Frauenarzt

Frauenarzt: Keine Angst vor dem ersten Besuch

Mit 14 oder 15 Jahren kommen Mädchen in das Alter, in dem sie das erste Mal einen Frauenarzt aufsuchen. Zu einem erfolgt der Besuch, weil sie Fragen bezüglich ihres Körpers, der Sexualität, Verhütungsmethoden oder Geschlechtskrankheiten haben. Zu anderem kommen sie zum Frauenarzt dann, wenn sie sich zum ersten Mal die Pille verschreiben lassen wollen. In der Regel wollen die meisten Mädchen von einer Frau behandelt werden, weil sie schon auch so genug Angst vor der ersten Untersuchung haben.

Das passiert beim ersten Frauenarztbesuch

[dropcap]E[/dropcap]in Besuch beim Frauenarzt benötigt keine besondere Vorbereitung. Man sollte jedoch einen Termin so vereinbaren, dass zu diesem Zeitpunkt nicht die Menstruation stattfindet. Es ist hilfreich, wenn das Mädchen, falls vorhanden, sein Regelkalender zu Untersuchung mitnimmt, damit sich der Arzt die Daten für die Patientenakte notieren kann.

Darüber hinaus sollte man seine Versichertenkarte mitnehmen. Bei dem Besuch kann eine Freundin oder die Mutter problemlos dabei sein. Zuerst wird der Arzt einige Fragen stellen, um sich ein Bild über seinem neuen Patienten machen zu können. Die Fragen könnten zum Beispiel lauten:

  • Wann fand die erste Regelblutung statt?
  • Gibt es irgendwelche Beschwerden?
  • Regelmäßigkeit des Menstruationszyklus
  • Werden Medikamente eingenommen?
  • Kam es bereits zu Sexualverkehr?
  • Wurde schon verhütet?
  • Welche Arten von Impfungen wurden bis jetzt gemacht?

Danach kann das Mädchen dem Arzt die eigenen Fragen stellen. Dabei sollte man sich nicht schämen und über alles offen fragen. Nach den Fragen kommt die eigentliche Untersuchung, wovor die meisten Mädchen viel Angst haben – und zwar nicht vor der eigentlichen Untersuchung, sondern vor der neuen Situation, der sie sich stellen müssen.

Angst vor dem Untersuchungsstuhl

Der Untersuchungsstuhl weckt bei den meisten Mädchen Angstgefühle. Dabei handelt es sich um eine Liege, auf der man sich auf dem Rücken legt und die Beine rechts und links auf angebrachten Stützen hält. Die Position, mit gespreizten Füßen sich hinlegen zu müssen, ist den meisten Frauen unangenehm. Allerdings ist das eine Notwendigkeit, um eine Untersuchung überhaupt durchführen zu können.

Der Arzt kann dann den Scheideneingang, die Scheide und den Gebärmutterhals gut sehen und bei Notwendigkeit mit einem Holzspatel oder Wattestäbchen einen Abstrich machen.

Ultraschalluntersuchung

Wenn der Arzt es für notwendig hält, erfolgt auch eine Ultraschalluntersuchung durch die Scheide. Dank USG-Untersuchung erkennt der Arzt die Struktur der Gebärmutter, die Schleimhaut oder die Zyklusphase viel besser als bei der vorangegangenen Untersuchung. Endscheidend dabei ist die Beobachtung der Eierstöcke, die man nur durch USG detailliert sehen kann.

Bis die Mädchen 14 Jahre alt sind, muss der Arzt den Eltern eine Auskunft über die durchgeführte Untersuchung geben, weil er dazu verpflichtet ist.

Jessica und Vanessa – Der erste Besuch beim Frauenarzt

Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net / Antonio Diaz

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