iPhone für Kind kaufen

iPhone für Kind kaufen

Mit einem iPhone kann man heute allerlei lustige und interessante Sachen anstellen: Kommunizieren, Fotografieren, Musik hören oder Spielen. Deswegen ist es nicht verwunderlich, dass schon Kinder ein iPhone haben möchte. Ab einem bestimmten Alter fangen Kinder an sich für solche Sachen zu interessieren. Besonders, wenn Freunde oder Kindern in den Medien schon ein iPhone haben, möchten auch die eigenen Kinder ein solches. Viele Eltern schrecken vor diesem Schritt zurück, da auch viele negative Aspekte mit einem Smartphone daherkommen können. Allerdings kann ein iPhone eine sinnvolle Anschaffung für ein Kind sein, wenn einige Punkte beachtet werden. Sehen Sie nun, wann ein iPhone für Kinder gekauft werden sollte.

Ab wann ist ein Smartphone sinnvoll?

[dropcap]I[/dropcap]n der Grundschule ist ein eigenes Smartphone in der Regel noch nicht notwendig. Zumindest keines, wo allerlei Schnickschnack vorhanden ist. In diesem Alter ist ein sogenanntes „Notfallhandy“ die richtige Wahl. Dies ist ein simples und günstiges Handy, worauf die Eltern das Kind im Notfall erreichen können. Praktischerweise können im Handy die wichtigsten Telefonnummern gespeichert und alleine diese angerufen werden und sogar die Ortung per GPS ist möglich, abhängig von dem gewählten Modell.

Ab einem Alter von zehn Jahren ist ein iPhone für das Kind in Ordnung. Das bedeutet, ab der fünften oder sechsten Klasse gehört ein Handy im Alltag dazu. Mehr als jedes zweite Kind hat im Alter zwischen neun und zwölf Jahren ein eigenes Handy.

Deswegen wird das eigene Kind auch keine Ausnahme mehr sein, wenn es mit dem neuen iPhone zur Schule kommt. In der Altersgruppe über zwölf Jahren haben fast 100 Prozent der Kinder ein Handy oder Smartphone.

Der häufigste Grund, wieso das eigene Kind ein iPhone kaufen oder haben möchte ist, dass auch die Freunde ein Handy besitzen und man somit auch eines haben will. Viele Eltern sehen diesen Part kritisch, dabei ist es vollkommen legitim, dass Kinder kleine „Mitläufer“ sind. Schnell kann ein Kind immerhin zum Außenseiter werden, wenn es noch kein Smartphone besitzt. Zusätzlich dient das Handy dem Austausch und der Kommunikation mit Freunden. Insofern kann man grob sagen: Kinder unter neun Jahren sollten noch kein Smartphone besitzen. Über diese Altersgrenze hinaus kann ein iPhone für Kinder gekauft werden und ist in Ordnung solange klare Regeln aufgestellt werden und der Umgang mit dem iPhone geübt wurde.

Wofür ist ein iPhone gut?

Viele Eltern werden sich fragen, wofür ein so junger Mensch schon ein eigenes iPhone benötigt. Der Hauptanreiz für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren sind die Handy-Spiele. Besonders das iPhone bietet eine gigantische Auswahl an Games an, die das Handy zur persönlichen Spielekonsole macht.

Dahingegen ist die Kommunikation mit Klassenkameraden und Freunden in diesem Alter noch nicht so stark ausgeprägt. Im Teenie-Alter ist genau dieser Aspekt der Hauptgrund für ein eigenes iPhone. Man möchte sich mit seinen Freunden austauschen, Facebook besuchen und jede Menge SMS schreiben.

Geht es dem Kind aber meist nur um das Spielen und es wird nicht viel Wert auf Telefon sowie SMS gelegt, dann können sich Eltern über die Anschaffung eines iPod Gedanken machen. Dieser bietet zahlreiche Funktionen, kann jedoch nicht für SMS und Telefonieren genutzt werden. Insofern spart man Kosten bei der Anschaffung und Nutzung.
Statistik: Anteil der Kleinkinder im Alter zwischen 2 und 5 Jahren in ausgewählten Ländern, der ein Smartphone oder eine Tablet-App bedienen kann | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Der richtige Tarif für das iPhone

Heute gibt es unendlich viele Tarife, die ein iPhone beinhalten. Ob mit SMS-, Internet- oder Telefon-Flatrate, Gratisinhalten oder weiteren Funktionen. Im Normalgebrauch reicht für ein Kind ein Prepaid-Tarif aus. Durch diesen haben die Eltern die volle Kostenkontrolle und es kommt auf der Handyrechnung nicht zu Überraschungen. Gerade in den jungen Jahren können somit hohe Kosten vermieden werden, die Kinder vielleicht aus Versehen verursachen würden.

