Kindersicher

Eine Frage der Sicherheit: Ist eure Wohnung wirklich kindersicher?

Spätestens mit dem eigenen Kind stellt man sich die Frage, ob die eigene Wohnung wirklich sicher ist. Dabei finden wir die meisten Mankos erst dann, wenn es schon zu spät ist. So weit soll es nicht kommen, denn die wichtigsten Sicherheitslücken fallen nach einigen Überlegungen bereits ins Auge. Treppen, scharfe Kanten, Herdplatten, Schubläden und Steckdosen werden schnell zu den Worst-Places, wenn sie ungeschützt auf den Entdeckerdrang unserer Kinder treffen, oder?

Keine Panik: Wir machen eure Wohnung sicher!

Es ist übertrieben, mit der Schwangerschaft direkt in Panik zu verfallen. Schließlich fangen die Kleinen erst mit acht Monaten mit dem Krabbeln an. Doch dann ist kaum noch eine Ecke der Wohnung sicher. Man sollte sich doch wundern, wo es die Kleinen hinschaffen, wenn man nur ein paar Minuten nicht aufpasst. Sie krabbeln und ziehen sich mit Geschick an Schubladen und Geländern hoch.

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Unsere Kleinen erkunden die Wohnung

In einem Moment machen wir uns eine Tasse Kaffee, und im anderen Moment legen die kleinen Entdecker eine Strecke von 400 Metern zurück. Auch wenn ihr vielleicht schmunzelt: Wisst ihr was die einfachste Möglichkeit ist, die eigenen Wohnung aus der Perspektive der Kinder zu erkunden? Geht einfach selbst auf Tauchstation und erkundet krabbelnd Wohnzimmer, Flur, Bad und Küche.

Wenn ich nicht möchte, dass mein Kind einen Raum erkundet, erkläre ich dieses Gebiet einfach zum verbotenen Territorium. Gerade Treppen und gefährliche Höhenunterschiede sollten mit einem kindersicherem Geländer und Schutzgittern geschützt werden. Dabei sollte man bedenken, wenn ein Kind mit dem Kopf durch ein Geländer passt, dann auch mit dem ganzen Körper. Kindersichere Schlösser wirken auf mich ebenso beruhigend.

Herdplatte

Klinken, Schlüssel und gefährliche Objekte solltet ihr in einer externen, kindersicheren Schublade unterbringen. Legt sie nicht einfach achtlos auf die Kommode oder in ein Regal, denn schlimmstenfalls geht ihr ebenfalls auf die Suche und versinkt schon bald im Chaos.

Was ist eigentlich gefährlich?

Zu den gefährlichen Gegenständen in der Wohnung gehören scharfkantige Gegenstände, Messer, Zerbrechliches und schwere Pfannen. Diese Gegenstände sollten in entsprechender Reichweite gesichert werden. Habt ihr einen Heißlüfter oder einen Radiator? Schützt diese vor kleinen, neugierigen Kinderfingern.

Sicherheitshalber solltet ihr auf Tischdecken verzichten. Alle Eltern, die das Frühstück schon einmal vom Boden aufgesucht haben, werden wissen wovor ich warne.

Hier ein Tipp: Sorgt doch einfach für Ablenkung und lasst eine Tür eines Schrankes offen und befüllt diesen mit ungefährlichen Dingen, wie zum Beispiel Spielsachen.

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Schaut man sich die derzeitigen Unfallstatistiken an, fallen jährlich über drei Millionen Unfälle im Haushalt auf – die meisten passieren leider unseren Kindern. Nun anzunehmen, es gäbe eine 100-prozentig sichere Wohnung, führt uns direkt in eine Sackgasse. Ein Restrisiko bleibt bestehen und ersetzt nicht unsere natürliche, elterliche Wachsamkeit. Wer möchte sein Kind schon in Watte packen?

Auf in die Küche:

Lasst uns jetzt Raum für Raum abgehen. Wir starten in der Küche. Hier darf kein Kind ohne Aufsicht bleiben. Putzmittel und Chemikalien solltet ihr in Sicherheit bringen. Die größte Gefahrenquelle bildet ein heiße Herdplatte oder Töpfe mit heißem Inhalt, die heruntergezogen werden. Jeder Herd lässt sich mit einem Schutzgitter zuverlässig abschirmen. Die einfachste Methode ist immer noch, auf den hinteren Herdplatten zu kochen. Im unteren Krabbelbereich lauert noch die Ofentür. Hier gibt es praktische Abdeckplatten.

Kinderzimmer:

Geht es ins Kinderzimmer, wandert der Blick auf das Kinderbett. Ist es so weit für einen eigenen Ausstieg, ist es in manchen Fällen sinnvoll, die Matratze abzusenken. Vermeidet scharfe Möbelkanten und Ecken und sichert diese ab. Hier gibt es praktische Kanten- und Eckschützer, die lassen sich kinderleicht in jedem Raum anbringen. Auch Pflanzen sollten außer Reichweite platziert werden.

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Wohnzimmer:

Gerade in diesem Raum unterschätzen wir die Gefahren oftmals, doch umkippenden Regale und Möbel können wirklich gefährlich werden. Hier ist es sinnvoll, Regale in der Wand zu verankern. Bringt in jedem Raum an den Steckdosen eine Kindersicherung an, denn diese wirken magisch anziehend auf unsere Kleinen.

Badezimmer:

Das perfekte Familienbad sollte nicht nur sicher, sondern auch einfach zu nutzen und zu putzen sein. Besonders praktisch ist ein Toilettendeckel mit einem Soft-Close Automatik. So können sich die Kleinen nicht die Finger klemmen. Eine Bank oder ein Tritthocker bietet Kindern auch die Gelegenheit, sich beim Anziehen hinzusetzen. Kommen Kinder schon an die Armaturen, schützt ein Verbrühschutz vor zu hohen Temperaturen. Hier helfen auch Thermostate, die eine festgelegte Temperatur nicht überschreiten.

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Habt ihr weitere Tipps und Kniffe für mehr Sicherheit Zuhause parat? ich freue mich auf eure Vorschläge.

Bildquellen:
Artikelbild: © panthermedia.net / Dawid Krupa
Bild in der Mitte: © panthermedia.net / Ruslan Olinchuk