Fußball

Fußball-WM gucken und trotzdem ausschlafen?

Der diesjährige Veranstalter der Fußball WM heißt Brasilien. Die Zeitverschiebung zwischen Deutschland und dem südamerikanischen Land beträgt fünf Stunden. Dadurch werden die Fußballspiele zu den für uns Europäer ungewöhnlichen Zeiten ausgestrahlt, meistens spät abends. Für Kinder, die ihre Fußball-Idole schauen wollen und am nächsten Tag in die Schule müssen, ist das eine harte Probe. Auch für die Eltern ist es nicht leicht, Spiele nach 22 Uhr zu gucken und morgen früh auf die Arbeit zu müssen.

Eine Lösung finden

[dropcap]M[/dropcap]üde in die Arbeit zu gehen oder die Schule zu verpennen ist natürlich keine Lösung. Arbeitnehmer können allerdings Urlaub nehmen, bei Schüler oder Lehrer ist das nicht möglich. Dieses Problem hat schon die Politikebene erreicht und einige Politiker haben sich bereits dafür starkgemacht, den Schulunterricht nach wichtigen Spielen später zu starten.

Es wäre doch nicht ganz fair, wenn die Eltern Fußball gucken würden und die Kinder schlafen gehen müssen, weil um acht ihr Unterricht beginnt. Einige Bundesländer haben sich darauf geeinigt, für so wichtige Anlässe, wie der Fußball WM 2014, entsprechende Ausnahmen zu finden.

Die Idee kam von den Grünen

Der erste Politiker, der dieses Projekt ins Rollen gebracht hat, war Thomas Gehring, bildungspolitischer Sprecher der Grünen. Er forderte, dass Schulen nach einem Deutschlandspiel, das während der Woche und spät abends beginnt, den Unterricht später starten sollen. Eine Zustimmung bekam er auch von anderen Parteien.

Acht Bundesländer machen mit

Nach einem Bericht der „Bild“-Zeitung gaben acht Bundesländern ihren Schülern dafür das grüne Licht: Sie haben die Möglichkeit, ihre Favoriten vor dem TV bis zum Schlusspfiff anzufeuern und trotzdem ausgeschlafen zur Schule zu kommen. Es wird jedoch vorausgesetzt, dass der Unterricht nicht ganz ausfällt, sondern diese Stunden nach hinten verschoben werden.

Zu den fußballfreundlichen Ländern gehört Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Thüringen. Hessen hat eine andere Lösung parat: Falls die DFB-Elf ins Achtelfinale kommt, haben erst dann die Schulen die Möglichkeit, den Unterrichtsbeginn zu verschieben. Die folgende Länder haben sich jedoch dagegen entschieden: Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein.

Wie NRW-Bildungsministerin Sylvia Löhrmann gegenüber der „Bild“ sagte, man sehe einfach kein Anlass für einen späteren Schulbeginn.

Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net / Markus Mainka

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