Fehlgeburt – das traurige Ende einer Schwangerschaft

[dropcap]E[/dropcap]ine Schwangerschaft ist das größte Glück für Frauen. Umso schmerzlicher ist eine frühzeitige Fehlgeburt. Wenn das Ungeborene zum Sternenkind wird, bevor sein Leben erst beginnen kann verändert sich vieles. Eine Fehlgeburt ist grundsätzlich immer ein einschneidendes Erlebnis für jede Frau, das auch noch nach Jahren relevant ist.

Die Problematik eine Fehlgeburt zu erleiden

Es gibt viele Ursachen und Auslöser, die zu einer Fehlgeburt führen. Aber nicht immer kann genau abgeklärt werden, warum die Schwangerschaft vorzeitig in einer Fehlgeburt endet. Sowohl genetische Faktoren und Krankheiten der Eltern sind möglich, aber letztendlich nicht verantwortlich für eine Fehlgeburt.

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Gründe für eine Fehlgeburt

  • zu schwere Lasten heben wie auch Überbelastung des Körpers
  • das Ei wurde trotz Einnistung nicht befruchtet
  • Anomalien der Chromosomen
  • Fehlentwicklung der Plazenta oder Gebärmutter
  • Blutgruppen-Intoleranz bei der Geburt des zweiten Kindes
  • Schwere Verletzungen oder Schockerlebnisse infolge eines Unfalls
  • Myome – innerhalb oder außerhalb an der Gebärmutter
  • Drogenkonsum, Rauchen oder zu viel Alkoholgenuss
  • Hormonstörungen
  • die Embryoentwicklung stagniert
  • Cervix Insuffizienz = Schwäche des Gebärmutterhalses
  • das befruchtete Ei hat sich im Eileiter eingenistet
  • die Fruchtblase oder der Muttermund öffnet sich vorzeitig
  • Blutungen und Wehen setzen lange vor dem Geburtstermin ein

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Die Phasen, in denen eine Fehlgeburt am häufigsten vorkommt

In den meisten Fällen geht der Embryo bereits in der achten Woche der Schwangerschaft ab. In dieser Zeit spricht man medizinisch von einem Frühabort. Das verstärkte Risiko bleibt allerdings bis zur zwölften Woche weiterhin bestehen. Aber auch danach kann es jederzeit zu einer Fehlgeburt kommen. Für den Zeitpunkt einer Fehlgeburt gibt es kein genaues Zeitlimit.

Hinweise vor der Fehlgeburt

Unwohlsein, Schmerzen und Blutungen sind immer ein ernst zu nehmendes Warnsignal für eine Fehlgeburt. Dennoch heißt es nicht immer gleich, dass es tatsächlich zu einer Fehlgeburt kommt, denn oft dehnen sich in den ersten Monaten nur die Mutterbänder. Schwangere sollten dennoch beim ersten Verdacht auf eine Fehlgeburt sofort ihren Frauenarzt aufsuchen oder im extremen Fall ins Krankenhaus fahren. Denn in dem einen oder anderen Fall kann es sich, um eine Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft handeln, die das Leben der Frau gefährden.

Kann eine Fehlgeburt noch verhindert werden?

Verhindert werden kann diese nur, wenn das Kind im Mutterleib gesund ist und einer Weiterentwicklung nichts im Wege steht, sodass der Embryo nicht verloren wird. Schwangere mit vorzeitigen Wehen müssen sich dann allerdings mehr schonen, das Liebesleben mit dem Partner bis nach der Geburt einstellen und auf Sport oder schweres Heben verzichten, um das Wohl und Leben des Kindes nicht zu gefährden. In einigen Fällen wird auch der Muttermund fest mit Nähten verschlossen. Droht die Fehlgeburt allerdings aus einem genetischen Grund so können auch Ärzte diese nicht mehr aufhalten.

Nach der Fehlgeburt

Es gibt zwei Arten von Fehlgeburten. Zum einen stirbt das Kind im Mutterleib ab, bevor es geboren werden kann. Dann wird die Geburt mit Hilfe von Medikamenten eingeleitet. Und bei der anderen Art erfolgt der Abgang des Embryos in einem frühen Stadium der Schwangerschaft von ganz alleine in Form von starken Blutungen. Nach einer Fehlgeburt muss meistens eine Ausschabung vorgenommen werden, um zu verhindern, dass Reste des Mutterkuchens in der Gebärmutter zurückbleiben und schwere Infektionen und Entzündungen hervorrufen können.

Bild: kouk – Flickr.com (CC BY 2.0)

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