Bei älteren Kindern bietet sich ein moderner Tarif-Vertrag mit Flatrate an. Hierbei sollte man sich mit seinem Kind zusammensetzen und besprechen, was die Hauptfunktionen des iPhones beinhalten sollen (SMS, Telefon oder Internet). Dementsprechend kann der richtige Tarif verwendet werden. Zwar fallen die Kosten monatlich, je nach Anbieter, hoch aus, doch günstiger als ein Nutzungsvertrag.

Bei diesem wird jede Minute im Internet oder beim Telefonieren sowie SMS bezahlt. Schnell kann am Monatsende eine enorme Summe zusammenkommen, die bezahlt werden muss. Durch den Trend des Kinder-Smartphones haben sich einige Anbieter zu einem passenden Kindertarif inspirieren lassen. Dieser ist günstiger und beinhaltet viele Leistungen.

Die Handyrechnung fällt hoch aus: Wie sollte man reagieren?

Sollte ein herkömmlicher Tarif gewählt worden sein und die Handyrechnung somit am Monatsende hoch ausfallen, sollte man nicht direkt zur Tagesordnung übergehen und die Kosten begleichen. Zusammen mit dem Kind sollte die Rechnung überprüft werden, um herauszufinden, wo die hohen Kosten entstanden sind.

In manchen Fällen ist das Kind nur in einem geringen Maße Schuld, da es in eine Abofalle getappt ist oder nicht genau wusste, was es tut. Dennoch ist das kein Grund zur Nachsicht. In erster Linie sollte der Grund der hohen Kosten ausgemerzt werden. Anschließend kann überlegt werden, ob ein Teil der Kosten vom Taschengeld abgestottert wird.

Die Sicherheit steht vor dem Vergnügen

Natürlich ist das iPhone nicht nur ein Garant für Spaß und Freude, sondern es können verschiedene verstörende Inhalte auf das Kind zukommen. Ein kleines Beispiel sind Pornografie, Gewaltverherrlichung, Kettenbriefe, Urheberrechtsverstöße, Verstöße gegen das Persönlichkeitsrecht, Mobbing oder Cybermobbing.

Deswegen sollte man seinem Kind nicht einfach ein iPhone kaufen, es ihnen in die Hand drücken und damit ist die Sache gegessen. Das Smartphone muss abgesichert werden, damit die eigenen Kinder geschützt werden. Gleichermaßen können Kostenfallen umgangen werden. Mit Hilfe von Einschränkungen im Betriebssystem des Smartphones oder die Verwendung von zusätzlichen Apps kann dafür gesorgt werden, dass die Sicherheit des jungen Nutzers erhöht wird.

Gerade in Kombination mit dem mobilen Internet sind die Einstellungen sehr wichtig. Bei einem iPhone wird das Betriebssystem „iOS“ verwendet. Dieses bietet eine einfache Bedienung, eine riesige Auswahl an guten Apps und Spielen und ein umfassendes Angebot an Zubehör von der Docking-Station bis zu individuellen Handyhüllen.

In Sachen Sicherheit kann man auf den Apple-Gerät einige Einstellungen vornehmen. Im Gegensatz zu dem offenen Betriebssystem Android lassen sich neue Apps nur über den Online-Shop von Apple (App Store) herunterladen. Dieser kann mit einer Alterskennzeichnung versehen werden. Zusätzlich kann eine Alterskennzeichnung für Inhalte wie Filme, Bilder oder Sendungen im iTunes Store vorgenommen werden. Die passende Einstellung wird unter dem Punkt „Einschränkungen“ gefunden.
Infografik: Traumstart für das iPhone 6 | Statista

Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Die wichtigsten Einstellungen

Unter Einstellungen „Allgemein“ finden sich für das iPhone zahlreiche Einschränkungen, die genutzt werden können. Hierzu gehört auch die Altersfreigabe und die allgemeinen Zugriffsrechte. Praktischerweise können die Einschränkungen mit einen beliebigen, vierstelligen PIN abgesichert werden.

