Balance

Gleichgewichtssinn des Kindes fördern – so geht das

Ein  ausgeprägter Gleichgewichtssinn sorgt bei Kindern nicht nur für eine bessere Motorik und Koordination.  Er trägt auch einiges dazu bei, um in der Schule besser lesen und rechnen zu können. Das sind alles gute Gründe, damit das Kind sich so viel wie möglich bewegt, um den Gleichgewichtssinn zu trainieren.

Ohne Gleichgewichtssinn läuft überhaupt nichts

Im Prinzip ist es egal, was man für Bewegungen macht, ob springen, rennen, drehen oder rollen, auch dann, wenn es wie ein Spiel aussieht, ist unser Körper im höchsten Maße gefordert. Schon alleine der aufrechte Gang setzt eine optimale Abstimmung zwischen unserem Gehirn und Körper voraus. Sich sicher aufwärts zu bewegen oder einfach nur da zu stehen ist ausschließlich dank Gleichgewichtssystem möglich. Dort wird jede Bewegung vom Kopf und Körper registriert und Ausgleichsbewegungen werden angeordnet, damit man nicht umfällt. Im Innenohr befindet sich das sogenannte Gleichgewichtsorgan.

Im Gehirn werden alle Informationen von dem Innenohr mit anderen Sinneseindrücken verglichen und verarbeitet. Relevant dafür sind vor allem Sehen und Hören, aber auch der Tastsinn oder Daten aus dem Körperinneren liefern nützliche Informationen für das Gleichgewichtssystem.

Gleichgewichtsinn schon im Mutterleib trainieren

Schon vor der Geburt des Kindes läuft das Gleichgewichtsystem auf Hochtouren. Es hilft dem Ungeborenen, die Bewegungen der Mutter auszubalancieren. Um den Sinn optimal zu entwickeln, braucht das Baby also entsprechende Reize schon im Mutterleib zu bekommen. Sie kommen in der Regel automatisch, und zwar jedes Mal, wenn sich die künftige Mutter bewegt. I

n den Fällen, wenn die Schwangere wegen der Gefahr einer Frühgeburt viel und lange liegen bleiben muss, haben die Kinder oft nach der Geburt einen ziemlich großen Nachholbedarf ,was den Gleichgewichtssinn betrifft. Der Gleichgewichtsinn wurde dann mit Reizen nicht ausreichend simuliert und muss jetzt zusätzlich geschult werden.

Besser Lesen und Rechnen dank Gleichgewichtssinn

Obwohl das zweifelhaft klingt, kann ein gut entwickelter Gleichgewichtssinn den Kindern dazu verhelfen, leichter Lesen, Rechnen und Schreiben zu können. Sogar die Konzentrationsfähigkeit hängt davon ab. Kinder, die Koordinationsprobleme haben, neigen häufiger dazu, ähnlich aussehende Buchstaben (wie b und d, p und q) durcheinanderzubringen. Ursache dafür ist in den ersten Lebensmonaten zu finden: In dieser Zeit bekommt das Sehzentrum in der Hirnrinde wichtige Impulse vom Gleichgewichtsorgan. Beim Fehlen dieser Stimulation kann es sich nicht richtig entwickeln, spätere Defizite sind dadurch vorprogrammiert.

Gleichgewichtssinn ist mit der Hirnregion vernetzt, die für die Konzentrationsfähigkeit verantwortlich ist. Kippeln die Kinder beim Zuhören oder konzentrierten Arbeiten mit dem Stuhl, stimulieren sie damit einfach den Gleichgewichtssinn, um ihre Aufmerksamkeit zu verbessern.

Übungen für ein besseres Gleichgewicht

Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net / Orlando Rosu

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