Mobbing

Gewalt und Mobbing bei Kindern: Wie können Eltern helfen

Aggressivität bei Kindern kommt oft davon, was sie zu Hause und in der Schule erleben. Sie spiegeln dadurch nur die eigenen Erlebnisse. Darüber hinaus sind daran die fehlenden Grundwerte schuld, die sie von den Eltern nicht übermittelt bekamen.

Das sollten Sie Ihrem Kind vermitteln

Damit das Kind auf die aggressive Bahn nicht kommt, sollten ihm Eltern einige Grundwerte mit auf den Lebensweg geben. Dazu gehören unter anderem:

  • Empathie: Es ist schlecht, wenn ein Kind Freude und Leid bei anderen Menschen nicht erkennen oder nachempfinden kann, das sollten ihm Eltern unbedingt vermitteln.
  • Selbstbewusstsein: Wichtig ist, dass ein Kind seine Stärken und Schwächen objektiv einschätzen kann, damit es nicht zum Täter oder zum Opfer wird. Es muss sich auch selbst wertschätzen können.
  • als Vorbild dienen: Kinder wollen heutzutage vor allem eins sein: „cool“. In den Medien werden jeden Tag Situationen oder Geschehnisse präsentiert, die Kinder zwar als cool empfinden, die jedoch mit „Coolness“ wenig zu tun haben. Nehmen wir zum Beispiel die Castingshows, in denen Kandidaten zur Schnecke gemacht werden. Sie sollten Ihren Kindern genau zuhören und sie danach befragen: „Warum ist das für dich cool? Verstehst du das, dass der Sänger in dem Clip von Vergewaltigung singt? Findest nur du das in Ordnung oder hören das alle deine Freunde? Warum ist das so?“ Dabei ist Fingerspitzengefühl gefragt, weil Eltern Sachen, die sie nicht verstehen oder gut finden, gleich als negativ werten. Kinder blocken dann sofort ab und stehen noch mehr hinter ihren Vorbildern. Sie sollten sich allerdings auch nicht ganz verbiegen, um die Welt, in denen Ihr Kind lebt, zu verstehen. Sie müssen nicht alles „cool“ finden und mit den Kids „chillen“.

So gehen Sie gegen Gewalt vor

Obwohl das banal klingen mag, ist eine gute und gesunde Eltern-Kind-Beziehung die beste Prävention gegen die Gewalt. Sie sollen sich vor allem Zeit für das Kind nehmen und ihm richtig zuhören. Bereiten Sie Rituale vor, halten Sie sich an fest vereinbarte Essenszeiten, auch Zubettgeh-Rituale sind hier sehr hilfreich.

Wie erkenne ich, ob mein Kind gemobbt wird

Wenn Kinder auf ein Mal nicht mehr zur Schule wollen, Bauch- oder Kopfweh haben und es zu Lernblockaden kommt, sollten bei Ihnen Alarmglocken läuten. Darüber hinaus treten Schlafstörungen auf, man kann Kinder im Schlaf reden hören. Bei Mädchen ab dem 12. Lebensjahr kann es zu Essstörungen (wie Bulimie) kommen. Verschlossenheit und Selbstverletzungen gehören auch zu Mobbingfolgen.

Gewaltbereitschaft an Schulen

In Prozent ausgedrückt sieht die Gewalt an Schulen folgendermaßen aus:

  • 57% der Gewaltfälle unter 5-bis 15-Jährigen passieren in den Schulen
  • 20,9% aller Schüler wurden mit Absicht von anderen getreten
  • 70% der Gewalttäter an Schulen sind Jungen
  • 43,9% der Schüler wurden bereits mindestens ein Mal von anderen gehänselt.

Kurzfilm über Mobbing an der Schule

Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net / blueximages

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