Beckenboden

Innere Stabilität nach einer Schwangerschaft

Beckenboden ist nicht nur nach oder während einer Schwangerschaft wichtig, sondern sollte immer gut in Form gehalten werden. Gut ausgebildete und trainierte Beckenbodenmuskulatur sorgt unter anderem für mehr Spaß im Sexleben und beugt Inkontinenz vor.

Welche Rolle spielen Beckenbodenmuskeln

[dropcap]B[/dropcap]ei der Beckenbodenmuskulatur handelt es sich um Verbindungen von zwei Muskelringen, die sich zwischen dem Schambein und Ende der Wirbelsäule befinden. Sie sind unter anderem für eine stabile Position der Blase, Gebärmutter und des Enddarms verantwortlich. Sie kontrollieren auch die richtige Funktion der Schließmuskeln. Ist diese Muskelgruppe schwach oder es kam in diesem Bereich zu einer Verletzung der Muskelstruktur, können sie nicht richtig arbeiten, was einige Komplikationen mit sich bringt.

Fehlbelastung als häufigste Ursache

Fehlbelastung ist die Ursache der meisten Probleme, die eine Frau mit ihrer Beckenbodenmuskulatur haben kann. Auch die Schwangerschaft und Geburt führen in der Regel zu Strukturveränderungen der Beckenbodenmuskeln, was oft in der Stressinkontinenz endet. Als Folge verlieren Frauen tröpfchenweise Urin, wenn sie lachen, niesen oder husten.

Auch körperliche Anstrengung kann in diesem Zusammenhang zu Inkontinenz führen. Stressinkontinenz ist bei frisch gewordenen Müttern ziemlich weit verbreitet, etwa 30 Prozent der Frauen sind nach der Entbindung davon betroffen. Beckenbodenschwäche kann auch in späteren Jahren einer Frau zu Verhängnis werden und zu einem Gebärmuttervorfall führen.

Dabei bewegen sich die inneren Organe aus der Beckengegend und drücken gegen die Wand der Vagina. Davon sind rund 40 Prozent der Frauen über 50 betroffen.

Beugen Sie rechtzeitig vor

Bevor zu einer Beckenbodenschwäche kommt und die Frau von den unangenehmen Folgen überrascht wird, sollte man lieber die Beckenbodenmuskulatur vorbeugend trainieren. Als Erstes sollte sich die Frau im Klaren sein, wo diese Muskelgruppe überhaupt vorkommt. Sie muss diese Muskeln spüren, wahrnehmen und alleine anspannen können.

Stellen Sie sich am besten vor, dass Sie dringend auf die Toilette müssen und dass sich gerade keine in der Nähe befindet. Dieses Gefühl kennt bestimmt jeder, nicht nur Frauen. Man versucht dann logischerweise den natürlichen Drang anzuhalten und spannt dabei bestimmte Muskeln an. Das sind eben die Beckenbodenmuskeln, die einen in solchen Momenten davor schützen, wörtlich in die Hose zu machen.

Die einfachste Übung besteht darin, dass Sie versuchen, das Innere zusammen- und dann hochzuziehen. Welche Muskeln, ob die Scheide oder die Schließmuskeln, man dann mehr und welche weniger zu Spüren bekommt, ist bei jeder Frau unterschiedlich.

Atemübungen genauso wichtig

Neben reinen Muskelübungen sollte man noch zusätzlich einige Atemübungen absolvieren, um die Beckenbodenmuskeln zu stärken. Regelmäßig durchgeführt hilft die Beckenbodengymnastik die Stressinkontinenz während und nach der Schwangerschaft zu vermeiden, das Sexualleben zu verbessern und trägt Einiges zu einer einfacheren zweiten Geburtsetappe bei.

Komplettes Beckenbodentraining

Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net / Robert Stranka

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