Jugendschutz

Jugendschutzgesetz 2014: Das sollten Eltern wissen

Das deutsche Jugendschutzgesetz (JuSchG) ist dazu da, Kinder und Jugendliche vor Gefahren und negativen Einflüssen im Alltag zu schützen, es dient dem Wohl von Kindern und Jugendlichen. Durch das Jugendschutzgesetz werden Altersgrenzen für bestimmte Aktivitäten definiert. Das Gesetz bindet bestimmte Aktivitäten und Handlungen an bestimmte Altersstufen. Für die Eltern ist es eine Orientierungshilfe für die verantwortungsbewusste Erziehung der Kinder.

Ausgehen, Rauchen und Alkohol: Durch Jugendschutzgesetz geregelt

[dropcap]I[/dropcap]n dem Gesetz befinden sich detaillierte Regeln für den Konsum von Alkohol und Zigaretten. Des Weiteren gibt das Gesetz vor, ab welchem Alter und wie lange sich Jugendliche in Discos, Spielhallen und Gaststätten aufhalten dürfen. Bei Verstößen, wenn zum Beispiel Jugendlichen unter 16 Alkohol ausgeschenkt wird, drohen Gewerbetreibenden und Veranstaltern hohe Bußgelder.

Jugendschutz greift bei Sexualität streng durch

Erster Freund oder Freundin ist für viele Eltern ein Alarmzeichen, schlimmer noch, wenn die Tochter mit ihrem Freund losziehen will. Das ist wohl verständlich, weil eine unerwünschte Schwangerschaft im Jugend-Alter für viele Familien einer Katastrophe gleicht. Damit Jugendliche vor Missbrauch geschützt werden, definiert das Jugendschutzgesetz, ab wann genau Sex zwischen Jugendlichen, beziehungsweise mit Jugendlichen, frühestens erlaubt ist. Hat zum Beispiel ein 13-jähriges Mädchen mit ihrem 15-jährigen Freund Sex, können Eltern des Mädchens eine Strafanzeige gegen den Jungen erstatten.

Altersgrenzen bei Ferienjobs

Das Jugendschutzgesetz regelt unter anderem, wie lange Minderjährige arbeiten dürfen. Damit Jugendliche überhaupt gewerblich tätig sein dürfen, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Laut Jugendschutzgesetz dürfen Kinder, die jünger als 13 Jahre sind, überhaupt nicht arbeiten, ältere Jugendliche dürfen das nur unter bestimmten Voraussetzungen tun. Schüler (ab 13 Jahre) dürfen ihr Taschengeld durch leichte Arbeiten aufbessern. Das könnte z.B. Babysitten. Einkaufshilfe, Nachhilfe oder Zeitungen austragen, sein. Als Schüler dürfen Kinder und Jugendliche maximal zwei Stunden pro Tag und nur zwischen acht Uhr morgens und sechs Uhr abends arbeiten.

Arbeiten während der Ferien

Erreichen Kinder das 15. Lebensjahr, können sie bis zu vier Wochen im Jahr, also 20 Arbeitstage zu jeweils acht Stunden, einen Ferienjob nachgehen. Die Arbeit muss zwischen sechs Uhr morgens und acht Uhr abends stattfinden. Darüber hinaus gibt es einige Ausnahmen: Im Bäckerhandwerk dürfen 16-Jährige um 5 Uhr anfangen, 17-Jährige um 4 Uhr. Arbeiten in der Landwirtschaft ist Jugendlichen ab 16 Jahren ab fünf bis 21 Uhr gestattet, über 16-Jährige dürfen bis 22 Uhr im Gaststättengewerbe arbeiten. Ein absolutes Arbeitsverbot für Jugendliche gilt an Wochenenden und Feiertagen, obwohl hier einige Ausnahmen zugelassen sind.

Erwachsene sind für Jugendschutz verantwortlich

Das Jugendschutzgesetz 2014 ist vor allem an Gewerbetreibende und Veranstalter gerichtet, allerdings auch Eltern und Erziehende sind für das Einhalten des Gesetztes verantwortlich. Für diese Gruppe hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend das Internetportal „Jugendschutz aktiv“ ins Leben gerufen, um über die neuen gesetzlichen Bestimmungen oder Änderungen im Jugendschutzgesetz zu informieren.

Lehrfilm: DAS JUGENDSCHUTZGESETZ (DVD / Vorschau)

Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net / Thomas Biesel

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