Kinderapotheke / Hausmittel

Hausmittel für die Kinderapotheke

Husten, Schnupfen, Heiserkeit oder Bauchweh – schon die Oma oder unsere Eltern verabreichten uns bei solchen Leiden im Baby- oder Kleinkindalter Salbeitee, krampflösende Pfefferminze oder die klassische Hühnersuppe mit ihren vielen natürlichen Zutaten, die bei Erkältungen gut halfen. Über Jahre schien es, als sei dieses wertvolle Wissen verloren gegangen und nur allzu oft wurde nach den vermeintlich schneller und besser wirkenden, industriell hergestellten Arzneimitteln gegriffen.

Dosierung bei Verwendung von Hausmitteln beachten

Umso erfreulicher ist, dass sich heute wieder viele junge Eltern der Trickkiste unserer Vorfahren zuwenden, die auf jahrhundertalte Erfahrungen früherer Kulturkreise beruht. Altbekannte Hausmittel gehören in die Kinderapotheke, das ist unbestritten. Unterschiede in den Darreichungsformen und der Dosierung gegenüber der Medikation für Erwachsene gilt es dennoch zu beachten.

Die Grenze zwischen den altbewährten Hausmitteln und solchen Arzneien, die durchaus selbst auf rein pflanzlicher Basis hergestellt werden können, verläuft allerdings beinahe nahtlos. Dementsprechend kann ein Blick auf Arzneimittel hilfreich sein. Diesen können Sie sich natürlich auch im Internet anschauen. Zahlreiche Apotheken bieten neben den Arzneimitteln auch umfangreiche Informationen zur richtigen Anwendung. Ein Positivbeispiel ist z.B. die europa apotheek die hier einen Überblick von Arzneimitteln gegliedert nach Symptomen bereithält.

Falsche Dosierung kann zu allergischen Reaktionen führen

Während bei der Verabreichung von Honig, Lindenblütentee oder schmerzlindernden Kühlkompressen infolge einer eventuellen Überdosierung bei Kindern nicht mit Nebenwirkungen zu rechnen ist, sollten Sie bei selbst zubereiteten Präparaten aus Pfefferminze, Kampfer, Eukalyptus & Co. schon zurückhaltender sein.

Als Entspannungs- und Erkältungspräparate können sie beim Inhalieren oder Einreiben schon in kleinen Mengen zu erheblichen allergischen Überreaktionen führen. Wie auch das Teebaumöl wenden Sie pflanzliche Konzentrate dieser Art bei Kleinkindern unter 18 Monaten, wenn überhaupt, am besten nur sehr sparsam an und lassen sich vorher medizinisch fachkundig beraten.

Grundausstattung der „grünen Hausapotheke“

  • Honig – Linderung von Hustenreiz
    Was aber gehört nun unbedingt in die Grundausstattung der „grünen Hausapotheke“ für unsere Jüngsten hinein? An erster Stelle steht Honig, der bei den Kindern nicht nur den Hustenreiz lindert, sondern ihnen auch zu einem ruhigen Schlaf verhilft. Bei kleinen Wunden wirkt er, äußerlich angewandt, desinfizierend und beschleunigt den Heilvorgang.

    Vorsicht bei Säuglingen: Bis zu ihrem 12. Lebensmonat, so wird von Medizinern empfohlen, sollten Babys nicht mit Honig gefüttert werden, da die Gefahr einer Keimbildung im Darm nicht völlig ausgeschlossen werden kann. Alternativ lässt sich hier ein Hustentee aus Fenchel, Anis oder Thymian verwenden.

  • Zwiebeln – Gegen Halsschmerzen und Insektenstichen
    Auch in der Küchenzwiebel steckt eine ordentliche Portion an natürlichen Antibiotika, die als Saft zubereitet bei aufkommenden Mandelentzündungen, Halsschmerzen und Insektenstichen helfen. Klein gehackte Zwiebeln im Leinensäckchen, sanft auf die Ohren gelegt, lassen auch hier die Schmerzen abklingen. Die Flüssigkeit sollte dabei jedoch nicht zum Trommelfell austreten. Wenn sich ein Schnupfen anbahnt oder die Nase dicht ist, lindert eine vier- bis fünf-prozentige Kochsalzlösung die Beschwerden der Kleinen. Sie lässt sich mit einer im Handel erhältlichen Nasendusche oder der traditionellen, manuellen Spülung durchführen.
  • Wadenwickel – Fiebersenkend
    Während der feuchtkalten Jahreszeit ist auch die Erkältungsgefahr allgegenwärtig und nicht selten mit Fieber verbunden. Hydrotherapie mit Wadenwickeln ist dann auch bei unseren Jüngsten angesagt und wird, wie übrigens bei Erwachsenen auch, nicht mit kaltem, sondern lauwarmen Wasser und einem Schuss Zitrone angewendet, allerdings nur höchsten 10 Minuten lang.
  • Flohsamen oder Hühnersuppe – Erkältungshemmende Wirkung
    Der vielfach angepriesene Flohsamen bei Verdauungsproblemen ist bei Kindern frühestens ab dem 12. Lebensjahr zu empfehlen, aber auch dann nur in Verbindung mit einer ausreichenden Zugabe von Flüssigkeiten. Was heilt, das hilft, ist eine oft zitierte These aus der Alternativmedizin, die auch auf die erkältungshemmende Wirkung von Hühnersuppe zutrifft. Von der Erfahrungsmedizin wird sie seit Generationen geschätzt und von vielen gesundheits- und naturbewussten Eltern inzwischen ebenfalls.
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