Allergie

Hausstaubmilben: Wie Sie gegen diese Allergene vorgehen

Hausstaubmilben lösen nicht bei allen Menschen typische Reaktionen aus, manche reagieren allergisch auf Hausstaubmilben, ohne darunter zu leiden. Andere wiederum müssen sich mit typischen Symptomen der Hausstaubmilbenallergie „anfreunden“: Niesattacken und laufende Nase sind nur einige davon. Begleitet werden diese Beschwerden von juckenden und geröteten Augen. Diese Beschwerden können sich auch ausweiten und die unteren Atemwege – z.B. Bronchien – treffen. Husten, schwere Atmung und pfeifende Atemgeräusche sind dann das Ergebnis. Diese Symptome treten verstärkt bei körperlicher Anstrengung auf und betreffen vor allem Kinder. Wird diese Allergie nicht behandelt, können der Husten und das Enge-Gefühl in der Brust chronisch werden.

Immer mehr Kinder betroffen

[dropcap]M[/dropcap]an schätzt, dass in Deutschland bereits 20 Prozent der Kinder gegen Hausstaubmilben sensibilisiert sind. Sensibilisierung heißt, dass der Kinderkörper die Hausstaubmilben bereits als „Feinde“ ansieht und Antikörper gebildet hat. Sind Kinder gegen Hausstaubmilben sensibilisiert, sind sie nur noch einen Schritt davon entfernt, an einer Hausstaubmilbenallergie zu erkranken.

Kinder reagieren empfindlich auf die Eiweißverbindungen in den Ausscheidungen der Milben. Diese zerfallen nämlich und vermischen sich mit der Zimmerluft, die wiederum von den Bewohnern – darunter auch Kindern – eingeatmet wird. Milben brauchen natürlich Futter, um zu überleben. Sie ernähren sich hauptsächlich von den Hautschuppen der Menschen. Jeder von uns verliert pro Tag etwa zwei Gramm Hautschuppen, was für zwei Millionen Milben ausreicht.

Die besten Lebensbedingungen für Milben herrschen im Kinderzimmer und gezielt im Kinderbett. Kleine Kinder verweilen im Bett bis zu 20 Stunden am Tag, was viel „Milbenfutter“ in der Matratze hinterlässt. Ein Kinderbettchen ist zudem warm und durch den Körperschweiß feucht – das sind geradezu paradiesische Vegetationsbedingungen für die Hausstaubmilben.

So kämpfen Sie erfolgreich gegen Milben im Kinderzimmer

Gegen Milben sollte man entschlossen und schnell vorgehen, bevor das Kind eine richtige Allergie mit allen dazugehörigen, unangenehmen Beschwerden, bekommt. Das können Sie dagegen tun:

Zimmer lüften

Wichtig ist, dass das Kinderzimmer regelmäßig und ausreichend gelüftet wird. Die heutige energiesparende Bauweise – darunter gut isolierte Fenster – lassen die Luftfeuchtigkeit in den vier Wänden ansteigen, was die besten Bedingungen für Milben darstellt. Deswegen sollten Sie jeden Tag drei bis fünf Mal die Fenster aufmachen und frische Luft reinlassen. Die Luftfeuchtigkeit sollte im Kinderzimmer auf dem niedrigen Level von 45 bis 55 Grad gehalten werden.

Kinderbett

Kinderbettmatratze sollte mit einem speziellen Überzug aus einem undurchlässigen Kunststoff überzogen werden. Dieser sollte dann alle drei bis sechs Monate bei 60 Grad gewaschen werden. Kuscheltiere sind bei den Milben auch beliebt. Deswegen sollten Sie sie ungefähr alle zwei Monate über Nacht in die Tiefkühltruhe stecken und danach auswaschen. Die Minustemperaturen sind für Milben unverträglich und lassen sie sterben.

Zimmersanierung

Falls diese Maßnahmen nicht ausreichen, sollte über eine Zimmersanierung nachgedacht werden. Dafür sollten aus der ganzen Wohnung alle Teppichböden entfernt werden. Aus dem Kinderzimmer schmeißt man alle Staubfänger wie Vorhänge, Bettvorleger oder Kuscheltiere raus.

Hausstaubmilben-Allergie

Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net / annems

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