ums-baby.de/ernaehrung/laktoseintoleranz/was-ist-das.htm
http://www.nahrungsmittel-intoleranz.com/laktoseintoleranz-informationen-symptome/behandlung-laktoseunvertraeglichkeit.html

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