Chrakter

Kinder-Typen: Kann man den Charakter erben?

Nicht nur bei Eltern lassen sich bestimmte Eigenschaften feststellen, die für manche Eltern-Typen eben typisch sind. Auch auf die Kinder trifft das zu. In jeder Schulklasse oder im Kindergarten trifft man bestimmt auf eine rosa Prinzessin, einen kleinen Besserwisser und einen Draufgänger. Jeder Mensch hat von Geburt an eine bestimmte Grundpersönlichkeit, was man als Temperament bezeichnet. Etwa die Hälfte der späteren Persönlichkeit eines erwachsenen Menschen ist bereits in den Genen angelegt.

Erste Persönlichkeitsanzeichen bei Kindergartenkindern

[dropcap]M[/dropcap]it dem zunehmenden Alter kristallisiert sich bei den Kindern ein Charaktertyp heraus. Das fängt schon mit drei bis vier Jahren an. Manche Charaktereigenschaften, wie beispielsweise Schüchternheit, nehmen dann zwar ab, aber es wurde bereits dokumentiert, dass im Vergleich zu Gleichaltrigen die Ausprägung auf gleichem Niveau bleibt.

Grundpersönlichkeit bleibt beim jedem Menschen sein Leben lang erhalten. Allerdings kann es im Verlauf des Lebens gewisse Umstände geben, unter denen sich der Charakter verändern kann. Das wurde bereits von Neurobiologen bestätigt. Sie fanden heraus, dass im Gehirn eines Menschen ein stetiger Auf- und Umbau stattfindet. Kein Wunder, das Wort „Charakter“ kommt ja aus der griechischen Sprache und bedeutet so viel wie Prägung oder Kerbung.

Typische Charaktertypen bei Kindern

„Rosa Prinzessin“

Kleine Prinzessinnen, die alles lieben, was rosarot ist, glitzert und funkelt, findet man in jedem Kindergarten. Sie will wie eine kleine Königin behandelt werden, für sie sind dreckige Klamotten oder Kleidungsstücke, die sie nicht eindeutig zu einem „echten“ Mädchen machen, out.

Draufgänger

Diese Kinder sind wild, offen und dazu noch schnell auf der Palme. Mit solchen „Früchtchen“ muss man immer Klartext reden und dafür sorgen, dass das, was man gesagt hat, von ihnen auch angenommen wird. Draufgängern passiert es nämlich ständig, dass sie Hinweise von außen einfach überhören. Eltern sollen ihnen vor allem den Umgang mit der Wut beibringen.

Anführer

In einer größeren Gruppe Kinder wird es schnell klar, wer Anführer-Qualitäten hat und wer nur ein Mitläufer ist. Anführer, ob Jungs oder Mädchen,  scheinen eine Art natürlicher Autorität zu haben, die andere dazu bewegt, sich ihnen anzuschließen. Solche Kinder sind dazu gewohnt, im Mittelpunkt zu stehen, etwaige Konkurrenz ist ihnen lästig und sie können es nur schweren Herzens verkraften. Es kann auch ab und zu dazu kommen, dass Anführer-Kinder ihre Macht ausnutzen oder gegen andere wenden.

Schüchterne

Sie kommen mit neuen Situationen oder fremden Personen nur schwer zurecht. Sie wollen so wenig wie möglich auffallen, verstecken sich gerne hinter ihren Eltern und scheinen schwer zu begeistern zu sein. Was interessant ist: Sie bleiben nicht nur im Kreis Ihresgleichen, sondern suchen die Nähe von Draufgängern oder Anführern. Bei solcher Konstellation scheinen beide Seiten zu profitieren.

Entsprechend dem Typ erziehen

Ob Draufgänger oder Schüchterne – man soll das Kind immer so behandeln, dass es ihrem Typ entspricht. Es gibt kein goldenes Erziehungsrezept – jedes Kind hat nämlich seine eigenen Schwächen und Stärken, seine eigenen Abneigungen und Vorlieben. Was bei einem Kind funktioniert, kann bei einem anderen keine Erfolge zeigen. Eltern sollten sich einfach auf den Charakter ihres Kindes einlassen.
Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net / Igor Yaruta

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