Mädchen mit starkem Heuschnupfen | © panthermedia.net /Arne Trautmann

Husten, Schnupfen, Augentränen – Wenn unsere Kleinsten Allergien haben

Der Sommer steht schon in den Startlöchern und die Sonne sammelt bereits ihre wärmsten Sonnenstrahlen. Die Felder färben sich gold und alles blüht und wächst. Wunderschön und nett anzusehen; wären da nicht Allergien, wie der Heuschnupfen. Allein in Deutschland haben 25% der Allergiker Heuschnupfen und auch Lebensmittel- und Kontaktallergien sind verbreitet. Doch nicht nur wir Erwachsenen sind davon betroffen, auch unsere Kinder werden, bereits in den ersten Jahren, nicht verschont.

[flexvid][/flexvid]

Allergien erkennen. Aber wie?

[dropcap]A[/dropcap]ls Heuschnupfen-Allergiker weiß man was man zu tun hat. Man lässt sich, wenn es gar nicht mehr geht, Mittel dagegen verschreiben und informiert sich über den aktuellen Pollenflug, über bekannte Informationsseiten wie dieser hier. Ist der Verdacht einer Allergie bei unseren Kindern aber noch nicht bestätigt, gilt es zunächst den Kopf zu bewahren. In den meisten Fällen bestätigt sich der Verdacht letztendlich gar nicht.

Trotzdem sollte man dem Verdacht auf jeden Fall nachgehen, was am besten über einen Allergietest laufen kann. Wir können allerdings nicht vom Allergietest allgemein sprechen. Bereits jetzt können wir uns auf bekannten Online-Fachseiten über Allergietests informieren und Dank dieser Informationen, die uns solche Internetseiten geben, zunächst selbst besser einschätzen, welcher Allergietest für uns und unser Kind am besten ist.

Wir haben uns über drei der bekanntesten und am häufigsten angewendeten Allergietestverfahren schlau gemacht und die wichtigsten Eigenschaften und Informationen für euch zusammengefasst. Worauf ich achten solltet und in welchen Punkten sich die verschiedenen Verfahren unterscheiden, findet ihr hier.

Die drei Allergietests

Ganz allgemein werden jegliche Allergietests erst ab einem Alter von drei Jahren empfohlen, liegt aber ein großer Verdacht auf bestimmte Allergien vor, können sie auch früher vorgenommen werden.

[box type=success]

Der Hauttest

Diese Art von Allergietest ist wohl den meisten Eltern bereits als „Pricktest“ bekannt. Hierzu werden dem Patienten, in den meisten Fällen am Unterarm, Tropfen von verschiedenen allergenhaltigen Lösungen aufgebracht. Mit der Prick-Lanzette ritzt der Arzt nun an den beträufelten Stellen ein wenig in die Haut, um die Allergene mit den, in der Haut sitzenden, Abwehrzellen in Kontakt zu bringen.

Nachdem man dann ungefähr 15 bis 20 Minuten gewartet hat, sollten erste Ergebnisse zu sehen sein. Eine Sensibilisierung gegen ein bestimmtes Allergen, also eine Hautreaktion darauf, würde sich dann deutlich sichtbar zeigen. Quaddeln können sich gebildet haben oder der Patient leidet an den betroffenen Stellen unter Juckreiz.

[/box]

[box type=infobox]

Der Bluttest

Ein Bluttest wird meist dann gemacht, wenn andere Tests, wie der Pricktest, keine aussagekräftigen Ergebnisse erzielt haben. Hierfür wird dem Patienten eine Blutprobe abgenommen, welche dann auf sogenannte Gesamt-Immunglobulin-E-Antikörper, kurz IgE-Antikörper, und spezifische Antikörper gegen bestimmte Allergene untersucht wird. Ist der Spiegel solcher Antikörper erhöht, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass eine Allergie besteht.

[/box]

[box type=success]

Der Provokationstest

Wird solch ein Test verordnet, haben in den meisten Fällen alle anderen Tests kein endgültiges Ergebnis gebracht, aber einige Allergien können schon eingegrenzt werden. Für dieses Verfahren werden dann Auslöser der eingegrenzten Allergene unmittelbar mit dem darauf reagierenden Bereich in Kontakt gebracht. Das können die Nasenschleimhaut oder im Extremfall sogar direkt die Bronchien sein.

Hat der getestete Patient dann wirklich eine der besagten Allergien, würde das der Test deutlich anzeigen. Es würden so allergische Reaktionen provoziert werden und der Körper des Patienten, würde deutliche allergiebedingte Merkmale, wie Juckreiz, Schwellungen oder Augentränen aufweisen.

[/box]

Unser Fazit zu Allergietests bei Kindern

Kleines Mädchen mit Heuschnupfen | © panthermedia.net /Jiri Hera

Kleines Mädchen mit Heuschnupfen | © panthermedia.net /Jiri Hera

Besonders bei Kindern sollte man allergieähnliche Symptome, wie Augentränen und Juckreiz, nicht unter den Tisch kehren. Gerade bei unseren aller Kleinsten, die sich selbst noch nicht genau ausdrücken können, müssen wir unsere Augen immer offen halten. In der Regel können bei einem Allergieverdacht alle Allergietests durchgeführt werden, die auch bei uns Erwachsenen verwendet werden. Empfohlen wir ein solcher Allergietest aber trotzdem erst ab dem dritten bis vierten Lebensjahr. Ist der Verdacht dringend, sollten wir mit unseren Kindern aber auf jeden Fall einen Spezialisten aufsuchen.

Um ein sofort ein Ergebnis zu erhalten, scheint der Provokationstest am besten. Hierbei sollte man jedoch darauf achten, dass sehr heftige allergische Reaktionen hervorgerufen werden können, die nicht immer sehr ungefährlich seien müssen. Der Bluttest hingegen gefährdet den kleinen Patienten in keinster Weise, da die eigentliche Untersuchung im Labor vorgenommen wird. Allerdings können hier die Ergebnisse recht lange dauern und die Angst vor der Nadel, ist gerade bei unseren jüngeren Kindern keine Seltenheit.

Unsere bekanntester Allergietest bei Kindern ist mit Abstand der „Pricktest“, da er meist eine schnelle und genau Diagnose verspricht. Doch auch hier können die Angst vor der Nadel und das Stillsitzen müssen, zum Problem werden. Letztendlich sollte man vielleicht am besten seinem Arzt des Vertrauens die Wahl des Allergietests überlassen, da er am ehesten beurteilen kann, welcher Test zu welcher vermuteten Allergie passt. Die Allergie beim Kind dann schnellstmöglich zu finden , ist dann kein Problem mehr.