Insofern kann das Kind nicht einfach die Einschränkungen aufheben. Nach der Eingabe des PIN lassen sich die Funktionalitäten des Smartphones, wie Kamera, Ortungsdienst oder Bluetooth, sowie andere Zugriffe, beispielsweise auf den Apple Browser, die Bildtelefonie oder den iTunes Store, sperren. Zusätzlich werden die gesperrten Funktionen nicht mehr auf dem iPhone angezeigt.

Somit ärgern sich die Kinder nicht, dass sie es nicht nutzen können, sondern es fällt in die Vergessenheit. Darüber hinaus kann eine Altersfreigabe für Inhalte angegeben werden. Bei Sendungen und Filmen orientiert sich Apple nach dem deutschen FSK-Modell. Musiktiteln können hingegen als „anstößig“ markiert und unterdrückt werden. Wie bei der Funktionalität, werden diese Inhalte dem Kind nicht angezeigt.

Aufgepasst beim Internet

Ein großes Problem können das Internet und der hauseigene „Safari Browser“ darstellen. Über diesen können alle Seiten des Internets angezeigt werden, wenn keine Einschränkungen herrschen. Über die sogenannte „Blacklist“ können alle Seiten aufgelistet werden, die nicht besucht werden dürfen. Darüber hinaus gibt es die Alternative: Die Whitelist. Hier können nur die Seiten besucht werden, die auf der Whitelist stehen.

Vorteilhaft ist, dass Apple eine überschaubare Vorauswahl an Kinder- und Jugendseiten bietet. Weitere erlaubte Seiten müssen manuell hinzugefügt werden. Die Verwaltung der Whitelist kann, je nach Anspruch des Kindes, recht aufwändig sein. Deswegen können ergänzend oder alternativ zu einer Browser-App mit Filterfunktion gegriffen werden.

Bei der Wahl der App sollte auf die Altersfreigabe geachtet werden. Manche Browser-Apps haben die Altersfreigabe „ab 17 Jahren“. Es sollte nur eine Applikation verwendet werden, welche „12+“ vorzuweisen hat.

Kostenfalle: Apps

Darüber hinaus können sich die herunter ladbaren Apps schnell als Kostenfalle herausstellen. Gerade die beliebten Spiele wie Dungeon Keeper, Dorfleben, Hay Bay, Simpsons: Springfield oder Farm Heroes Saga können den Kindern das Geld aus der Tasche spielen.

Der Grund ist, dass zusätzliche Hilfsmittel und weitere Ressourcen im Spiel über Echtgeld gekauft werden können. Ansonsten müssen diese Ressourcen erwirtschaftet werden, was viel Zeit kosten wird. Nur die wenigstens jungen Nutzer haben die Geduld und verwenden deshalb die Echtgeld-Methode, die später auf der Handyrechnung sichtbar wird. Die härteste Methode ist das Sperren der App. Hierzu kann unten im Bereich „Zulässiger Inhalt“ auf Apps geklickt werden. Je nach Alter des Kindes kann nun auf eine Altersgrenze getippt werden. Zusätzlich kann „Keine Apps zulassen“ ausgewählt werden. In diesem Fall lassen sich nur ungeblockte Standard-Apps aufrufen.

Natürlich können, wie bei der Whitelist, verschiedene Apps hinzugefügt werden. Natürlich kann man auch die Käufe aller Art verhindern. Hierbei muss man die Dienste von Drittanbietern beim Mobilfunk-Provider sperren lassen. Zusätzlich kann man das hauseigene Sicherheitssystem mit Apple-ID und Passwort verwenden. Da dieses aber 15 Minuten gespeichert bleibt, sollte unter den allgemeinen Einstellungen die Einschränkung „Kennwort erforderlich“ auf sofort gesetzt werden. Insofern wird das Passwort nicht gespeichert und Kinder können keine kleine Shoppingtour starten. Werden diese Punkte beachtet, kann ein iPhone für ein Kind gekauft werden und bietet dabei Spaß, Freude und Kommunikation.

Bildquelle
Artikelbild: © panthermedia.net / Manuel Tennert